Im Neuwagengeschäft kennen die Preise nur eine Richtung – aufwärts. Um Skoda auch wieder im Budget-Segment zu platzieren, überlegt der tschechische Autobauer den in Indien für Indien entwickelten Kleinwagen-SUV Kylaq auf den europäischen Markt zu bringen. Entsprechende Überlegungen bestätigte Skoda-Chef Klaus Zellmer gegenüber der Automotive News Europe.
Das aktuell günstigste Modell im europäischen Skoda-Portfolio ist der Fabia, der bei knapp 20.200 Euro startet. Das günstigste SUV-Modell ist der Kamiq, bei dem der Grundpreis schon bei 25.980 Euro liegt.
Anpassungen für Europa notwendig
Der in Indien 2024 eingeführte Kylaq startet auf seinem Heimatmarkt für umgerechnet rund 6.800 Euro. In Europa könnte der SUV mit den entsprechenden erforderlichen Anpassungen für weniger als 15.000 Euro angeboten werden. "Es gibt eine geschäftliche Logik, die man überprüfen kann, um zu sehen, ob das Sinn ergibt", zitiert die Automotive News Europe Zellmer.
In Indien ist der Kylaq bereits ein Erfolgsmodell für Skoda. Der SUV hat das Geschäft von Skoda auf dem Subkontinent nachhaltig wiederbelebt.
Technisch mit Fabia & Co verwandt
Der Kylaq tritt in der in Indien sehr beliebten und steuerlich begünstigten Unter-Vier-Meter-Klasse an. Damit ist er rund 25 Zentimeter kürzer als der europäische Kamiq. Er baut wie die ebenfalls für Indien entwickelten Modelle Skoda Kushaq und Skoda Slavia auf der für Indien angepassten MQB-A0-IN-Plattform auf. Fabia und Kamiq stehen übrigens auf der normalen MQB-A0-Plattform. Antriebsseitig sind im Kylaq ausschließlich reine Verbrenner verfügbar. Trotz der kompakten Abmessungen bietet der Kylaq Platz für fünf Passagiere und 446 Liter Gepäck.
Im Hinblick auf die Ausstattung haben sich die Modelle für den indischen Markt zwar in den vergangenen Jahren deutlich gesteigert, bleiben aber immer noch hinter Neuwagen in Europa zurück. Andererseits liegt hier eben der Preisvorteil.





