Der kompakte Stromer soll die Lücke zwischen dem kleinen Inster und dem größeren Kona Electric schließen und richtet sich damit an Käufer, die ein alltagstaugliches Elektroauto mit überschaubaren Abmessungen suchen.
Seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte das Modell indirekt bereits auf der IAA Mobility 2025. Dort zeigte Hyundai mit dem Concept Three eine seriennahe Studie, die nicht nur die Grundform, sondern auch viele gestalterische Details des späteren Ioniq 3 vorwegnahm. Der Schritt ins B-Segment ist für Hyundai strategisch wichtig, weil hier in Europa das größte Volumen zu erwarten ist.
Hyundai Ioniq 3 kostet rund 36.000 Euro
Offiziell nennt Hyundai noch keinen Preis. Betrachtet man Größe, Technik und die Nähe zu Konzernmodellen wie dem Kia EV3, gilt ein Einstiegspreis von rund 36.000 Euro als realistisch. Damit würde sich der Ioniq 3 im Zentrum des elektrischen Kompaktsegments positionieren.
Innerhalb des eigenen Portfolios könnte der Ioniq 3 mittelfristig eine größere Rolle einnehmen und so perspektivisch den Kona Electric ersetzen. Eine offizielle Bestätigung gibt es indes nicht.
Antrieb, Batterie und Reichweite
Technisch setzt der Ioniq 3 auf die bekannte E-GMP-Plattform in der 400-Volt-Ausführung. Sie bildet bereits die Basis mehrerer kompakter Elektrofahrzeuge im Konzern. Für den Ioniq 3 werden zwei Batteriegrößen erwartet, 58,3 und 81,4 kWh.
Als wahrscheinlich gilt ein Elektromotor an der Vorderachse mit rund 150 Kilowatt (204 PS) Leistung. Je nach Akku sollen Reichweiten zwischen etwa 418 und 587 Kilometern möglich sein. Durch die flachere Dachlinie und die insgesamt strömungsgünstige Karosserieform könnte der Ioniq 3 im Alltag etwas effizienter ausfallen als technisch eng verwandte Modelle.
Beim Laden bleibt Hyundai pragmatisch. Wegen der 400-Volt-Technik liegen die Gleichstrom-Ladeleistungen unter denen der größeren Ioniq-Modelle. Unter günstigen Bedingungen soll der Ladevorgang von zehn auf 80 Prozent rund 30 Minuten dauern.
Optik mit eigenständiger Note und Genesis-Anklängen
In der Seitenansicht zeigt der Ioniq 3 eine stark geneigte Dachlinie, kurze Überhänge und eine nach hinten ansteigende Fensterlinie. Front und Heck mit den geteilten Leuchten und der pixelartigen Lichtgrafik wecken zudem Assoziationen an Modelle der Premiumschwester Genesis, etwa an den GV60. Der Ioniq 3 wirkt damit gestalterisch erwachsener, als es seine Größe vermuten lässt. Hyundai selbst spricht von der neuen Designsprache "Art of Steel", die klare Flächen mit präzise gezogenen Linien kombiniert.
Das Heck fällt kantig aus, mit steil stehendem Abschluss und markantem Dachspoiler. Insgesamt vermittelt das Design eher den Eindruck eines kompakten, dynamischen Allrounders als den eines klassischen Hochdach-SUV.
Innenraum, Bedienung und neue Software
Im Innenraum setzt Hyundai erstmals auf das neue Betriebssystem Pleos. Es basiert auf Android Automotive und soll stärker personalisierbar sein als bisherige Systeme. Over-the-Air-Updates und nachträglich freischaltbare Funktionen sind vorgesehen.
Trotz der Digitalisierung bleibt die Bedienung greifbar. Unter dem zentralen Bildschirm sind physische Tasten und Drehregler untergebracht, etwa für Klimatisierung und Sitzfunktionen. Ergänzt wird das Cockpit durch ein schmales digitales Kombiinstrument sowie eine zusätzliche Anzeige unterhalb der Windschutzscheibe, die Geschwindigkeit und weitere Basisinformationen darstellt.
Beim Materialeinsatz will Hyundai nachhaltiger werden. Geplant sind unter anderem Textilien aus recyceltem Meeresplastik sowie modulare Innenraumelemente, die sich an unterschiedliche Nutzungsgewohnheiten anpassen lassen.
N Line und N-Version
Der Ioniq 3 soll von Beginn an auch als N Line angeboten werden. Diese Versionen unterscheiden sich in erster Linie optisch, etwa durch markantere Stoßfänger, größere Räder und dunkle Akzente im Innenraum.
Darüber hinaus gilt ein vollwertiger Ioniq 3 N als denkbar. Hyundai folgt bei der Einführung seiner N-Modelle meist einem festen Zeitplan, bei dem die Performance-Version etwa ein Jahr nach dem Serienstart erscheint. Konkrete technische Angaben dazu gibt es bisher nicht.












