Dacia Logan MCV Stepway Tce 90, Exterieur Rossen Gargolov
Dacia Logan MCV Stepway Tce 90, Exterieur
Dacia Logan MCV Stepway Tce 90, Exterieur
Dacia Logan MCV Stepway Tce 90, Interieur
Dacia Logan MCV Stepway Tce 90, Rückbank 7 Bilder

Dacia Logan MCV Stepway TCe 90

Günstiger Kombi mit Offroad-Look im Test

Der Logan MCV ist Deutschlands günstigster Kombi. Doch den kecken Crossover-Look lässt man sich auch bei Dacia bezahlen. Kann der Stepway mit starkem Benziner trotzdem überzeugen?

Was haben die E- Auto-Pioniere von Tesla und der rumänische Billiganbieter Dacia gemeinsam? Auf den ersten Blick überhaupt nichts. Dennoch verbindet beide Marken eine gemeinsame Stärke: eine höchst loyale Kundschaft. Laut einer Dataforce-Erhebung wählen über 70 Prozent aller Dacia-Kunden beim nächsten Autokauf wieder ein Modell der Marke, bei Tesla sind es sogar mehr als 80 Prozent. Um die eigenen Käufer bei der Stange zu halten, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Zum Beispiel das Produkt aufzuwerten – dort wo es die Kunden (und nicht unbedingt die Autotester) schätzen.

Keine Assistenten, aber Cross-Optik

Dacia versteht das meisterhaft, bietet für seine Modelle zwar fast keine Assistenzsysteme, aber die wichtigsten Komfortextras an und erfüllt so auch im preissensiblen Bereich die automobilen Grundbedürfnisse. Und dann wäre da noch die Optik. Auch im Einsteigersegment kommen Crossover-Elemente gut an, ergo gibt es alle Dacia (außer dem Duster) optional im robusten Stepway-Look, gepaart mit einer besseren Ausstattung und meist einem stärkeren Motor. Auftritt des Logan MCV. Er rühmt sich, mit einer Preisempfehlung von 7.990 Euro der günstigste Kombi in Deutschland zu sein. Klar, für acht große Scheine gibt es nur das Basismodell mit 73-PS-Saugbenziner und Mini- malausstattung. Der hier getestete Stepway in Kalaharirot mit Turbobenziner kommt auf 12.920 Euro, mit Nettigkeiten wie Klimaautomatik, Fensterhebern und Einparkhilfe hinten sowie Rückfahrkamera werden es 13.420 Euro. Das ist immer noch weniger als für Lada Vesta SW Cross (16.590 Euro) oder Fiat Tipo Kombi (16.790 Euro), aber 5.000 Euro mehr als für die karge Basis. Doch was bekommt der loyale Kunde dafür? An der technischen Basis hat sich seit dem Marktstart 2013 nur wenig geändert; das Fahrwerk bietet akzeptablen Komfort und gutmütig kalkulierte Sicherheitsreserven; Lenkung, Schaltung und Bremsen erfüllen ihre Aufgabe zufriedenstellend, im Falle des Volants aber etwas zu indifferent.

Sparsam, geräumig, aber ein bisschen leger

Der Dreizylinder-Benziner im Bug erfüllt Euro 6c, treibt den 1,1-Tonner kraft seiner 140 Nm bei Bedarf durchaus quirlig an und vermittelt entsprechend ausgedreht sogar ein gewisses Maß an Fahrspaß. Tipp: Den launigen TCe 90 gibt es auch in Verbindung mit der günstigeren Comfort-Ausstattung. Ein sechster Gang könnte helfen, Geräuschniveau und Verbrauch (im Testmittel fast normtreue 6,7 l/100 km) weiter zu senken, doch was wir uns wirklich in diesem Dacia wünschen, wären bessere Sitzmöbel und etwas mehr Liebe zum Detail. Seitenhalt und gute Abstützung vermissen wir ebenso wie eine Durchlademöglichkeit, einen stabilen Ladeboden oder eine ordentliche Beleuchtung des Kofferraums. Der fällt dafür üppig aus, fasst mit 573 Litern fast so viel wie ein Ford Focus Turnier. Und selbst lange Hinterbänkler kommen im 4,53 Meter kurzen Logan kommod unter. Also tatsächlich kaum ein Grund, die Marke zu wechseln.

Fazit

Dieser Dacia ist kein Verzichtsauto mehr, fährt und lädt ordentlich. Das Stepway-Paket? Entbehrlich.

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