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Morgan Super 3: Das Dreirad darf weiterleben

Morgan Super 3 (2022) So pur kann Mobilität sein

Ende 2021 lief die Produktion des Morgan 3 Wheelers aus. Das bedeutet aber nicht das Ende für das skurrile Gefährt von der Insel. Die Briten bringen mit dem Super 3 eine modernisierte Neuauflage, die sich aber auch weiter dem puren Fahrerlebnis verschreibt.

Bereits bei der Ankündigung der Edition P101, die das Ende der Produktion des aktuellen Morgan 3 Wheelers markiert, hatten die Briten verlauten lassen, dass das Dreirad in neuer Form weiterleben darf. Jetzt ist auch klar in welcher Form – als Morgan Super 3. Der bricht zwar mit vielen Traditionen der 113-jährigen 3-Wheeler-Geschichte, bleibt aber seinem Grundkonzept "Fahrspaß" absolut treu.

Monocoque aus Alu und Dreizylinder von Ford

Morgan Super 3
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Der Motor sitzt nicht mehr vor, sondern unter der Haube.

Die Basis für das jetzt Super 3 getaufte dreirädrige Vehikel ist ein geklebtes Aluminium-Monocoque, das sich technologisch an die CX-Alu-Plattform anlehnt, die jetzt auch die Modelle Plus Four und Plus Six trägt. Direkt in das Monocoque eingebunden sind die Außenflächen des Super 3. Die werden per Vakuumverfahren in Form gebracht. Als zentrale Andockstation für alle Aggregate und die Vorderachse dient ein Alu-Gusselement, das unter dem Kühlergrill auch sichtbar ist. Das neue Chassis erhöht die Stabilität und schafft zusätzlichen Platz für die Passagiere. Zudem soll der Super 3 damit auch bei Crashtests eine deutlich bessere Figur machen als bisher.

Geradezu Revolutionäres tut sich auch beim Antrieb. Vorbei sind die Zeiten des frei im Fahrtwind stehenden V-Motors. Der Super 3 setzt auf einen frei saugenden 1,5-Liter-Dreizylinder von Ford, der mit einem manuellen Fünfgang-Getriebe aus dem Mazda MX-5 zusammenarbeitet. Er sitzt jetzt längs eingebaut verborgen unter einer Haube, treibt aber weiter nur das Hinterrad an. Die Leistung liegt bei 118 PS, das maximale Drehmoment wird mit 150 Nm angegeben. Damit soll der trocken 635 Kilogramm schwere Super 3 in sieben Sekunden von Null auf 100 km/h spurten. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 209 km/h.

Morgan Super Sports, von oben
Kaufberatung

Vorne setzt der 3,58 Meter lange, 1,84 Meter breite und 1,13 Meter hohe Super 3 weiter auf zwei schmale, aber jetzt 20 Zoll große Räder. Die Ganzjahresreifen wurden mit Avon zusammen speziell für den Super 3 entwickelt. Aufgezogen sind sie auf Alufelgen im Scheibendesign. Zum Hinterrad, das im Abstand von 2.533 Millimeter zur Vorderachse verbaut ist, machen die Briten noch keine Angaben.

Moderner Look, klassische Linie

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Die klassische Zigarren-Form blieb erhalten.

Weiter sichtbar bleiben die vorderen Radaufhängungen sowie die Technik der Lenkung. Auch die Halogen-Rundscheinwerfer – LED gibt es nur gegen Aufpreis – sitzen wieder zwischen den schmalen Vorderrädern und der Haube. Optional werden zwei Zusatzleuchten vor die Nase montiert. Seine Abgase führt der Dreizylinder innen an der weiter zigarrenförmigen Karosserie mit zwei Sitzplätzen entlang ans Heck. Die Kühler für den Dreizylinder sitzen links und rechts hinter der Vorderachse, seitlich verkleidet mit üppig dimensionierten Blades. An die lassen sich per Adapter allerlei Zubehörteile anbringen. Für Zusatzgepäck sitzen hier Taschen. Spannstricke fixieren andere Mitbringsel. Weiterer Platz für Gepäck findet sich auf dem Heck, das optional mit Trägersystemen bestückt werden kann. Einziger Windschutz im Türen-losen Super 3 sind zwei kleine Windschilder vor den Passagieren. Sichtbare Sicherheitsfeatures sind Überrollbügel hinter den Passagieren.

Digitales und wasserfestes Cockpit

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Die digitalen Anzeigen sitzen in echten Metallrahmen.

Im Cockpit versucht Morgan den traditionellen Look mit moderner Technik zu kombinieren. Die Instrumente – Tacho und Drehzahlmesser – sitzen weiter mittig auf der Armaturentafel, zeigen nun aber volldigital an. Eingebettet sind sie in ein Alu-Gusselement, das auch zur Fahrzeugstruktur gehört. Vor dem Lenkrad sitzt das Display für eine Turn-to-Turn-Navigation. USB-Ladebuchsen versorgen mobile Endgeräte. Um eine optimale Sitzposition für den Fahrer kümmern sich eine in der Länge und der Neigung einstellbare Lenksäule sowie eine einstellbare Pedalerie. Die Sitze hingegen sind fest montiert. Wie schon von der äußeren Gepäckunterbringung bekannt, gibt es auch im Innenraum ein Adaptersystem, das an verschiedenen Stellen verschiedene Module wie Flaschen- oder Handyhalter aufnimmt. An den Türtafeln ersetzen Spannschnüre das klassische Türfach. Und weil der Super 3 ein radikal offenes Auto ist, sind alle Baugruppen im Cockpit nach IP64-Standard staubdicht und gegen Spritzwasser geschützt. Bei den Sitzbezügen setzt Morgan wahlweise auf Vinyl oder wasserabweisendes Leder. Und damit auch die Passagiere Wind und Wetter trotzen, hat Morgan zum Super 3 auch gleich noch eine Spritzdecke und eine Bekleidungslinie aus gewachster Baumwolle entwickelt.

In Großbritannien wird der Morgan Super 3 ab sofort zu Preisen ab umgerechnet rund 42.000 Euro plus Steuern angeboten. Preise für weitere Märkte wurden noch nicht genannt. Der Super 3 kann in zahllosen Farb- und Designkombinationen innen und außen individualisiert werden. Nicht zu kaufen gibt es Dinge wie Airbags, moderne Fahr- oder Assistenzsystem oder ein Verdeck.

Fazit

Morgan lässt seinen 3 Wheeler als Super 3 weiterleben. Das Grundkonzept bleibt auch bei der Neuauflage erhalten. Der stilbildende V2 muss aber einem nicht sichtbaren Ford-3-Zylinder weichen. Der verspricht allerdings zusammen mit dem neuen steifen Aluchassis Fahrdynamik auf einem noch nie dagewesenen Niveau. Auf bekannt hohem Niveau bleibt der Preis für das skurrile Dreirad.

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