Opel fährt jetzt mit Fiat-Diesel: Neue Motoren für Zafira und Vivaro

Opel fährt jetzt mit Fiat-Diesel
Neue Motoren für Vivaro und Zafira

ArtikeldatumVeröffentlicht am 25.02.2026
Als Favorit speichern

Mit einem neuen 2,2-Liter-Turbodiesel erweitert Stellantis das Antriebsangebot in seinen mittelgroßen Transportern. Betroffen sind die technisch eng verwandten Modelle Citroën Jumpy, Fiat Scudo, Opel Vivaro und Peugeot Expert. Im Mittelpunkt stehen dabei aus Opel-Sicht zwei Baureihen: Der Vivaro erhält den Motor als Ersatz für bisherige 2,0-Liter-Dieselvarianten, und der Großraum-Van Zafira Life bekommt nach einer Phase als reines Elektrofahrzeug und der Wiedereinführung des Zweiliter-Dieselmotors nun den größeren Selbstzünder mit italienischen Genen eingebaut.

Ende für den französischen Dieselmotor

Damit wird nicht nur bei Opel, sondern auch bei den baugleichen Großraum-Vans der Stellantis-Familie der bisherige PSA-Diesel aus französischer Entwicklung aussortiert. Der Zweiliter-Turbodiesel mit dem Motorencode DW10 hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Die Ur-Version wurde 1998 eingeführt und war nicht nur bei PSA-Fahrzeugen, sondern unter anderem bei Suzuki und als Basis der Duratorq-Motoren bei Ford im Einsatz. Der bei französischen Stellantis-Modellen auch als "BlueHDI" bekannte Vierzylinder weicht jetzt einem Italiener.

Zum Einsatz kommt künftig der neu entwickelte Multijet 2.2 Vierzylinder, den Stellantis zuerst 2024 für die Großraum-Transporter Fiat Ducato, Citroën Jumper Opel Movano und Peugeot Boxer eingeführt hatte. Bereits damals wurden die bis dahin noch verbauten PSA-Diesel in Citroën und Peugeot in Rente geschickt. Jetzt wiederholt sich das Spiel bei den mittelgroßen Transportern, in denen nun ebenfalls einheitlich unter Fiat-Regie entwickelte Multijet-Diesel unter die Haube kommen.

Deutlich sparsamer

Der neue Vierzylinder-Diesel erfüllt die Abgasnorm Euro 6e-bis. Stellantis nennt als technische Merkmale eine Direkteinspritzung der jüngsten Generation sowie ein überarbeitetes Abgasrückführungssystem. Im Vergleich zu früheren Dieselgenerationen stellt der Konzern eine Kraftstoffersparnis von bis zu 13 Prozent und entsprechend niedrigere CO₂-Emissionen in Aussicht.

Für die Transporter-Baureihen sind zwei Leistungsstufen vorgesehen. Die Variante 2.2 Diesel 150 Stop&Start leistet 110 kW (150 PS) und erreicht ein maximales Drehmoment von bis zu 370 Newtonmetern. Sie kann je nach Modell mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einer Achtgang-Automatik kombiniert werden. Darüber positioniert Stellantis den 180 Stop&Start mit 132 kW (180 PS) und bis zu 400 Newtonmetern. Diese stärkere Ausführung wird in den genannten Baureihen serienmäßig mit Achtgang-Automatik angeboten. Als Höchstgeschwindigkeit nennt Stellantis bis zu 185 km/h, abhängig von Modell und Konfiguration.

In den Transporter-Versionen bietet Opel sowohl die 150-PS- als auch die 180-PS-Variante an. Anders als bei der stärkeren Ausführung bleibt beim 150-PS-Diesel zusätzlich die Wahl eines manuellen Getriebes möglich. Parallel dazu führt Opel die batterieelektrischen Varianten weiterhin im Programm, sodass der Vivaro je nach Einsatzprofil auch als Elektroversion verfügbar bleibt.

Zafira-Diesel nur mit 180 PS

Im Zafira Life ist der 150 PS-Diesel nicht verfügbar und die Kraftübertragung grundsätzlich an eine Achtgang-Automatik gekoppelt, angetrieben werden die Vorderräder. Für den Sprint von 0 auf 100 km/h nennt Opel 10,6 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 185 km/h.

Die Preise unterscheiden sich je nach Marke und Karosserievariante. Für Deutschland nennt Opel beim Vivaro Kastenwagen für den 150-PS-Diesel einen Einstiegspreis von 41.709 Euro (inklusive Mehrwertsteuer). Die 180-PS-Version mit Automatik beginnt bei 45.041 Euro. Beim Opel Zafira Life startet der 180-PS-Diesel bei rund 41.990 Euro für die kürzere Variante; die XL-Ausführung liegt 1.000 Euro darüber. Für Citroën, Fiat und Peugeot werden einheitliche Einstiegspreise je Motorisierung genannt: Jumpy, Scudo und Expert beginnen mit "2.2 Diesel 150" bei 40.460 Euro, die 180-PS-Version mit serienmäßiger Automatik kostet ab 43.792 Euro, jeweils inklusive Mehrwertsteuer.

Und der Rest?

Außerhalb der Stellantis-Marken ist auch Toyota betroffen, da die mittelgroße Transporter-Baureihe dort als Proace angeboten wird. Toyota übernimmt den 2,2-Liter-Diesel jedoch nicht in jeder Konfiguration: In der Basisversion "Duty L1" ist der Motor nicht verfügbar, der Einstieg mit 2,2 Litern erfolgt erst mit L2-Radstand ab 40.870 Euro. In der Ausstattungslinie "Work" beginnt das Angebot bei 38.609 Euro. Zudem bietet Toyota die 180-PS-Version im Nutzfahrzeug Proace nicht an, sondern nur in der Pkw-Version Proace Life.

Fazit