Zündung mit Mikrowellen

Verbrauch und Abgase sollen sinken

Ein mikrowellenbasiertes Zündverfahren soll in Verbrennungsmotoren den Kraftstoffverbrauch sowie die Schadstoffemissionen deutlich reduzieren.

Die Micro Wave Ignition AG (MWI) aus Empfingen hat eine Mikrowellenzündtechnologie für Verbrennungsmotoren entwickelt, die den Treibstoffverbrauch und Schadstoffemissionen im zweistelligen Prozentbereich senken soll. Genutzt werden kann die Zündtechnik nach MWI-Angaben für alle Arten von Verbrennungsmotoren, die mit flüssigem oder gasförmigem Kraftstoff betrieben werden. Genannt werden Lkw- und Pkw-Motoren, Schiffsdiesel, Flugmotoren, Zweitakter, Wankelmotoren sowie alle Arten von Reichweitenverlängerer. Eine Umstellung von herkömmlichen auf das Mikrowellenzündverfahren soll problemlos möglich sein, da an den Motorkonstruktionen nichts verändert werden müsste. Es werden lediglich die bisherigen Zündanlagen samt Zünd- oder Glühkerze ersetzt.

Weniger Verbrauch, weniger Schadstoffe

MWI verspricht sich vom neuen Zündverfahren eine drastische Reduzierung des Kraftstoffverbrauchs – theoretisch sollen bis zu 30 % Einsparung möglich sein – sowie einen hohen Rückgang der Schadstoffemissionen. Beim Verbrauch sollen erste Versuchsreihen bereits Einsparungen von 13 bis 20 % gebracht haben. Bei den Schadstoffen gehen die Entwickler dank der deutlich reduzierten Verbrennungstemperatur von einer Senkung im signifikant zweistelligen Prozentbereich aus. Genannt werden hier unter anderen NOX-, CO-, CO2-, HC- und PM-Emissionen.

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Derzeit ist MWI auf der Suche nach Partnern, mit denen die neue Zündtechnologie vermarktet werden kann. Im Bereich Motorsport hat MWI mit dem Fach-Team aus dem Porsche Mobil 1 Supercup bereits einen ersten Partner gefunden. Interessant ist auch die Investorenstruktur. Ex-Porsche-Chef Wendelin Wiedeking soll zusammen mit einer Gruppe anderer privater Investoren rund 20 Prozent an MWI besitzen.

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