Für wen eignen sich E-Autos 2026 im Winter? Fakten für Käufer

Winterreichweite von E-Autos im ADAC-Test
Für wen reicht ein E-Auto im Winter?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 20.01.2026
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Renault Twingo E-Tech Electric Serienauto Elektro-Kleinwagen
Foto: Groupe Renault / DPPI Production

Die Herausforderungen für Elektroautos im Winter

Elektroautos benötigen im Winter deutlich mehr Energie als bei milden Temperaturen. Neben der Beheizung des Innenraums muss auch der Akku selbst auf Betriebstemperatur gebracht werden, was besonders auf Kurzstrecken zu einem hohen Energieverbrauch führt. Laut ADAC liegt der Mehrverbrauch im Winter bei durchschnittlich 70 Prozent, in einigen Fällen sogar bei einer Verdopplung. Dies zeigt, dass die Reichweitenangaben aus dem Sommer oder dem WLTP-Zyklus im Winter nur eingeschränkt übertragbar sind.

Modelle mit besonders geringer Winterreichweite

Am unteren Ende der Winterreichweiten-Skala steht der Renault Kangoo E-Tech Electric. Von seiner Sommerreichweite von rund 250 Kilometern bleiben bei -7 Grad nur noch etwa 125 Kilometer übrig. Auch der Dacia Spring, ein günstiger Elektro-Kleinwagen, kommt bei diesen Temperaturen lediglich auf 140 Kilometer. Für den urbanen Einsatz mag das genügen, doch auf längeren Strecken stößt er schnell an seine Grenzen. Der MG5 Maximum Range und der Cupra Born zeigen ebenfalls deutliche Einbußen und kommen im Winter auf unter 200 Kilometer Reichweite.

Effiziente Modelle und ihre Grenzen

Selbst als effizient geltende Modelle wie das Tesla Model 3 sind vor dem Wintereffekt nicht gefeit. Im ADAC-Test verliert das Model 3 rund 40 Prozent seiner Reichweite und kommt bei -7 Grad auf etwa 240 Kilometer. SUVs und Crossover wie der Audi Q4 e-tron 50 oder der BYD Atto 3 schneiden mit gut 270 Kilometern etwas besser ab, zeigen jedoch ebenfalls, dass eine große WLTP-Reichweite kein Garant für gute Winterwerte ist.

Tipps für den Alltag

Der ADAC empfiehlt, im Winter besonders auf eine vorausschauende Planung zu achten. Vorheizen während des Ladevorgangs kann helfen, Energie zu sparen, ebenso wie eine durchdachte Routenplanung mit ausreichend Reserve. Für Berufsgruppen wie Handwerker oder Lieferdienste, die häufig kurze Strecken fahren, ist die Wahl eines Modells mit möglichst geringer Kälteempfindlichkeit besonders wichtig.

Fazit