Mercedes GLB 220 d 4 Matic und GLC 220 d 4Matic, Vergleichstest ams 0121 Hans-Dieter Seufert
Mercedes GLB 220 d 4 Matic und GLC 220 d 4Matic, Vergleichstest ams 0121
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SUV

SUV-Vergleich: Mercedes GLB 220 d vs. GLC 220 d

Mercedes GLB 220 d vs. GLC 220 d Lohnt der Aufstieg vom GLB zum GLC?

Zwei SUV-Modelle von Mercedes mit fast gleicher Motorisierung. Ist der Preis-Leistungs-Sieger auch in der Summe aller Eigenschaften die bessere Wahl?

Heute klären wir nicht die Frage, welcher der beste Mercedes-SUV ist, sondern ob der GLB oder der GLC besser zu Ihnen passt. Wie das gehen soll? Indem Sie, wie bei einer Umfrage, ein paar Fragen beantworten:

Zunächst wüsste ich gerne, wie viele Personen in Ihrem Haushalt leben. Wenn Sie hier spontan mit "weniger als fünf" antworten, reicht der GLC. Der bietet sowohl Fahrer als auch Beifahrer genügend Raum auf vielfältig elektrisch einstell- und beheizbaren sowie optional massagefähigen Sitzen. Im Fond finden zwei Erwachsene fast ebenso bequem Platz.

Sie haben mehr als zwei Kinder? Dann steigen Sie doch in den geräumigeren GLB ein. Auch hier gefällt die SUV-typisch hohe Sitzposition. Im Fond ist aber spürbar mehr Platz für Kopf und Beine. Selbst wenn alle drei Plätze der Rückbank belegt sind, wird es hier nicht allzu eng. Und auf den versenkbaren Klappsitzen im Heck für 1.288 Euro können sich sogar noch zwei weitere Kinder samt Isofix-Sitzen niederlassen. Nur Platz für Gepäck ist dann nicht mehr viel.

Sie sind Single? Gegenfrage: Was wollen Sie dann mit einem SUV? Ach so, Sie haben viele raumgreifende Hobbys. Selbst dann sollte der 550 bis 1.600 Liter große Laderaum im GLC genügen, der sich durch die fernentriegelt umklappende Rücksitzlehne ergibt.

GLB: variables Raumwunder

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GLB: Innen fast so geräumig und variabel wie ein Mini-Van.

Beim GLB geschieht das mittels Laschen am Rücksitz. Zudem lassen sich die 570 Liter Standardvolumen (5-Sitzer) durch Vorschieben der gesamten Rückbank noch um 179 Liter erweitern. Und dank der kantigen Heckpartie gelingt der Transport von Umzugsgütern leichter.

Bevorzugen Sie Moderne oder Klassik? Beide Innenräume lassen sich zwar mit verschiedenen Hölzern, Metallblenden und Ledersorten wohnlich einrichten. Allerdings wirken die verwendeten Materialien sowie deren Verarbeitung im GLC eine ganze Klasse feiner. Beide SUV kommunizieren über digitale Anzeigen und das MBUX-Infotainment-System mit dem Fahrer. Dabei sind die Bildschirme im GLC getrennt, das Widescreen-Cockpit des GLB dafür optisch unter Glas vereint und etwas variabler konfigurierbar. Kaum Unterschiede gibt’s auch bei der äußerst umfassenden Sicherheitsassistenz.

Wie wichtig sind Ihnen Fahrkomfort und Geländegängigkeit? Sehr wichtig? Dann statten Sie den GLC mit Luftfahrwerk samt Offroad-Paket (2.668 Euro) aus. So kann man sich mit dem SUV sogar in schwereres Gelände wagen, ohne sich zu blamieren. Dank der Air Body Control mit Niveauregulierung federt er auch auf der Straße entspannter als der GLB. Doch der fährt mit Adaptivdämpfern (1.148 Euro) immer noch alles andere als unkomfortabel.

GLC: Mehr Leistung? Bitte

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GLC: Ein klassischer Benz, komfortabel, edel und teuer.

Welcher Motor darf es sein? Das kommt natürlich auf Ihr Nutzungsverhalten an. Eine vernünftige Wahl für beide ist der 220 d mit 190 beziehungsweise 194 PS und 400 Nm, den es im GLC aber nur mit Allradantrieb gibt. Der kultivierte und sparsame Selbstzünder hat etwas weniger Mühe mit dem leichteren GLB. Zudem hat der GLC weniger Zuladung, darf aber dafür bis zu 2,5 Tonnen ziehen. Alternativ baut Mercedes Vierzylinder-Benziner in den GLB ein. Der GLC ist dagegen auch mit Sechszylindermotoren sowie Plug-in-Antrieben zu haben, die teilelektrisches Fahren ermöglichen. Zu vernünftig? Dann schauen Sie doch in Affalterbach vorbei. Dort entstehen AMG-Versionen wie der 306 PS starke GLB 35 oder der GLC 63 S; dessen V8 leistet sogar 510 PS.

Zum Schluss wüssten wir gerne noch, wie hoch das Haushaltseinkommen ist. Ja, einen Mercedes muss man sich leisten können, das war schon immer so. Im Falle des GLC 220 d ist die 50.000-Euro-Marke mit etwas Ausstattung schnell geknackt. Ein vergleichbarer GLB kommt rund 5.000 Euro günstiger. Und als Einstiegsmodell gibt es den GLB-180-Benziner ohne Allradantrieb schon ab 36.900 Euro. Der GLC 200 4Matic startet bei 46.058 Euro.

Der GLB wird so recht eindeutig Preis-Leistungs-Sieger. Unser kleiner Fragebogen hat bei Ihnen etwas anderes ergeben? Auch gut.

Fazit

Das bessere Platzangebot zum geringeren Preis spricht recht eindeutig für den GLB, zumal Assistenz- und Sicherheitsausstattung hier genauso umfangreich ausfallen. Doch manch einer kauft einen Mercedes nicht nur wegen praktischer Qualitäten. Mehr Prestige versprüht der edel anmutende sowie sanft federnde GLC. Der trägt dank Offroad-Paket das "G" zu Recht im Namen. Zudem bietet er das größere Antriebsportfolio: vom sparsamen Vierzylinder samt Plug-in-Hybriden über laufruhige Sechszylindermotoren bis hin zum starken AMG-V8.

Technische Daten

Mercedes GLB 220d 4Matic Mercedes GLC 220 d 4Matic
Grundpreis 46.969 € 51.390 €
Außenmaße 4634 x 1834 x 1658 mm 4658 x 1890 x 1644 mm
Kofferraumvolumen 570 bis 1805 l 550 bis 1600 l
Hubraum / Motor 1950 cm³ / 4-Zylinder 1950 cm³ / 4-Zylinder
Leistung 140 kW / 190 PS bei 3800 U/min 143 kW / 194 PS bei 3800 U/min
Höchstgeschwindigkeit 217 km/h 215 km/h
0-100 km/h 8,6 s 8,9 s
Verbrauch 5,1 l/100 km 5,2 l/100 km
Testverbrauch 7,4 l/100 km 7,7 l/100 km
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Mercedes GLC
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