Der Prototyp wurde bei Einsätzen auf dem Nürburgring und in Spa-Francorchamps beobachtet. Der Rennwagen soll ab 2027 in der GT4-Klasse eingesetzt werden.
Auf dem Nürburgring lag der Fokus klar auf Dauerläufen. Das Fahrzeug absolvierte längere Stints auf der Nordschleife in Kombination mit dem Grand-Prix-Kurs. Mehrere Werksfahrer waren im Einsatz. Der neue 911 GT4 entsteht in Zusammenarbeit mit Manthey.
Cayman fällt weg, 911 übernimmt
Der Wechsel hat einen klaren Hintergrund. Der bisherige Cayman mit Verbrennungsmotor wird nicht weitergeführt. Die nächste Generation kommt elektrisch. Damit entfällt die Basis für das bisherige GT4-Fahrzeug. Porsche verlagert die GT4-Plattform deshalb auf den 911. Er ist der einzige verbliebene Sportwagen der Marke mit klassischem Antrieb.
Die GT4-Kategorie bleibt unverändert. Sie richtet sich an Einsteiger und ambitionierte Amateure. Die Fahrzeuge sind seriennah aufgebaut. Leistung und Gewicht werden über Balance-of-Performance-Regeln angepasst. Typisch sind weniger als 500 PS und rund 1.300 Kilogramm Fahrzeuggewicht.
Fünf Radmuttern statt Zentralverschluss
Optisch wirkt der Prototyp wie ein 911 GT3. Die Unterschiede liegen im Detail. Das wichtigste Merkmal ist die Radbefestigung. Statt Zentralverschluss wie beim GT3 nutzt der GT4 fünf Radmuttern pro Rad. Das ist kein Zufall. Diese Lösung entspricht dem GT4-Reglement und zeigt klar die Abgrenzung zum GT3. Der GT4 bleibt näher an der Serie und verzichtet auf aufwendigere Motorsporttechnik.
Weitere Details bestätigen den Einsatzzweck. Der Innenraum ist leergeräumt, ein Überrollkäfig ist verbaut, es gibt nur einen Fahrersitz. Am Heck sitzt ein zentrales Regenlicht. Der Heckflügel trägt den Schriftzug "Challenge", der aus den Markenpokalen bekannt ist.
Auch technisch gibt es Änderungen. Der Tank sitzt vorn, der sichtbare Tankdeckel außen ist ohne Funktion. Fahrwerk, Bremsen und Abgasanlage sind für den Rennbetrieb angepasst.
Klang deutet auf kleineren Motor
Offizielle Daten zum Motor gibt es noch nicht. Der Klang liefert nach Angaben von Beobachtern an der Strecke aber einen klaren Hinweis. Der Prototyp klingt nicht wie ein 911 GT3, sondern wie ein Cayman GT4 CS.
Das spricht für einen kleineren Motor unterhalb des GT3. Während der GT3 mit vier Litern arbeitet, nutzte der Cayman zuletzt 3,8 Liter Hubraum. Es ist naheliegend, dass Porsche eine angepasste Variante dieses Motors übernimmt.
Die Leistung wird ohnehin durch das Reglement begrenzt. In der GT4-Klasse zählen nicht maximale Werte, sondern Vergleichbarkeit zwischen den Fahrzeugen.





