Autopilot FSD nur noch im Abo: Tesla ändert die Regeln

Tesla zieht beim „Autopiloten“ die Reißleine
FSD nur noch im Abo

ArtikeldatumVeröffentlicht am 16.01.2026
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Tesla Full Self Driving FSD Europa
Foto: Tesla

Tesla wird sein Fahrerassistenzsystem Full Self-Driving ab Mitte Februar 2026 nicht mehr als einmalige Kaufoption anbieten. Das kündigte Konzernchef Elon Musk an – natürlich auf seinem Kurznachrichtendienst X. Nach dem 14. Februar endet der Verkauf von FSD endgültig, anschließend soll der Zugriff auf die Software ausschließlich über ein monatliches Abonnement möglich sein. Damit beendet Tesla auch die bislang regelmäßig verlängerte Möglichkeit, bereits gekaufte FSD-Lizenzen kostenlos auf neu erworbene Fahrzeuge zu übertragen.

Auch Bestandskunden müssen Abo abschließen

Bisher konnten Tesla-Kunden FSD in den USA für 8.000 Dollar (aktuell umgerechnet zirka 6.900 Euro) erwerben, in Deutschland liegt der Preis für die "Volles Potenzial für autonomes Fahren"-Option bei 7.500 Euro (Stand Januar 2026). In den Vereinigten Staaten existierte zusätzlich ein Abonnementmodell für 99 Dollar (85 Euro) pro Monat. Käufer der Kaufoption konnten das System über viele Jahre nutzen und bei Fahrzeugwechseln auf neue Modelle mitnehmen, sofern Tesla entsprechende Transferaktionen anbot. Diese Praxis entwickelte sich in den vergangenen Jahren zu einem festen Verkaufsanreiz, der nur zeitweise unterbrochen wurde.

01/2026 Elon Musk Statement Tesla FSD
Screenshot X

Mit dem angekündigten Stopp des Verkaufs entfällt diese Möglichkeit. Für neue und bestehende Tesla-Besitzer ohne bereits erworbene FSD-Lizenz bleibt künftig nur noch der Weg über ein Abonnement. Offen ist bislang, ob der monatliche Preis unverändert bleibt und ob die Umstellung weltweit gilt. In Europa sind zentrale FSD-Funktionen weiterhin nicht zugelassen, weshalb das Angebot dort bislang nur eingeschränkt nutzbar ist.

Parallel zur Abkehr vom Einmalkauf bereitet Tesla die Einführung einer weiterentwickelten FSD-Version vor, die ohne permanente Fahrerüberwachung auskommen soll. Diese Variante bildet die Grundlage für Teslas geplante Robotaxi-Plattform, bei der private Fahrzeuge zeitweise als autonom fahrende Taxis eingesetzt werden können – die Umsetzung dieser Technik hatte Musk allerdings schon für das Jahr 2020 angekündigt. Teilnehmer sollen ihre Fahrzeuge in eine Flotte einbinden und Einnahmen erzielen, während Tesla einen Anteil für Betrieb und Zahlungsabwicklung einbehält.

Unterschiedliche Abos denkbar

Im Zuge dieser Pläne wird auch über ein gestaffeltes Preismodell für FSD-Abonnements spekuliert. Demnach könnten Fahrzeuge mit älterer Autopilot-Hardware der dritten Generation ein günstigeres, funktional eingeschränktes Abonnement erhalten, während neuere Modelle mit HW4-Hardware-Zugang erweiterte Funktionen bekommen. Ebenso denkbar ist eine Trennung zwischen vom Fahrer überwachten und unüberwachten FSD-Versionen mit unterschiedlichen Preisen.

Die Umstellung betrifft auch Kunden, die FSD vor Jahren für Fahrzeuge mit älterer Hardware gekauft haben. Diese Modelle erfüllen nicht alle Voraussetzungen für aktuelle FSD-Generationen. In der Vergangenheit hatte Tesla in solchen Fällen wiederholt kostenlose Übertragungen auf Neufahrzeuge ermöglicht, eine Praxis, die mit dem Ende des FSD-Verkaufs ebenfalls ausläuft.

Fazit