Erlkönig VW ID.6 Stefan Baldauf
Erlkönig VW ID.6
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Erlkönig VW ID.6 26 Bilder

Erlkönig VW ID.6 (2021)

Das ist der neue Elektro-Atlas

Auf der Shanghai Auto Show zeigte Volkswagen mit dem ID. Roomzz einen elektrischen SUV. Nun hat Volkswagen den Elektro-Atlas in der Erprobung. In den Bergen ist das Modell nun von unserem Erlkönig-Jäger erwischt worden.

Der Elektro-SUV mit drei Sitzreihen kommt zunächst in China auf den Markt, für den US-Markt läuft das Modell dann im Chatanooga-Werk vom Band. Auch in Deutschland soll das Auto ab 2022 erhältlich sein, wenngleich als China-Import.

VW ID.6 mit 600 Kilometern Reichweite

Der VW ID.6 – der Name ist noch nicht offiziell und könnte je nach Markt differieren – basiert auf dem Modularen Elektrobaukasten (MEB) des Konzerns. Im Boden sind 77 kWh-Akkupacks untergebracht; sie sind vom ID.3 und ID.4 bekannt. In einer weiteren Stufe soll der große SUV 110 kWh-Akkus erhalten. In der kleineren Ausführung sind in Sachen Reichweite rund 450 Kilometer nach WLTP drin, die größere Batterie erlaubt mehr als 600 Kilometer. Grundsätzlich kommt der ID.6 mit je einem Elektromotor pro Achse – also mit Allradantrieb – daher. Sicher orientiert sich die Leistung der Elektromotoren an denen der Studie Roomzz. Sie boten eine Systemleistung von 306 PS auf. Ersten Gerüchten zufolge ist eine weitere Leistungsstufe von 410 PS anvisiert.

VW ID.Roomzz
VW
Die Studie ID.Roomzz von der Shanghai Auto Show 2019.

Auch bei den Abmessungen dürfte sich das Serienmodell an der Studie anlehnen. Sie zeigte sich mit 4,91 Metern Länge und 1,89 Metern Breite etwa so groß wie ein VW Touareg. Auch die Höhe von 1,76 Metern passt ins Segment der großen SUV.

E-Atlas wirkt wie ein Van

Die Silhouette entspricht in etwa der des Roomzz. Die Front wirkt massiv, die typischen ID-Scheinwerfer fallen unter der Peugeot-Tarnung größer aus. Statt Kameras hausen Außenspiegel auf den Türbrüstungen, statt Schiebetüren sind hinten klassische Türen verbaut. Die Fronthaube ist konturiert, die Windschutzscheibe steht flach an, das Dach neigt sich sanft gen Heck.

Hier sind schmale Leuchten und eine abgesetzte Schürze natürlich ohne Abgasanlage zu sehen. Die Heckscheibe beschirmt ein recht großer Dachkantenspoiler. Auffällig an der Seite: Die stark ausgestellten Kotflügel, die auch schon bei der Studie zu sehen waren. Starke Sicken prägen die Seitenansicht darüber hinaus. Wenngleich die D-Säule noch getarnt ist, so dürfte sie dennoch recht breit ausfallen.

Rückblick: Auf der Shanghai Auto Show zeigte Volkswagen die Studie ID. Roomzz, die einen Ausblick auf den großen elektrischen SUV der Marke gegeben hat. Das Außen-Design war glattflächig, die Übergänge zwischen den Karosserieteilen sollten fast nahtlos sein; das verbessert die Aerodynamik.

Variables Sitzkonzept und autonomes Fahren

An der glattflächigen Front betonten horizontale LED-Leisten die Breite, das VW-Logo war ebenfalls beleuchtet. Statt Außenspiegeln hatte die Studie Kameras. Über den 22-Zoll-Rädern wölbten sich kräftig betonte Radläufe. Von der A- bis zur D-Säule zog sich eine aus Aluminium gefertigte Dachlinie. Die vier Türen öffneten elektrisch über Touchleisten und gaben eine breite Öffnung frei – eine B-Säule hatte die Studie nicht. Die Sitze im Interieur konnten variabel angeordnet werden – je nachdem, ob der Fahrer selbst fahren wollte oder der Elektronik das Steuer überließ.

Der ID.Roomzz soll auf Level 4 autonom fahren, der Fahrer kann also zeitweise die Kontrolle abgeben. Das eckige Lenkrad zieht sich dann zurück und die Elektronik übernimmt, wenn der Fahrer länger als fünf Sekunden das VW-Logo im Lenkrad berührt. Aus dem Dach fahren dann Laserscanner aus, die mit spezieller Beleuchtung den autonomen Modus anzeigen. Auch das Interieur verändert sich, es soll mehr einem Wohnraum gleichen. Natürliche Materialien tragen zur Wohnlichkeit bei: Auf dem Boden liegt Fischgrätparkett aus heller Eiche. Für die Nachhaltigkeit sind die Sitze mit einem Stoff bezogen, der zu 20 Prozent aus Resten der Apfelsaftproduktion besteht.

VW ID. Roomzz
E-Auto

Zwei E-Motoren, an jeder Achse einer, sorgen mit einer Systemleistung von 225 kW (306 PS) für einen 6,6-Sekunden-Sprint von 0 auf 100 km/h. Nach WLTP kommt der ID. Roomzz mit 82-kWh-Akku bis zu 450 Kilometer weit. Wichtiger als die Spitze von 180 km/h: Mit 150 Kilowatt lädt der Akku in 30 Minuten auf 80 Prozent. Geladen wird der Akku induktiv oder per Stecker.

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Fazit

VW treibt die Elektromobilität voran. Jetzt testen die Wolfsburger erstmals den noch inoffiziell ID.6 genennten SUV. Der Siebensitzer kommt erst in China, dann auch in den USA und Europa an den Start – und er fällt gewaltig aus: Größer als ein Tesla Model X erreicht er die Ausmaße eines Touareg mit mehr Platz im Innenraum.

Mit dem ID.3 hat VW nun das erste Modell quasi als Elektro-Golf am Start, es folgen der ID.4 und der ID.4 Crozz als Tiguan und Tiguan Coupé. Aber es geht noch weiter mit der ID-Familie. Der Elektro Bus Buzz wartet ebenso, wie eine Passat-Limousine und vielleicht doch noch der ID. Buggy.

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