Chevrolet Corvair 95 Rampside (1962) Simon Laufer/RM Sotheby's
Chevrolet Corvair 95 Rampside (1962)
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Chevrolet Corvair 95 Rampside (1962)
Chevrolet Corvair 95 Rampside (1962) 19 Bilder

Chevrolet Corvair 95 Rampside (1962) Auktion

Chevrolet Corvair 95 Rampside (1962) Auktion US-Bulli mit Sechszylinder und Seitenklappe

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RM Sotheby's versteigert einen der coolsten Pick-ups der 60er: Den Chevrolet Corvair Rampside hat, wovon Bulli-Fans träumen: einen Sechszylinder-Boxermotor im Heck und eine extrem niedrige Ladekante.

Ein großer Erfolg war der von 1961 bis 1964 gebaute Corvair Pickup nicht: Nach knapp 11.000 Exemplaren im Startjahr 1961 verkaufte Chevrolet im Folgejahr nur noch 4.471 Rampside und Loadside. Der Unterschied: Der Rampside hat eine seitliche Laderampe, der Loadside kann durch eine Tür in der rechten Bordwand beladen werden. Ein praktisches Detail, das sich VW beim Bulli sparte. Der Transporter von VW hatte – zumindest als Pick.up eine durchgehend ebene Ladefläche. Chevrolet hingegen stufte das Ladeabteil ab; der Boxermotor erforderte, genau wie bei den geschlossenen VW Transportern, eine erhöhte Ladefläche im Heck.

Sechszylinder-Boxer im Heck

Chevrolet Corvair 95 Rampside (1962)
Simon Laufer/RM Sotheby's
Davon träumten Fahrer eines VW Bulli: Sechszylinder Boxer mit 81 PS.

Weil der R-1254, so die interne Bezeichnung des Pick.ups, vom Chevrolet Corvair abstammt, sitzt ein Sechszylinder-Boxermotor hinter der Hinterachse. Luftgekühlt. Das gab es 1962 noch nicht einmal bei Porsche. Dem Zweck als Nutzfahrzeug entsprechend war die Leistungsausbaute des Corvair-Sechszylinders mit 81 PS eher zivil. Wichtiger ist sicherlich das Drehmoment: 173 Newtonmeter liefert der 2,4-Liter-Motor über ein Dreiganggetriebe an die Hinterachse.

In den USA günstiger als ein VW Bus

Chevrolet Corvair 95 Rampside (1962)
Simon Laufer/RM Sotheby's
Praktsches Detail: seitliche Laderampe am Corvair Pickup.

Vier Gänge kosteten 65 US-Dollar extra, eine Powerglide-Automatik gab es für 155 Dollar Aufpreis. Der Basispreis lag 1962 bei 2.140 US-Dollar. In der Schweiz kostete die Personenwagenvariante Greenbrier Wagon etwa das Doppelte eines VW Bus. Der war allerdings mit seinem Vierzylinder-Boxermotor weniger leistungsfähig. In den USA war der Greenbrier Wagon billiger als das Importmodell aus Hannover.

Konkurrenz von den C-Series Pickups

Pick.ups der C-Series machten dem Corvair-Rampside Konkurrenz. Weil sich vor allem Flottenkunden zurückhielten, lief der Rampside nicht lang. Schade, denn technisch war der Pickup durchaus interessant: Das niedrige Leergewicht von 1.225 Kilogramm verteilt sich leicht hecklastig zu 53 Prozent auf die hintere und 47 Prozent auf die vordere Achse. Kompakt ist der Pick.up außerdem: 4,57 Meter Länge und das quadratische Höhe-Breite-Verhältnis von 1,78 Meter auf 1,78 Meter entsprechen heute einem Auto der Kompaktklasse.

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Fazit

Der Preis hingegen dürfte alles andere als kompakt sein: Voriges Jahr hat RM Sotheby’s in den USA einen Rampside Pickup für 50.000 US-Dollar, umgerechnet 42.000 Euro, versteigert. Das orange Exemplar, das nun zum Verkauf steht, ist in der Schweiz für 60.000 Franken inseriert. RM Sotheby’s versteigert ihn online zwischen 19. und 27. Februar während der Open Roads-Auktion.

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