Wer es beim Transport recht eilig hat, bekommt bei Stellantis ab sofort ein interessantes Angebot. Der Konzern führt in den mittelgroßen Transportern im VW-Bus-Format einen neuen 2,2-Liter-Dieselmotor ein, der in der stärksten Variante 180 PS leistet. Der Vierzylinder steht für Citroën Jumpy , Fiat Scudo, Opel Vivaro und Peugeot Expert zur Verfügung. Parallel dazu hält das Aggregat auch Einzug in den Großraum-Van Opel Zafira Life, der nach einer Phase als reines Elektrofahrzeug wieder eine konventionelle Antriebsoption erhält.
Deutlich sparsamer
Der neue Selbstzünder erfüllt die Abgasnorm Euro 6e-bis und arbeitet mit einer Direkteinspritzung der jüngsten Generation. Hinzu kommt ein überarbeitetes Abgasrückführungssystem. Stellantis spricht von einem um bis zu 13 Prozent reduzierten Kraftstoffverbrauch und entsprechend niedrigeren CO₂-Emissionen im Vergleich zu früheren Dieselgenerationen. Technisch basiert der Motor auf jener 2,2-Liter-Dieselfamilie, die der Konzern seit 2024 sukzessive in leichten Nutzfahrzeugen einführt, darunter auch im Fiat Ducato.
Für die Transporter-Baureihen stehen zwei Leistungsstufen bereit. Die Version 2.2 Diesel 150 Stop&Start leistet 110 kW/150 PS und entwickelt ein maximales Drehmoment von bis zu 370 Newtonmetern. Sie ist wahlweise mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einer Achtgang-Automatik kombiniert. Darüber rangiert die Ausführung 180 Stop&Start mit 132 kW (180 PS) und bis zu 400 Newtonmetern Drehmoment. Diese Variante wird serienmäßig mit Achtgang-Automatik angeboten. Als Höchstgeschwindigkeit nennt Stellantis bis zu 185 km/h, abhängig von Modell und Konfiguration.
Mit der Einführung des 2,2-Liter-Aggregats ersetzt Stellantis in mehreren Baureihen schrittweise bisher eingesetzte 2,0-Liter-Dieselmotoren. Beim Opel Zafira Life trat 2025 zunächst ein 2,0-Liter-Selbstzünder mit 177 PS als Übergangslösung an. Dieser weicht nun dem neuen 2,2-Liter-Motor mit 180 PS und 400 Newtonmetern. Im Zafira erfolgt die Kraftübertragung grundsätzlich über eine Achtgang-Automatik an die Vorderräder. Für den Spurt von null auf 100 km/h nennt Opel 10,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 185 km/h.
Unterschiedliche Preise
Auch im Opel Vivaro ersetzt der neue 2,2-Liter-Diesel die bisherigen Zweiliter-Varianten. In den Transporter-Versionen wird neben der 180-PS-Ausführung auch die 150-PS-Variante angeboten, die hier zusätzlich mit manuellem Getriebe verfügbar ist. Die batterieelektrischen Varianten bleiben parallel im Programm.
Die Preisstruktur variiert je nach Marke und Karosserievariante. Der Opel Vivaro Kastenwagen mit 2,2 Diesel 150 startet in Deutschland bei 41.709 Euro. Für die 180-PS-Version mit Automatik werden ab 45.041 Euro fällig. Der Opel Zafira Life mit 180-PS-Diesel beginnt bei rund 41.990 Euro für die kürzere Variante; die XL-Ausführung kostet 1.000 Euro Aufpreis. Einheitspreise gibt es dagegen bei den Händlern von Citroën, Fiat und Peugeot. Dort starten Jumpy, Scudo und Expert mit dem 2.2 Diesel 150 bei 40.460 Euro, die 180-PS-Version mit der serienmäßigen Automatik liegt bei 43.792 Euro. Alle genannten Preise sind inklusive Mehrwertsteuer.
Bei Toyota, wo die mittelgroße Stellantis-Transporter-Baureihe als Proace angeboten wird, ist der neue Motor in der Basisversion Duty L1 nicht verfügbar. Hier gibt es den 2,2-Liter erst mit dem L2-Radstand ab 40.870 Euro. Bei der Ausstattungslinie Work geht es bei 38.609 Euro los. Generell bietet Toyota die 180-PS-Version nicht an.
In der Bildergalerie zeigen wir Ihnen beispielhaft den Fiat Scudo für die mittelschwere Transporter-Reihe von Stellantis.












