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E-Auto Ratgeber für den Alltag

E-Auto-Ratgeber Wie alltagstauglich sind reine Stromer wirklich?

Laden zu Hause und unterwegs, reduzierte Dienstwagensteuer, Batterien und Elektroautoförderung: Was Autofahrer über Elektromobilität wissen sollten.

Wallboxen im Paket

Zwar lässt sich ein Elektroauto auch mit dem serienmäßigen Ladekabel an einer haushaltstypischen Schukosteckdose aufladen – als Dauerlösung ist das jedoch nur semioptimal. Im Idealfall entscheidet man sich also für eine Wallbox, die hohe Leistungsfähigkeit (bis zu 22 kW) und Vernetzungskomfort kombiniert.

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Mit der Connected Wallbox bietet Fiat als Sonderausstattung eine solche Wallbox, die via App gesteuert und auch vom Netzanbieter überwacht werden kann.

Mit der Connected Wallbox bietet Fiat als Sonderausstattung eine solche Wallbox, die via App gesteuert und auch vom Netzanbieter überwacht werden kann. Damit erfüllt die rund 1.200 Euro teure Box die KfW-Förderrichtlinien des im Herbst 2020 angelaufenen Programms, das bis zu 900 Euro Zuschuss bringt (Infos dazu auf kfw.de). Abhängig von den Voraussetzungen in der Haustechnik fällt die Rechnung des Elektrikers für die Installation aus. Als Plug-and-Play-Lösung eignet sich die 400 Euro teure easy Wallbox, die einfach eingesteckt wird. Ein Check durch den Elektriker wird empfohlen. Passt er zusätzlich die Anschlussdose an, sind 4,5 kW Ladeleistung möglich.

So viel bringt die E-Förderung

Durch die im Sommer 2020 beschlossene Innovationsprämie hat sich die staatliche Förderung beim Kauf oder Leasing von reinen Stromern verdoppelt. Um 9.000 Euro senkt die Prämie den Kaufpreis eines E-Autos bis zu einem Nettolistenpreis von 40.000 Euro – 3.000 Euro steuert der Hersteller bei, 6.000 Euro werden über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (genaues Prozedere unter www.bafa.de) nachträglich ausgezahlt. Zusätzlich spart der Käufer noch Mehrwertsteuer in Höhe von 570 Euro auf den Hersteller(netto)zuschuss. Achtung: Bei Leasingverträgen unter 24 Monaten Laufzeit halbiert sich der staatliche Zuschuss, unter einem Jahr gibt es sogar nur 1.500 Euro.

Dienstwagen? Reduzierte Steuerlast

Ein Dienstwagen, der privat genutzt werden kann, spart eine Menge Geld bei Anschaffung und Betriebskosten – erhöht aber die Steuerlast. Hier punkten Elektrofahrzeuge, denn für sie gelten günstigere Regeln. Bei der Pauschalabrechnung für einen Verbrenner erhöht sich das Gehalt monatlich um 1 % des Fahrzeug-Listenpreises plus 0,03 % pro Kilometer Arbeitsweg. Bei einem 30.000 Euro teuren Auto und 20 Kilometern täglich versteuert man so 5.760 Euro zusätzlich. Bei einem batterieelektrischen Fahrzeug, das weniger als 60.000 Euro kostet, rechnet man mit 0,25 %. Damit ergibt sich für das oben gewählte Beispiel ein geldwerter Vorteil von 1.440 Euro im Jahr, der mit dem individuellen Steuersatz versteuert wird.

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Laut Herstellerangaben kommt der neue Fiat 500 in der Stadt auf eine Reichweite von 458 Kilometern. Das liegt über 50 Kilometer über dem Branchendurchschnitt.

Wie lange halten die Akkus eines E-Autos?

Die in etlichen Berechnungen des ökologischen Footprints von E-Fahrzeugen unterstellte Batterielebensdauer von maximal 150.000 Kilometern hat sich als eher steile These entpuppt – die Akkus bringen zum Teil das Mehrfache an Kilometern. Allerdings belasten sportliche Fahrweise und häufiges Laden am Schnelllader sie mehr als langsames Aufladen an der Wallbox. Auch ist es bei sehr hohen Außentemperaturen besser, wenn die Akkus nicht komplett voll sind – oder bei Eiseskälte leer. Fiat übernimmt für acht Jahre oder 160.000 Kilometer die Garantie, dass die Antriebsbatterie mit 42 kWh noch mindestens 70 Prozent ihrer Kapazität aufweist, bei der kleinen Batterie sind es fünf Jahre und 100.000 Kilometer.

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Technik erklärt

Laden mit App

Das Ladesäulennetz in Deutschland wird immer dichter geknüpft. Knapp 22.000 Ladestationen wies das Statistische Bundesamt Anfang 2021 aus, das sind rund 3.000 mehr als noch vor zwölf Monaten. An rund 4.500 Schnellladepunkten lässt sich inzwischen Strom mit einer Leistung zwischen 50 und 350 kW in die Akkus packen. Ladesäulen finden, Ladevorgang starten und auch bezahlen, dabei helfen eine Reihe von Apps (Siehe Bilderstrecke).

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