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Land Rover Defender 2019

Der Landy kehrt zurück!

Erlkönig Land Rover Defender Foto: Stefan Baldauf 25 Bilder

Der Defender kehrt zurück – wir haben die ersten Erlkönig-Bilder und Infos zur neu aufgelegten Gelände-Ikone, die voraussichtlich noch in diesem Jahr debütieren wird.

11.01.2018 Torsten Seibt 1 Kommentar Powered by

Liebling, ich habe den Range Rover geschrumpft? Bauen die Briten nun einen noblen Mini für die Stadt? Keineswegs. Was unser Erlkönig-Fotograf hier erstmals abgeschossen hat, ist ein sogenannter Muletto, ein Technologie-Träger. Und der beweist: In das Thema Defender-Nachfolger kommt endlich Bewegung! Solche Mulettos nutzt die Autoindustrie am Beginn der Fahrerprobung einzelner Komponenten neuer Fahrzeuge, bevor in einem nächsten Schritt die kommende Karosserie, noch stark getarnt, für die weiteren Vorserientests verwendet wird.

Im speziellen Fall handelt es sich um einen Range Rover Sport, dessen Radstand und Karosserie stark gekürzt wurde, um die ersten Fahrversuche mit der Technik des kurzen Dreitürer-Defender, Nachfolger des Defender 90, zu unternehmen. Die Defender-Produktion endete im Januar 2016, seitdem warten die Fans auf einen Nachfolger.

Land Rover Defender 2019

Dass bis auf das Markenemblem praktisch nichts mehr an den bisherigen Land Rover Defender und seine fast 70 Jahre währende Ahnengalerie erinnern wird, ist amtlich. Die Umstellung auf eine Einheitsplattform, deren Variationen auch den neuen Discovery und diverse Range Rover-Modelle tragen, ist ebenfalls klar. Für den Defender bedeutet das eine Aluminium-Monocoque-Bauweise mit Einzelradaufhängung, also auch den Verzicht auf einen robusten Leiterrahmen oder wenigstens eine hintere Starrachse. Beides Details, die Mercedes mit dem neuen G und Jeep mit dem neuen Wrangler beibehält.

Land Rover Defender / DC100 Concept Foto: Land Rover
Mit dem DC100-Concept hatte Land Rover bereits einen ersten Fingerzeig zur kommenden Optik gegeben.

Wir erwarten, dass der neue Defender künftig gemeinsam mit dem Discovery in einem neuen Produktionswerk in Osteuropa vom Band laufen wird. 2016 hatte Land Rover bekannt gegeben, in der Slowakei ein neues Produktionswerk für bis zu 300.000 Fahrzeuge jährlich zu eröffnen – das wäre maßgeschneidert für den neuen Defender. Entsprechend wird sich der neue „Landy“ nicht nur den Unterbau, sondern auch die Antriebstechnik mit dem Discovery teilen, also von den Zweiliter-Ingenium-Vierzylindermotoren angetrieben werden. Die vorhandene Geländetechnik mit vielen Offroad-Assistenzsystemen soll durch gegenüber dem Discovery verbesserte Werte bei Bodenfreiheit sowie Böschungs- und Rampenwinkeln optimiert werden.

Erste Versuche, die neue Optik im Kundenzuspruch zu erproben, hatte Land Rover mit dem DC100-Concept unternommen. Insider berichten, dass die Reaktionen eher durchwachsen waren und deshalb nochmals ein neues Designkonzept angegangen wurde. Dieses wird dem kommenden Defender im Vergleich zum Discovery eine deutlich größere Bauhöhe mit einer sehr kastigen, senkrecht abfallenden Heckpartie bescheren, während an der Front Designmerkmale der aktuellen Baureihen (Scheinwerfer, Kühlergrill) mit einer etwas steiler stehenden „Nase“ kombiniert werden.

Land Rover Defender wieder in mehreren Varianten

Es sollen wieder mehrere Defender-Modelle entstehen, nämlich wie früher ein kurzer, besonders geländetauglicher Nachfolger des Defender 90 sowie ein längerer, nutzwertiger Erbe des Defender 110. Ferner sind Softtop- und fest aufgebaute Blechkarosserien sowie eine Pickup-Variante des langen Modells denkbar. Ein Nachfolger für den extralangen 130er-Defender ist derzeit noch nicht in Sicht.

Der zweimillionste Land Rover Defender Foto: Land Rover
Im Januar 2016 lief der letzte echte Defender vom Band.

Eine veritable Durststrecke jedenfalls, eine ungewöhnliche zumal. Denn es ist ausgesprochen unüblich, dass ein Autohersteller beim Wechsel von einer Modellgeneration zur nächsten mehrere Jahre ins Land gehen lässt. In jedem Fall dauert es noch länger, bis die Defender-Fans weltweit den neuen Land Rover Defender in Augenschein nehmen können.

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Neuester Kommentar

Tut mir in der Seele weh, dass es den Defender nicht mehr gibt, auch wenn ich Verständnis dafür habe, dass man vermutlich weit weg gewesen ist von aktuellen Produktionsstraßen und modularen Bauteilen.

Aber der Defender war auch ein unverwechselbares Imageprodukt, das man nicht unbedingt nur in Kosten rechnen konnte.

Manfred S. 13. Januar 2018, 12:19 Uhr
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