Opel hatte den überarbeiteten Astra der Generation "L" für das Jahr 2026 erstmals öffentlich im Rahmen der Brüssel Motor Show Mitte Januar vorgestellt. Nun bereitet die Marke des Stellantis-Konzerns den Marktstart vor. Die Kompaktklasse, die weiterhin in Rüsselsheim entwickelt und produziert wird, erhält ein aktualisiertes Design, neue Assistenz- und Lichttechnologien sowie erweiterte Komfort- und Nachhaltigkeitsmerkmale. Auch bei den Verbrenner- und Elektroantrieben ändert sich einiges.
Verbrenner- und Hybridantriebe
Im Hinblick auf die reinen Verbrenner verschlankt Opel das Angebot. So verabschiedet sich der 130 PS starke 1,2-Liter-Dreizylinder-Basisbenziner aus dem Programm. Los geht es nun erst mit dessen Hybridvariante, die eine Systemleistung von 145 PS bietet. Selbstzünder-Fans werden weiterhin mit dem 1,5-Liter-Vierzylinder-Turbodiesel bedient, der unverändert 130 PS leistet.
Bei den Plug-in-Hybriden dünnt Opel ebenfalls aus, denn die stärkere GSe-Variante mit 225 PS Systemleistung fliegt aus dem Portfolio. Übrig bleibt ein alleiniger PHEV-Antrieb – der bereits bekannte 1.6 Hybrid, der auf 196 PS Systemleistung und 83 Kilometer reine E-Reichweite (nach WLTP) kommt.
Elektroantrieb
Der Opel Astra Electric bleibt im Angebot, wobei sich am Antrieb selbst nichts ändert. Der 115 kW (156 PS) starke E-Motor verteilt seine unverändert bemessene Kraft auf die Vorderräder. Die Kapazität der Batterie wächst dagegen von 54 auf 58 Kilowattstunden, und mit ihm die Reichweite. Entsprechend steigert der Astra seine WLTP-Reichweite von maximal 419 auf 454 Kilometer. Neu ist obendrein die V2L-Funktion (Vehicle to Load), wodurch aus der Astra-Batterie heraus externe Geräte wie E-Bikes oder Elektrowerkzeuge mit Strom versorgt werden können.
Design-Änderungen
Für den neuen Jahrgang modifizierte Opel das Frontdesign des Astra. Der orientiert sich nun stärker an aktuellen Studien des Herstellers. Der sogenannte Opel Vizor – also die markante schwarze Frontfläche – fällt schmaler aus. Dazu kommt erstmals im Astra ein beleuchtetes Markenemblem zum Einsatz. Neu gestaltete 17- und 18-Zoll-Leichtmetallräder sowie zusätzliche Metallic-Außenfarben ("Kontur-Weiß" und "Klover-Grün") ergänzen die Modellpflege. Optional ist ein kontrastfarbenes Dach erhältlich.
Intelli-Lux-HD-Licht
Für den Astra ist künftig das bereits aus größeren Opel-Modellen bekannte Intelli-Lux-HD-Licht verfügbar. Das adaptive, blendfreie System arbeitet mit mehr als 50.000 Einzelelementen und ermöglicht eine genaue Ausblendung anderer Verkehrsteilnehmer. Der Lichtkegel lässt sich digital an Fahrbahn- und Kurvensituationen anpassen. Zusätzliche Funktionen wie ein Schlechtwettermodus und eine automatische Reduzierung von Schilderreflexionen sind integriert.
Innenraum-Änderungen
Die Grundkonfiguration des Innenraums bleibt unverändert. Der Fünftürer bietet – abhängig von der Ausstattung – ein maximales Ladevolumen von bis zu 1.339 Liter. Der Sports Tourer erreicht bis zu 1.634 Liter und verfügt über eine im Verhältnis 40:20:40 geteilte Rücksitzlehne.
Serienmäßig erhält der Astra zukünftig spezielle Intelli-Sitze, deren mittige Sitzvertiefung den Druck auf das Steißbein reduzieren soll. Optional stehen mehrfach verstellbare, AGR-zertifizierte Sitze mit Lendenwirbelstütze, Massage- und Memory-Funktion zur Auswahl. Dabei kommen sogenannte Monomaterial-Bezüge zum Einsatz, die vollständig recycelt und recycelbar sind. Überhaupt verwendet Opel im gesamten Innenraum vermehrt recycelte Materialien. Parallel haben Opels Interieur-Designer das Cockpit und die Benutzeroberflächen des Multimedia-Infotainment-Systems mittels neuer Visualisierungen und Grafiken klarer, übersichtlicher und intuitiver gestaltet.
Preise und Marktstart
Der Opel Astra wird im Zuge der Modellpflege zwar teurer und ist künftig nicht mehr zu Preisen unter 30.000 Euro zu haben; dies liegt jedoch am Entfall des bisherigen Basismodells. Diesen Status besitzt nun der 145-PS-Mildhybrid, der weiterhin mindestens 32.990 Euro kostet. Der Diesel wird 1.000 Euro teurer und kostet im günstigsten Fall 34.640 Euro. Stabile Preise sind dagegen beim PHEV-Astra (ab 38.460 Euro) und beim Astra Electric (ab 37.990 Euro) angesagt. Die Kombiversion mit dem Beinamen Sports Tourer ist je nach Ausstattungslinie 1.500 (Edition und GS) oder 2.000 Euro (Ultimate) teurer.





