03/2020, 1972 Austin Mini Pickup RM Sotheby's
03/2020, 1972 Austin Mini Pickup
03/2020, 1972 Austin Mini Pickup
03/2020, 1972 Austin Mini Pickup
03/2020, 1972 Austin Mini Pickup 8 Bilder

1972er Austin Mini Pickup

Pritschenwagen mit Knuddelfaktor

Ja, den Austin Mini gab es seinerzeit offiziell als Pickup. Ende Oktober 2020 versteigerte RM Sotheby's ein solches Exemplar als Teil der Elkhart Collection in Indiana, USA. Er wurde für 33.600 Dollar, umgerechnet 28.440 Euro, verkauft.

Der klassische Mini ist immer wieder für Überraschungen gut. Zum Beispiel, wenn man persönlich feststellt, wie geräumig der Innenraum des winzigen Dreitürers ist. Aber auch in Bezug auf seinen Variantenreichtum verblüfft der kleine Brite immer wieder. Es gab ihn neben der klassisch geformten Version auch als Kombi (Clubman), Stufenheck-Limousine (Riley Elf und Wolseley Hornet), Lieferwagen (Mini Van) sowie als Spaß-Buggy (Moke). Und, ganz offiziell, als Pritschenwagen.

Viel Arbeit und Liebe investiert

Der Austin Mini Pickup wurde von 1961 bis 1983 gefertigt und basierte auf dem Chassis mit langem Radstand. Bei einer Länge von 3,40 Meter (mit offener Heckklappe) wog er nur 680 Kilogramm. Insgesamt sollen über 58.000 Exemplare produziert worden sein. Eines davon kam Ende Oktober zur Auktion: RM Sotheby's versteigerte im gleichnamigen Ort in Indiana die Elkhart Collection, die nicht nur aus den üblichen Hochpreis-Klassikern, Sportwagen und US-Oldies bestand, sondern auch mit einigen Kuriositäten glänzte. Kleinwagen zum Beispiel oder Militär- und Amphibien-Fahrzeuge.

03/2020, 1972 Austin Mini Pickup
RM Sotheby's
Der Innenraum des Austin Mini Pickup wurde hübsch und hochwertig eingerichtet.

Und viele Exemplare des britischen Herstellers Austin, aus denen der 1972er Mini Pickup definitiv herausstach. In den bisher immerhin schon 78.090 Meilen (knapp 125.700 Kilometer) gelaufenen Lieferwagen wurde viel Arbeit und Liebe investiert. Das zeigt allein schon die hochwertig mit Holz ausgekleidete Ladefläche, auf der das Ersatzrad mit Pirelli-Bereifung angebracht ist. Ähnlich edel wirkt der Innenraum mit roten Teppichen, Sitzen samt Lederüberzug in Rot und Beige und Holzvertäfelung am Armaturenbrett.

Leistungsgesteigerter 1.275-Kubikzentimeter-Motor

Weitere Besonderheiten sind die tropfenförmigen Außenspiegel im Talbot-Stil, das dreispeichige Mountney-Sportlenkrad und der im Handschuhfach des Fahrers versteckte Drehzahlmesser. Für den passenden Sound sorgen ein Clarion-CD-Radio sowie die passenden Blaupunkt-Lautsprecher im Armaturenbrett. Die Zwölf-Zoll-Felgen tragen Falken-Reifen im Format 165/60 R12.

Motorseitig kommt der große, mit 1.275 Kubikzentimetern gesegnete Vierzylinder-Benziner mit SU-Doppelvergaser zum Einsatz. Der Motor leistete ab Werk 55 PS und stellte maximal 94 Newtonmeter zur Verfügung. Der angebotene Austin Mini Pickup kommt dagegen auf 68 PS und bis zu 104 Newtonmeter. Die Kraft überträgt ein manuelles Viergang-Getriebe auf die Vorderräder.

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399 Mal abgestimmt
Beim Austin Mini Pickup ...
... könnte ich direkt schwach werden. Welch cooles Auto.
... muss ich gegen einen Würgereiz ankämpfen. Furchtbar.

Fazit

Der putzige Brite mit Pritsche hat vermutlich einen Liebhaber gefunden, der eher am typischen Mini-Fahrspaß als an maximaler Nutzlast interessiert ist. Ein originelles Auto mit Nutzwert und Aufmerksamkeitsfaktor hat er in jedem Fall bekommen. Ein Schnäppchen war der Mini-Pickup mit einem Preis von umgerechnet 28.440 Euro allerdings wirklich nicht.

Austin Mini
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