Automatischer Notruf via Handgelenk und Hosentasche Fotolia, Apple
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Unfallerkennung per Smartphone und Smartwatch

Apple entwickelt eCall für iPhone und Apple Watch Automatischer Notruf via Handgelenk und Hosentasche

Schon seit der Apple-Watch-Serie 4 bietet der Tech-Konzern eine Sturzerkennung an, mit der ein Notruf abgesetzt werden kann. Mit der neuen Apple Watch 8 und dem neuen iPhone 14 soll jetzt auch eine Crash-Erkennung für Autounfälle folgen, die automatisch einen Notruf auslöst.

Die ersten Minuten nach einem Unfall sind entscheidend. Im Fall der Fälle ist also jede Hilfe recht – und die soll ab sofort auch vom iPhone 14 und der Apple Watch Series 8 kommen. Hierzu wurde jetzt eine Funktion angekündigt, die bei einem Autounfall automatisch einen Notruf absetzen soll. Im Grunde bekommen Apples Smartphone und Smartwatch damit einen eCall verpasst, der seit 2018 in allen neuen Fahrzeugen bereits Pflicht ist.

In Europa soll der Notruf über das Mobilfunknetz, also über die SIM oder eSIM des Smartphones abgesetzt werden. In den USA und Kanada kann der Notruf zudem über das Globalstar Satellitennetzwerk verschickt werden, um die Einsatzkräfte zu rufen.

Apple
In den USA und Kanada können die Notrufe zudem über das Satellitennetzwerk Globalstar abgesetzt werden. In Europa braucht es eine Mobilfunkverbindung.

1 Million Stunden Fahr- und Unfalldaten

Um einen Crash zu erkennen, hat Apple verschiedene Unfall-Situationen analysiert und einen Algorithmus entwickelt, der Front- und Heck-Einschläge, aber auch Seitenaufprall und Überschläge detektieren kann. Insgesamt will Apple eine Million Stunden realer Fahr- und Unfalldaten untersucht haben.

Neben den Daten der bereits vorhandenen Sensoren in den Geräten setzt Apple bei der Analyse wohl vor allem auf die Informationen eines neuen und besseren Beschleunigungssensors und Gyroskops. Außerdem werden GPS-Daten und plötzliche Druckänderungen durch das Barometer registriert und zur Auswertung herangezogen. Zudem überprüft Apples Notruf-Assistent auch, ob das Mikrofon plötzlich laute Geräusche registriert hat, wie sie bei einem Unfall auftreten.

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10 Sekunden bis der Notruf abgesetzt wird

Sobald die Technik einen Unfall erkannt hat, erscheint auf dem Display die Frage, ob alles in Ordnung ist. Sollte es sich um einen Fehlalarm gehandelt haben, kann der Notruf innerhalb von 10 Sekunden einfach abgebrochen werden. Falls nicht, leiten iPhone oder Apple Watch einen Notruf ein und verbinden den Verunfallten mit einer Leitstelle. Außerdem löst die Apple Watch eine 86 Dezibel Sirene aus, um vor Ort auf den Notfall aufmerksam zu machen.

Wie genau es dann weiter geht, hat Apple bisher nicht verraten. Im Fall der Sturzerkennung, die Apple für seine Nutzer bereits bei der Apple Watch 4 vorstellte, erkennt das System auch, wenn der Träger der Uhr bewegungsunfähig ist und sendet nach einem Countdown von 30 Sekunden automatisch die Koordinaten, also den Längen- und Breitengrad des Unfallorts, an die Notrufleitstelle. Zudem werden über den Lautsprecher Informationen vorgelesen, die der Nutzer in seinem Notfallpass auf dem iPhone hinterlegt und für den Notfall freigegeben hat, damit die Rettungsdienste sich besser auf den Vorfall und den Einsatz einstellen können.

Wie so ein elektronischer Notruf grundsätzlich funktioniert, lesen sie hier.

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Ob es wirklich notwendig ist, dass das Smartphone und die Smartwatch auch noch einen Notruf absetzt, ist schwer zu beantworten. Aber im Zweifel wird es kaum Schaden, falls eines der Systeme nicht auslöst und durch den Notruf schlimmeres verhindert werden kann. Außerdem ist festzuhalten: Nur weil seit 2018 keine neuen Fahrzeuge mehr ohne eCall homologiert werden dürfen, sind noch einige ältere Fahrzeuge auf den Straßen unterwegs und für die kann die iPhone- und Apple-Watch-Funktion im Fall der Fälle Leben retten.

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