VW T3 Syncro 16" Campingbus Auktion bringatrailer.com
VW T3 Syncro 16" Campingbus Auktion
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VW T3 Syncro 16" Campingbus Auktion 30 Bilder

VW T3 Syncro 16 Zoll Campingbus-Auktion

Fernweh-Bulli für 24.000 Dollar versteigert

Ein US-Auktionshaus hat einen seltenen VW T3 mit Expeditionsausbau versteigert. Der betagte Allrad-Bus braucht künftig viel Zuneigung.

Rund 22.000 Euro für einen 30 Jahre alten Kastenwagen? Klingt erst einmal verwunderlich, doch es war nicht irgendein Handwerker-Bus, der da am 21. April in New York unter den Hammer kam. In der Versteigerung von "Bring a Trailer", einem auf Klassiker spezialisierten Auktionshaus, wurde ein seltener VW T3 Syncro angeboten.

Die ersten serienmäßigen Allrad-Busse von VW genießen in der Szene einen bemerkenswerten Ruf und sind längst zum Kult geworden. Erst recht, wenn es sich um eine 16-Zoll-Version mit verstärktem Unterbau, serienmäßigen Differentialsperren und größeren Reifen handelt, von denen weniger als 2.200 Stück gebaut wurden – hier haben wir dieses Modell ausführlich vorgestellt.

Gebaut als Messe-Showcar

Genau ein solcher 16-Zoll-Bulli erzielte jetzt diesen bemerkenswerten Versteigerungserlös, obwohl das Auto ausweislich der Fotos aktuell ziemlich liebesbedürftig ist: Beulen, Kratzer und jede Menge Rost zieren den Syncro. Doch dafür kann er eine lange Geschichte erzählen, die ihn noch außergewöhnlicher macht, als es seine seltenen 16-Zoll-Kollegen ohnehin schon sind. Denn er begann seine Weltreise-Karriere als Werkswagen der Volkswagen AG.

Im März 1990 wurde der weiße T3 als Standard-Bus auf die Volkswagen AG in Wolfsburg angemeldet, 49.159 D-Mark kostete das Auto damals offiziell. Noch einmal soviel wurde anschließend jedoch in die Umbauten investiert, denn VW hatte das Fahrzeug als Messe-Ausstellungsstück geplant. Mehrere Umbaufirmen gingen dem Bulli damals ans Blech und unter die Haube, bis er so abenteuerlich dastand, wie er nun verkauft wurde.

Seikel VW T2 T6 Vergleich
Fahrberichte

Der Wohnausbau mit Hubdach und bis zu vier Schlafplätzen wurde bei Special Mobils durchgeführt und stand unter der Prämisse des unbedingten Leichtbaus. Statt schwerem Holz wurden dünne Verbundplatten und viel Alu verwendet, entsprechend wirken die Möbel eher zweckmäßig als charmant. Eingebaut sind neben der Schlafsitzbank, Stauschränken und dem Küchenmodul auch eine aufwendige Wasseraufbereitung mit Katadyn-Filter, um auch abseits der Zivilisation Trinkwasser aus fragwürdigen Quellen gewinnen zu können.

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Zweckmäßiger, leichter Wohnausbau

Der serienmäßig wanderdünige Dieselmotor (1,6-Liter Turbo mit schütteren 70 PS) bekam bereits damals Beine gemacht, bei Schick Turbotechnik bekam der Vierzylinder einen wassergekühlten Ladeluftkühler verpasst, die Leistung stieg auf (immerhin) 93 PS, das Drehmoment auf 177 Newtonmeter. Solcherart bestärkt erreichte der Allrad-Bus die 100-km/h-Marke ohne mehrminütige Wartezeit und lief maximal 130 km/h schnell.

Den optischen Feinschliff dieses besonderen Bus erledigte schließlich die Firma Projektzwo, die dem Offroad-Bulli unter anderem Leichtmetallräder mit Offroadreifen, wuchtige Doppelrohrstoßfänger (jeweils im Laufe der Jahrzehnte abhanden gekommen) sowie einen außenliegenden Reserveradträger, außen angebrachte Sandbleche und riesigeTransportkisten auf dem Dach applizierte. Die kuriose nach außen geführte Luftansaugung mit Zyklonfilter bekam der Bus allerdings erst nachträglich angebaut.

Nach einigen Zwischenstationen landete der Bus vor fünf Jahren bei einem reiselustigen jungen Mann, der ihn wieder auf Vordermann brachte, unter anderem mit einem Tauschmotor. Und den 16-Zoll-Syncro schließlich dazu einsetzte, wofür er 25 Jahre zuvor als Show-Fahrzeug aufgebrezelt wurde: Ganz weit weg fahren (siehe Video). Nach einer ausgedehnten, mehrjährigen Reise durch Südamerika durfte der Pisten-Bulli schließlich in den Ruhestand, er wurde an einen New Yorker Händler verkauft.

Der T3-Syncro-Reisebulli im Video

Quelle: Anja Rapp/Youtube

Genau dieser New Yorker Händler, der den Ex-Weltreise-Bus übernahm, hat den Kult-Kasten nun versteigern lassen. Auf den Käufer, der bei 24.000 Dollar den Zuschlag erhielt, warten einige Einsatzstunden. Denn besser wurde der T3 im Laufe der Jahre nicht (siehe Bildergalerie). Und angesichts der Laufleistung von 313.000 Kilometern ist es ohnehin keine schlechte Idee, den Kasten komplett durchzurestaurieren.

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Fazit

Über 22.000 Euro für einen uralten und schwer rostigen VW-Bus? Normalerweise eine Gelegenheit, um kräftig mit dem Kopf zu schütteln. Doch in diesem speziellen Fall ist auch die Historie wichtig: Ein vom Hersteller als Messe-Showcar aufgebautes Auto bekommt man schließlich nicht an jeder Straßenecke. Erst recht nicht, wenn es sich um eine ohnehin nur rund 2.200 Mal gebaute Kleinserie handelt.

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