China-Motor im Mercedes CLA: M252-Benziner aus chinesischer Produktion

China-Motor im Mercedes CLA
M252-Benziner aus chinesischer Produktion

ArtikeldatumVeröffentlicht am 13.07.2026
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Mit dem M252 hat Mercedes eine neue Motorengeneration eingeführt, die im neuen CLA debütierte. Der 1,5-Liter-Vierzylinder tritt dabei als Hybrid in verschiedenen Leistungsstufen an. Ungewöhnlich dabei: Erstmals bezieht Mercedes das Herzstück eines Autos aus China. Denn der Motor wurde zwar laut Angaben der Marke von Mercedes entwickelt, die Produktion erfolgt jedoch in China in Zusammenarbeit mit Geely beziehungsweise der zugehörigen Antriebssparte Aurobay. Und damit hat erstmals ein in Deutschland entwickelter und gebauter Pkw von Mercedes einen aus China zugelieferten Antrieb unter der Haube. Allerdings auch einen hochmodernen.

Integrierte E-Maschine

Die Hybridarchitektur setzt auf ein neues, elektrifiziertes Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe. Der Elektromotor sitzt nicht außen am Aggregat, sondern ist ins 8F-eDCT integriert; Wechselrichter und E-Maschine bilden mit dem Getriebe eine Einheit. Ziel dieser Bauweise ist eine kompakte Gesamtpackung. Mercedes verweist hier auf den kurzen Motor durch geringen Zylinderabstand sowie auf das schmale Getriebegehäuse, das von einer Side-by-Side-Anordnung der elektrischen Komponenten profitiert. Für Nebenaggregate hat das 48-Volt-Bordnetz ebenfalls Folgen: Ein klassischer Anlasser entfällt, die Startfunktion übernimmt die E-Maschine im Getriebe. Auch bei der Klimatisierung ändert sich die Peripherie, weil ein elektrischer Kältemittelverdichter das Temperieren im Stand und bei elektrischer Fahrt ermöglicht soll; ein riemengetriebener Klimakompressor ist damit nicht mehr nötig.

Als Energiespeicher dient eine neu entwickelte 48-Volt-Lithium-Ionen-Batterie mit 1,3 kWh, untergebracht in einem sogenannten Flatpack, das auch den DC/DC-Wandler integriert. Im Fahrbetrieb unterstützt der E-Motor den Verbrenner vor allem bei niedrigen Drehzahlen. Außerdem ist kurze, rein elektrische Fahrt bei innerstädtischen Geschwindigkeiten vorgesehen. Bei niedrigem Leistungsbedarf kann das System bis 100 km/h segeln, also ohne anliegenden Verbrenner-Schub rollen, wobei die E-Maschine eingebunden bleibt. Rekuperation ist laut Systemauslegung in allen Gängen möglich, mit bis zu 25 kW Rückgewinnungsleistung.

Miller-Verfahren

Der M252 selbst ist ein 1,5-Liter-Reihenvierzylinder mit Vollaluminium-Kurbelgehäuse und Nanoslide-beschichteten Zylinderlaufbahnen. Der Zylinderkopf arbeitet mit teilintegriertem Abgaskrümmer, der Turbolader nutzt eine Segmentturbine mit schaltbarer Flutenverbindung, um Abgasströme gezielt auf die Turbine zu führen. Beim Brennverfahren setzt Mercedes auf eine Auslegung nach Miller-Prinzip: Die Einlassventile schließen früh, noch während des Ansaugtakts, was Drosselverluste im Teillastbereich reduzieren soll. Damit einher geht eine vergleichsweise hohe Verdichtung von 12:1; als Nebeneffekt nennt Mercedes eine Verringerung von Stickoxiden.

Im CLA wird der M252 in drei Stufen angeboten, jeweils kombiniert mit der E-Maschine im Getriebe. Einstiegsmodell ist der CLA 180 mit 100 kW/136 PS. Die E-Maschine liefert im CLA 180 wie auch in allen anderen Modellvarianten mit dem M252-Motor 22 kW Spitzenleistung. Zusammen ergibt das beim CLA 180 eine Systemleistung von 115 kW/156 PS und ein Systemdrehmoment von 280 Nm. Eine Stufe darüber liegt der CLA 200, wahlweise mit Frontantrieb oder als 4MATIC. Die Systemwerte steigen auf 135 kW/184 PS und 330 Nm.

Bis zu 211 PS und 54.228 Euro

Die stärkste M252-Ausbaustufe im CLA ist der CLA 220, ebenfalls als Fronttriebler und mit 4MATIC verfügbar. Hier leistet der Verbrenner 140 kW/190 PS. Mit E-Unterstützung steigt die Systemleistung 211 PS und das Drehmoment auf 380 Nm. Den CLA mit dem neuen M252-Motor bietet Mercedes zu Basispreisen zwischen 46.243,40 Euro und 54.228,30 Euro je nach Leistungsstufe an.

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