Ein außergewöhnlicher Citroën 2CV aus dem Jahr 1967, der einst im Besitz der Schauspielerin und Unternehmerin Christine Brinkley war, kommt am 23. Januar 2026 bei einer Auktion in Scottsdale unter den Hammer. Den Schätzpreis des Fahrzeugs hat das Auktionshaus Bonhams auf 40.000 bis 60.000 US-Dollar (ca. 34.000 bis 51.000 Euro) festgelegt. Auf dem deutschen Markt liegt der Wert eines Fahrzeugs mit vergleichbaren Eckdaten in gutem Zustand laut der Liste von Classic-Analytics bei 12.300 bis 16.700 Euro.
Citroën 2CV aus prominentem Vorbesitz
Der Citroën 2CV, Baujahr 1967 (Chassis-Nr. 7080428), hat eine besondere Geschichte, die ihn zu einem außergewöhnlichen Sammlerstück macht. Ursprünglich gehörte das Fahrzeug dem Supermodel und Unternehmerin Christie Brinkley, die es als persönliches Geschenk von ihrem damaligen Ehemann, dem Musiker Billy Joel, erhielt. Ende der 1990er Jahre erwarb der derzeitige Besitzer das Fahrzeug direkt von Brinkley. Seither wurde der 2CV mit großer Sorgfalt gepflegt und blieb stets ein geschätztes Sammlerstück und Gesprächsstarter.
Die zweifarbige Gelb-Blau-Lackierung des Fahrzeugs, kombiniert mit einem blauen Vinyl-Dach, sorgt für eine auffällige und fröhliche Optik. Trotz einiger kosmetischer Mängel, wie leichter Risse im Rolldach, weist das Auto eine authentische Patina auf. Im Bestzustand ist das Auto nicht. Ein Windowsticker mit dem Namen von Billy Joel belegt den prominenten Vorbesitz.
Der Motor: 2 Zylinder, 425 Kubik, 12 PS
Der 2CV ist mechanisch in gutem Zustand und wurde für den Verkauf umfassend überholt. Zu den durchgeführten Arbeiten gehören eine neue Starterbatterie, eine Kontrolle der Zündung und eine Spülung des Kraftstoffsystems. Der luftgekühlte Zweizylinder-Boxermotor läuft laut Bonhams zuverlässig. Über ein Viergang-Schaltgetriebe treibt der 425-Kubik-Motor die Vorderräder an. Die Leistung liegt bei bescheidenen 12 PS.
Der 2CV: Minimalmobil mit Kultfaktor
Der Citroën 2CV wurde erstmals 1948 der Öffentlichkeit vorgestellt und wurde rasch zu einem der bekanntesten Fahrzeuge der Nachkriegszeit. Als Antwort auf die praktischen Bedürfnisse der französischen Landbevölkerung wurde der 2CV mit dem Ziel entwickelt, ein Auto zu schaffen, das vier Erwachsene und bis zu 50 Kilogramm Ladung über unbefestigte Straßen transportieren konnte – bei niedrigen Betriebskosten.
Die federleichte Bauweise, das komfortable Fahrwerk und das Rolldach machten den 2CV zu einem perfekten Fahrzeug sowohl für städtische als auch ländliche Umgebungen. Während es in erster Linie als Nutzfahrzeug konzipiert wurde, avancierte der 2CV schnell zu einem Symbol für Gleichberechtigung in der Mobilität und den Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg.
Citroën 2CV: Ein globaler Erfolg
Während der langen Bauzeit (1948 bis 1990) verbesserte Citroën den 2CV kontinuierlich. Ab 1970 gab es einen 602-Kubik-Motor mit 29 PS und ab 1981 Scheibenbremsen an der Vorderachse. Dies verstärkte den Ruf des 2CV als wendiges, nahezu unzerstörbares Fahrzeug. Trotz seines minimalistischen Designs eroberte der 2CV das Herz vieler Autofahrer und wurde weltweit zur Ikone der Mobilität. Dank seines außergewöhnlichen Fahrverhaltens, seiner hohen Wirtschaftlichkeit und des günstigen Unterhalts wurde der 2CV schnell international populär. Besonders in den 1960er Jahren fand der Wagen selbst in den USA viele Anhänger. Als am 27. Juli 1990 im portugiesischen Mangualde die letzte Ente vom Band rollte, hatte Citroën 5,1 Millionen 2CV gebaut.












