Erste Erlkönige sind bereits auf europäischen Straßen unterwegs und geben einen Ausblick darauf, wohin die Reise beim i20 künftig gehen soll. Noch sind die Prototypen stark getarnt. Dennoch lassen die Testfahrzeuge bereits einige Rückschlüsse auf Design und Innenraum zu. Die Antriebstechnik lässt sich adaptieren. Gleichzeitig verdichten sich die Hinweise, dass auch der sportliche i20 N vor einer grundlegenden Veränderung steht.
Hyundai orientiert sich an seinen neuesten Modellen
Schon auf den ersten Blick wird deutlich, dass Hyundai dem Kleinwagen ein deutlich anderes Erscheinungsbild geben will. Die Karosserie wirkt kantiger als bisher, die Frontscheibe ist stärker geneigt und auch die Dachlinie wurde neu gestaltet. Besonders auffällig sind die geänderten Fensterflächen. Die hinteren Seitenscheiben fallen kleiner aus, während die C-Säule deutlich breiter wirkt. Zusammen mit den kräftiger ausgestellten Radhäusern entsteht ein robusterer Eindruck als beim aktuellen Modell.
Auch an Front und Heck zeichnet sich ein neuer Stil ab. Zwar verdeckt die Tarnung viele Details, dennoch sind neue Lichtsignaturen und eine überarbeitete Frontpartie erkennbar. Damit dürfte sich der i20 künftig stärker an Modellen wie Santa Fe, Inster oder dem neuen Nexo orientieren.
Mehr Bildschirme und weniger klassische Bedienelemente
Während das Außendesign bereits recht gut zu erkennen ist, gibt Hyundai beim Innenraum noch deutlich weniger preis. Einige Details lassen sich dennoch bereits aus den Erlkönigbildern ableiten. So soll der neue i20 ein deutlich moderneres Cockpit erhalten, mit einer durchgehenden Glasfläche, hinter der sowohl die digitalen Instrumente als auch das Infotainmentsystem untergebracht werden. Ein ähnliches Konzept nutzt Hyundai bereits bei mehreren neueren Modellen.
Hinzu kommen eine neu gestaltete Mittelkonsole, zusätzliche USB-Anschlüsse im Fond sowie überarbeitete Sitze. Insgesamt deutet vieles darauf hin, dass Hyundai den Innenraum stärker digitalisiert und optisch näher an größere Baureihen heranführt.
Elektrifizierung wird wichtiger
Bei den Antrieben zeichnet sich dagegen eher eine Weiterentwicklung als ein kompletter Neustart ab. Der bekannte 1,0-Liter-Turbobenziner dürfte weiterhin eine wichtige Rolle spielen. Bereits heute wird er mit 48-Volt-Technik angeboten. Gleichzeitig rücken Hybridantriebe künftig stärker in den Mittelpunkt. Hintergrund sind unter anderem die strengeren Euro-7-Vorgaben, die in den kommenden Jahren für Hersteller zusätzliche Anforderungen mit sich bringen.
Einige der bisher angebotenen Saugmotoren könnten in Europa dagegen aus dem Programm verschwinden. In anderen Märkten soll weiterhin ein 1,2-Liter-Benziner angeboten werden.
i20 N ohne Schalter
Noch spannender dürfte die Entwicklung beim i20 N werden. Das aktuelle Modell gilt als einer der letzten klassischen Kleinwagen-Sportler mit Handschaltung und Turbobenziner. Ersten Insidern zufolge plant Hyundai, den bekannten 1,6-Liter-Vierzylinder künftig mit elektrischer Unterstützung zu kombinieren. Die Hybridtechnik soll dabei helfen, Emissionen zu senken und gleichzeitig die Leistung zu steigern. Mit diesem Schritt könnte allerdings künftig auf das bisherige Sechsgang-Schaltgetriebe wegfallen.
Während die nächste Generation grundsätzlich weiter auf Verbrenner und Hybridtechnik setzen dürfte, wird es den i20 auch als reines Elektroauto geben. Der firmiert als Ioniq 2 neben dem baugleichen Kia EV2 und wurde ebenfalls schon von unserem Erlkönig-Jäger fotografiert. Frappierend die Ähnlichkeit zwischen dem i20 und dem Ioniq 2.





