SPERRFRIST 20.07.21 00:01 Uhr Porsche Macan Facelift GTS 2021 Porsche
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SUV

Porsche Macan (2021): Facelift kurz vor Schluss

Porsche Macan Facelift (2021) Der Turbo ist tot, lang lebe der Turbo

Bevor der Macan als E-Modell kommt, gibt es nochmal ein Verbrenner-Facelift. Der Turbo fliegt aus dem Portfolio – zumindest auf den ersten Blick.

Nach dem großen Facelift 2018 überarbeitet Porsche den Macan erneut, um ihn fit für ein Leben neben der Elektroversion zu machen. Zusammen dürften sie dann ab 2023 für drei Jahre den gemeinsamen Weg beschreiten. Allerdings kommt der konventionelle Macan nur noch mit Benziner-Motoren an den Start, vom Diesel hat sich Porsche bereits seit 2018 verabschiedet.

Zum Facelift strafft Porsche nochmals die Modellversionen. Das Top-Modell, der Macan Turbo, entfällt. An seine Stelle rückt der GTS, dessen 2,9-Liter-V6 dank mehr Ladeleistung und neuer Motorsteuerung um 60 PS und 30 Nm Drehmoment erstarkt. Damit leistet der geliftete Macan GTS exakt so viel wie der aktuelle Macan Turbo mit 440 PS und 550 Nm. Wenig überraschend gleicht sich mit 4,3 Sekunden auch die Sprintzeit des ehemaligen Turbo und des neuen "de-facto-Turbo" an. Der kommende elektrische Macan ist dann als Top-Modell über dem GTS positioniert.

Neu entwickelter Vierzylinder

Am unteren Ende rangieren Macan und Macan S, die in Sachen Leistung ebenfalls aufrücken. Der Dreiliter-Mono-Turbo ist nicht länger im Programm. Stattdessen arbeitet im Macan S eine kraftreduzierte Variante des 2,9-Liter-V6 aus dem GTS mit 380 PS und 520 Newtonmetern. Ja, ganz richtig kombiniert: Das entspricht genau den Leistungsdaten des bisherigen GTS. Wirklich neu entwickelt ist lediglich der Vierzylinder-Motor des Basismodells. Der aufgeladene Einsteiger-Benziner verrichtet seinen Dienst nun mit 265 statt 245 PS und stemmt 400 statt 370 Nm auf die Kurbelwelle. Nach 6,2 Sekunden hat der kleinste Macan die 100-km/h-Marke erstürmt.

Erlkönig Porsche Macan EV
E-Auto

Macan S und GTS bringen ab Werk adaptive Dämpfer mit, für den Basis-Macan gibt es das Porsche Active Suspension Management (PASM) als Option. Der Top-Benziner wird von Porsche zudem serienmäßig mit einer Sport-Luftfederung ausgestattet, wodurch die Karosserie um zehn MIllimeter tiefer liegt. An der Vorderachse fällt die Luftfeder 10 und an der Hinterachse 15 Prozent steifer aus. Wer es noch verbindlicher mag, bestellt sich das aufpreispflichtige GTS Sport-Paket mit Performancereifen, Torque Vectoring Plus und Sport Chrono-Paket.

Übrigens: Wer noch auf einen Plug-in-Hybrid im Macan hofft, den müssen wir enttäuschen. Die Akkus für einen Macan PHEV wären zu schwer und der Bauraum zu klein. Stattdessen kommen nach Angaben britischer Medien alle Benziner als Mild-Hybrid mit 48-Volt-System an den Start. Im Gegensatz zum konventionellen Macan auf Basis des Modularen Längsbaukastens, baut der elektrische Macan als erstes Modell auf der von Audi und Porsche entwickelten PPE-Plattform (Premium Platform Electric) auf.

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Die geriffelte Kunststoffstrebe am Bug ist neu. Sie ziert alle Modellversionen.

Macan GTS im 911-Lack

Auf den ersten Blick erscheint die Optik des Facelift-Modells kaum verändert. Die LED-Tagfahrlichter rücken bei allen Macan-Varianten nach oben, Dynamic-Light-Scheinwerfer werden zur Serienausstattung. Das Bugteil enthält auf Wunsch einen Einleger in Exterieurfarbe und erhält mittig eine geriffelte Kunststoffstrebe, die sich auch am Heck wiederfindet. Optional kann diese 3D-Kunststoff-Planke auch an den Seiten des Kompakt-SUV angebracht werden. Sieben neue Felgendesigns wandern in den Konfigurator, die Standard-Räder wachsen durch die Bank um ein Zoll (jetzt 19 bis 21 Zoll). Dazu spendiert Porsche die neuen Lackfarben Papayametallic und Enzianblaumetallic. Erstmals kann auch das vom 911 bekannte Pythongrün geordert werden – inklusive passender Kontrastnähte im Innenraum – allerdings nur für den GTS.

Apropos Innenraum: Während hier die neuste Infotainment-Generation einzieht, fliegen viele konventionelle Schalter und Knöpfe raus. In der Mittelkonsole stehen nun berührungssensitive Flächen hinter einer ebenen Glasfläche zur Bedienung bereit. Aus der Mitte reckt sich ein verkürzter Schalthebel, darüber wartet ein 10,9 Zoll (ca. 28 cm) großer Full-HD-Touchscreen auf Befehle. Die Analoguhr auf dem Armaturenbrett gehört bei allen Modellen zum Serienumfang, die Lenkräder übernimmt der Macan aus dem 911.Wer den GTS wählt und das oben bereits erwähnte Sport-Paket bucht, verändert damit übrigens auch das Interieur. 18-Wege-Sportsitze, ein Karbon-Dekor-Paket und eine mit Leder kombinierte Race-Tex-Ausstattung zieren dann den Innenraum.

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Wer das Sport-Paket für den GTS zubucht, erhält unter anderem Karbon-Dekor, Performancereifen und auf Wunsch auch Pythongrüne Akzente.

Der aktuelle Basis-Macan kostet 59.591 Euro, das Facelift-Modell verlangt dem Girokonto mindestens 62.917 Euro ab. Nach dem großen Stühlerücken der Modellbezeichnungen werden S und GTS allerdings günstiger. Dafür muss man sich nochmal ins Gedächtnis rufen, dass der neue GTS dem alten Turbo und der neue S dem alten GTS entspricht. So kosten S und GTS bislang 65.043 und 77.223 Euro. Künftig sind 71.723 und 88.264 Euro fällig. Zieht man die leistungsmäßig entsprechenden Vorgänger heran, wird der zum Macan S rund 6.000 Euro günstiger, der zum GTS degradierte Turbo immerhin rund 2.000 Euro. Bestellbar sind die Faceliftmodelle ab sofort.

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Fazit

Porsche bietet seinen Bestseller Macan noch ein paar Jahr weiter mit Benzin-Motoren parallel zum neuen Elektro-Macan an. Dafür bekommt der SUV ein Facelift, um zusammen mit dem Elektro-Modell für die nächsten Jahre frisch zu sein. Für die Fans sicher tröstlich: Der Turbo bleibt de facto erhalten – auch wenn er fortan auf den Namen GTS hört.

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