Aston Martin Cygnet V8

Kleinwagen mit 436 PS

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Aston Martin hat seinem 3,71 Meter kurzen und 1,92 Meter schmalen Kleinwagen Cygnet auf Wunsch eines Kunden einen 4,7 Liter großen V8 mit 436 PS verpasst. Seine Premiere feiert das Einzelstück auf dem Festival of Speed (2018).

Der 274 Kilometer pro Stunde schnelle und 1.375 Kilogramm schwere Kleinwagen entstammt der Individualisierungsschmiede mit dem James Bond-typischen Namen Q. Knapp 4,3 Sekunden vergehen bis Tempo 100 anliegt. Damit das klappt, werden vom Frontmotor 436 PS und 490 Newtonmeter an die 275 Millimeter breiten 19 Zöller an der Hinterachse übertragen. Nicht vergessen: Der Aston Martin Cygnet ist baugleich mit dem Toyota IQ und fährt normalerweise auf 16 Zoll kleinen Rädern. Die großen und breiten Räder des Cygnet sind zudem dafür verantwortlich, dass die Radhäuser deutlich breiter ausfallen, als in der Serienversion.

Doch das sind natürlich nicht die einzigen Veränderungen, die an dem V8-Kleinwagen vorgenommen wurde. Ihm wurde zudem neben einem Überrollbügel ein verstellbarer Fahrer- und ein fixierter Beifahrersitz sowie ein Vierpunkt-Gurt-Rückhaltesystem eingepflanzt. Gleichzeitig musste der komplette Vorderwagen umgebaut werden, damit der 4,7 Liter große V8-Motor, der im Übrigen aus der 2017 ausgelaufenen Vorgängerversion des Aston Martin Vantage S stammt und den 1,3 Liter-Benzinmotor mit 98 Serien-PS ersetzt, überhaupt in den Cygnet passt. Die Gangwechsel übernimmt ein Siebengang-Automatikgetriebe, dessen Getriebetunnel neu entwickelt und ebenfalls neu gefertigt werden musste. Die gelben Bremssättel sorgen für eine angemessene Verzögerung.

Zwei USB-Ports durften natürlich nicht fehlen

Aston Martin Cygnet, Fahrt, Seitenansicht, von hinten Aston Martin Cygnet Fahrbericht Japan-Mini im Nobellook

Im Innenraum fallen neben dem Käfig und den Sitzen das abnehmbare Lenkrad in Alcantara auf. Der 1,50 Meter hohe Zweisitzer bringt 1.375 Kilogramm auf die Waage und verfügt über einen 30 Liter fassenden Treibstofftank, der angesichts der Fahrzeugleistung recht flott leer gesaugt sein dürfte. Überraschend ist die Tatsache, dass noch zwei USB-Anschlüsse im recht eng bemessenen Innenraum Platz gefunden haben. Die zwei zentral positionierten Abgasendrohre runden den sportlichen Auftritt des perfekten Stadt-Kleinwagens ab.

Als Basis für den in Buckinghamshire Green lackierten V8 Cygnet durfte ein rechtsgelenkter Serien-Cygnet herhalten. Ein Fahrzeug, das ursprünglich als Zweitwagen für die solvente Aston Martin-Kundschaft und zugleich als kleine Unterstützung bei der Erreichung des Flottenverbrauchs-Ziel gedacht war. Doch statt eines glorreichen Erfolgs haben die Briten die Produktion nach rund 800 Exemplaren im Jahre 2013 eingestellt. Ein Grund dafür war unter anderem die sehr lange Wartezeit (auto motor und sport berichtete). Startete die Preisliste zum damaligen Zeitpunkt bei knapp 37.995 Euro (die auf 100 Exemplare limitierte Launch-Edition kostete 48.995 Euro), werden heute Preise von 42.000 bis fast 50.000 Euro aufgerufen. Dafür gibt es aktuell fast zehn gebrauchte Toyota IQ.

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