Rolls-Royce Pursuit Seat Rolls-Royce / Patrick Lang
Rolls-Royce Cullinan (2018)
Rolls-Royce Cullinan (2018)
Rolls-Royce Cullinan (2018)
Rolls-Royce Cullinan (2018) 33 Bilder

Für edle Hintern: Rolls-Royce Pursuit Seat

Rolls-Royce Pursuit Seat Für edle Hintern

Rolls-Royce adressiert Probleme, von denen Sie gar nicht wissen, dass Sie sie haben. Deshalb gibt es jetzt einen Luxus-Sitzplatz zum Mitnehmen.

Woran denken Sie zuerst, wenn es um teure Sitzplätze geht? An ein Fußballstadion? Naja. Mit 15.000 Euro für einen Business-Seat bei Hertha BSC Berlin, sitzen Sie eine Saison lang so teuer wie nur möglich, Logen ausgenommen. Eine Dauerkarte für den teuersten Standard-Sitz gibt es dagegen für noch nicht einmal 650 Euro. Vielleicht schwebt Ihnen aber auch eine luxuriöse Flugreise vor? Mehr als bei Etihad kann man da aktuell in einem Passagierflugzeug nicht bezahlen. 61.000 Euro kostet die Reise in der Residence Suite des A380 – und wo kommt nun Rolls-Royce ins Spiel? Dank britischen Understatement, irgendwo in der Mitte.

Rolls-Royce Pursuit Seat
Rolls-Royce / Patrick Lang
Der Rolls-Royce Pursuit Seat lässt sich zusammenklappen und in einer eigens angefertigten Tasche verstauen.

Wer thronen will wie in einem Rolls-Royce, statt 450.000 aber nur rund 7.300 Euro auf der Kante hat, der kann jetzt zum Glück auf eine Zwischenlösung zurückgreifen. Sie nennt sich Pursuit Seat, verfügt über ein Standbein aus Karbon und besteht ansonsten aus Aluminium, Leder und einer Taschenlampe. "Pursuit" (zu Deutsch "Verfolgung"), soll dabei nicht heißen, dass dieses Accessoire für die Observation anderer Menschen gedacht ist, sondern Ihnen überall hin "folgen" kann. Nun, Sie werden das Luxus-Mobiliar schon selbst tragen müssen, aber Sie kommen damit an Stellen, die einem handelsüblichen Ohrensessel verwehrt bleiben. Für den entsprechenden Halt im unwegsamen Gelände sorgt übrigens ein ausfahrbarer Dorn am Fuß des Pursuit Seat.

Malerei und Drohnenflug

Der Nobelhersteller selbst schlägt einige Anwendungsbereiche vor. Komfortables Sitzen soll etwa während der Anfertigung eines Landschaftsporträts, einer simplen Verschnaufpause beim Durchwandern der eigenen Ländereien, oder beim fliegen lassen einer Drohne (echt jetzt?) gewährleistet sein. Die Sitzfläche fertigt Rolls-Royce dafür aus dem gleichen Leder, das sich auch in den Fahrzeugen findet. Sollten Sie bereits eines besitzen, lässt sich die Sitz-Farbe selbstredend auf ihr Automobil abstimmen. Der Pursuit Seat kommt in einer praktischen Tasche und lässt sich damit passgenau in einem Cullinan, weniger passgenau aber auch in jedem anderen Rolls verstauen.

Rolls-Royce Pursuit Seat
Rolls-Royce / Patrick Lang
Der kann Ihnen auch heimleuchten. In der Mitte versteckt sich eine Taschenlampe.

Zwei kleine Extras gönnt der Hersteller dem edlen Gestühl zusätzlich. Um Ihnen klar zu machen, dass diese auch sehr sinnvoll sind, skizzieren die Briten folgendes Szenario: Sie besuchen eine Motorsport-Veranstaltung. Weil man für sowas üblicherweise Tickets benötigt, verfügt der Pursuit Seat über eine diskretes Fach für dererlei Dokumente. Da sitzen Sie dann also auf Ihrem Karbon-Einbein am Streckenrand und verfolgen gebannt das Geschehen auf dem Asphalt. Währenddessen sinkt die Sonne hinter den Horizont und der nächtliche Schleier legt sich lautlos über Sie und den Pursuit Seat. Nanu? Wie sollen Sie in völliger Finsternis den Weg zurück zum Auto finden? Kein Problem: In Ihrer Sitzgelegenheit hat Rolls-Royce eine kleine Taschenlampe versteckt.

Ob nun Tickets nicht auch in einem Geldbeutel oder einer Jackentasche Platz finden, und Motorsport-Events noch andere Lichtquellen außer Taschenlampen und vielleicht sogar echte Sitzplätze vorweisen können, ist hier nicht von Belang. Sie sind nämlich für alle Eventualitäten gerüstet, dank Ihres höhenverstellbaren Leichtbau-Möbels. Wie könnten Sie 7.300 Euro schon besser investieren? Das perfekt passende Auto, den Cullinan, finden Sie übrigens in unserer Fotoshow.

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Fazit

Danke, Rolls-Royce. Danke für so viel Empathie und Volksnähe. Endlich gibt es einen Schemel, der das Hinterteil nicht mit Materialien wie Holz oder Kunststoff beleidigt. Auch wenn er zusammengeklappt ein wenig nach Vorwerk Kobold aussieht.

Die Briten wollen Produkte entwerfen, die das Leben der Kunden besser machen und wie viel besser kann es schon werden, als von Stehen auf Sitzen umzusteigen? Naja, Sie wissen es selbst: Nur liegen ist schöner – aber da findet Rolls-Royce sicher auch noch irgendwann eine Lösung.

Rolls-Royce Cullinan
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