07/2020, Mazda 3 2.5 Turbo Mazda USA
Mazda 3 (2019)
Mazda 3 2019
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Mazda 3 mit Turbobenziner

Bis zu 253 PS starkes Topmodell enthüllt

Nun ist es offiziell: Der Mazda 3 erhält im Modelljahr 2021 einen 2,5-Liter-Turbobenziner, Allradantrieb und Automatikgetriebe – jedoch nur in Amerika. Die technischen Daten erscheinen sportlich.

In einer Zeit, in der kaum noch ein Verbrennungsmotor ohne Turbolader auskommt, spielt Mazda die Rolle des Individualisten. Bei ihren Benzinmotoren verzichten die Japaner weiterhin konsequent auf Aufladung – zumindest in Europa. Beispiel Mazda 3: Hier kam letztmals ein Turbobenziner bei der sportlichen MPS-Version der vorletzten Modellgeneration zum Einsatz. Seit Herbst 2013 müssen die Skyactiv-Benziner demnach völlig ohne Zwangsbeatmung auskommen.

Mexiko prescht auf Youtube vor

Doch geht die Ära des turbolosen Revoluzzertums im kompakten Japaner bald zu Ende? Ein vom US-Ableger des japanischen Herstellers veröffentlichtes Teaservideo kündigte Ende Juni jedenfalls etwas Neues an. In dem 13 Sekunden langen Clip ist ein beim Hochdrehen bissig klingender Benzinmotor zu hören, der zumindest klanglich einer Mazda 3-Topversion gut zu Gesicht stehen würde. Nun wurde das passende Auto dazu offiziell enthüllt: der Mazda 3 2.5 Turbo.

Besonders überraschend fallen dessen technische Daten allerdings nicht aus. Den Motor übernimmt der Kompakte schließlich vom Mazda 6, der in Nordamerika bereits mit einem Vierzylinder-Turbobenziner erhältlich ist. Aus 2,5 Litern Hubraum schöpft der Skyactiv-G 2.5T-Motor dank Zwangsbeatmung 230 PS und ein maximales Drehmoment von 420 Newtonmetern – bei 87-oktanigem Sprit. Erhält der Motor 93-oktanigen Premium-Kraftstoff, bringt er es gar auf 253 PS und höchstens 434 Newtonmeter.

Seine Power überträgt der Mazda 3 Turbo über alle vier Räder auf den Untergrund. Um die Kraftübertragung kümmert sich eine Sechsgang-Automatik.

07/2020, Mazda 3 2.5 Turbo
Mazda USA
Mit seinem unscheinbaren Outfit spielt der Neuling die Rolle des luxuriösen statt sportlichen Topmodells.

Eine echte Sportversion scheint der neue Mazda 3 Turbo allerdings – trotz des als recht extrovertiert angekündigten Motorsounds – nicht zu sein. Das Topmodell präsentiert sich optisch zurückhaltend: Rechts und links ragt je ein Auspuff-Endrohr aus der Heckschürze hervor, schwarze 18-Zoll-Räder stellen Asphalt-Kontakt her. Auch die opulent bestückten Ausstattungslinien passen eher zu einem luxuriösen Topmodell der Baureihe. Angesichts dessen erscheinen die Preise günstig. Zumindest jene in Mexiko, wo der Mazda 3 2.5 Turbo ebenfalls angeboten wird. Sie bewegen sich zwischen 489.900 bis 529.900 Pesos (umgerechnet knapp 19.500 bis gut 21.000 Euro).

Keine Einführung in Deutschland geplant

Und was ist in Deutschland geplant? Nichts – zumindest nicht in den nächsten 12 bis 15 Monaten. Ein solcher Antriebsstrang stehe für Europa in nächster Zeit nicht auf dem Plan, sagt ein Sprecher der deutschen Mazda-Vertretung. Einerseits unterscheide sich das Motorenangebot in Amerika sowieso von anderen Märkten (den in Japan und Europa erhältliche Skyactiv X-Motor gibt es dort beispielsweise nicht). Andererseits mache die strenge CO2-Gesetzgebung der EU die Einführung eines derart leistungsstarken Motors unrealisitisch.

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Klar. Wenn es dem Auto an etwas mangelt, dann an Leistung.
Nein. Mit seinen Saugmotoren hebt sich das Auto wohltuend ab.

Fazit

Deutsche Mazda-Fans müssen also auch weiterhin mit Saug- statt Turbobenzinern Vorlieb nehmen. So schade das ist – die Gründe dafür sind nachvollziehbar. Und Mazdas aktuelles Motoren-Portfolio hat ja auch seinen Charme.

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