Maserati Biturbo (1981-1994) Kaufberatung

Nix für Bausparer

Maserati Biturbo 228 Foto: Frank Herzog 11 Bilder

Vom Maserati Biturbo gibt es 32 Varianten, Karif, Ghibli und Shamal mitgerechnet. Da fällt es schwer, den Richtigen zu finden. Besonders riskant sind die 2,5-Liter-Vergaser-Modelle, der 228 bleibt in der Summe erste Wahl.

Karosserie-Check

Sogar die C-Säulen früher Maserati Biturbo rosten, erst ab 1986 besserte sich der Korrosionsschutz. Sicherheitshalber sollte man auch rostfreien Italien-Importen, die den Markt dominieren, eine Hohlraumversiegelung gönnen. Autos, die der Gilb bereits im Griff hat, fallen durch harmlos aussehende Lackblasenbildung auf. Betroffen sind die Kanten der vorderen Kotflügel, die Türböden sowie die hinteren Radläufe.

Auf verstopfe Bohrungen für die Wasserabläufe achten. Feuchtigkeit im Inneren des Maserati Biturbo ist ein Indiz für ausgetrocknete und geschrumpfte Gummidichtungen. Das edle Interieur nimmt Sonnenbestrahlung besonders übel. Holz, Leder und die braunen Velourspolster der ersten Serie sehen dann besonders verwohnt aus. Ersatz ist teuer und selbst gebraucht kaum lieferbar.

Technik-Check

Der Einspritz-Dreiventiler Maserati Biturbo 228 und die Vierventiler mit je zwei obenliegenden Nockenwellen pro Zylinderbank gelten als beste Empfehlung. Die moderate Literleistung von 80,5 PS macht den 228 besonders alltagstauglich, der Zahnriemenwechsel sollte alle 40.000 km erfolgen, ein vollgestempeltes Wartungsheft zahlt sich aus. Denn neben sorgfältiger Behandlung wie behutsames Warm- und Kaltfahren brauchen die kapriziösen Hochleistungsmotoren ihre vorgeschriebene Wartung.

Konstruktiv sind die 90-Grad-V6-Alu-Motoren des Maserati Biturbo für hohe Laufleistungen ausgelegt und markentypisch robust. Ein kleiner Trost: Die Ferrari-Achtzylinder, siehe auch Lancia Thema 832, sind im Unterhalt deutlich kostspieliger.

Preise

Laut classic-tax sind für einen Maserati Biturbo im Zustand 2 rund 9.900 Euro fällig. Mäßige Exemplare gibt es für rund 2.900 Euro.

Bei Einführung 1983 (Maserati Biturbo)
49.500
Bei Produktionsende 1993 (Maserati 228)
106.520

Ersatzteile

Typisch für die Kleinserienautos exklusiver Marken ist das hohe Preisniveau der Ersatzteile, der Maserati Biturbo und seine Verwandten machen da keine Ausnahme. So kostet ein Vorderkotflügel etwa 800 Euro, für einen simplen Motordichtsatz werden 300 Euro verlangt. Die Mitgliedschaft im Biturbo-Club ist Voraussetzung, um diese Exoten wirtschaftlich zu erhalten.

Schwachpunkte

  1. Ölversorgung Nockenwellen
  2. Zahnriemenantrieb
  3. Turbolader der 1. Serie bis 1985
  4. Vergasereinstellung Weber
  5. Ölverlust am Lenkgetriebe
  6. Elektrik- und Elektronikmängel
  7. Rost an Kotflügeln vorn
  8. Frontscheibenrahmen
  9. Schweller und Türböden
  10. Radläufe und Endspitzen
Maserati Biturbo 228, Grafik

Wertungen

Alltagstauglichkeit
Ersatzteillage
Reparaturfreundlichkeit
Unterhaltskosten
Verfügbarkeit
Nachfrage

Fazit

Vom Maserati Biturbo gibt es 32 Varianten, Karif, Ghibli und Shamal mitgerechnet. Da fällt es schwer, den Richtigen zu finden. Besonders riskant sind die 2,5-Liter-Vergaser-Modelle, der 228 bleibt in der Summe erste Wahl.

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