Gegen 6:00 Uhr meldeten Zeugen der Polizeiautobahnstation Südosthessen am Mittwoch einen Lkw auf der Verzögerungsspur der Anschlussstelle Obertshausen in Fahrtrichtung Köln auf der A3. Auffällig war zunächst lediglich eine herunterhängende Plane.
Kette verhindert Weiterfahrt
Als die Streife eintraf, wirkte der Sattelzug von hinten auch unauffällig. Doch an der Seite zeigte sich das eigentliche Ausmaß. Nach Angaben der Polizei war der Aufbau des Aufliegers nahezu vollständig zerstört. Nach bisherigen Erkenntnissen dürfte der Schaden auf einen Unfall zurückgehen, der sich zuvor in Mittelfranken ereignet hatte.
Zu den Schäden kam ein weiteres Problem hinzu. Dem Sattelzug war der Kraftstoff ausgegangen. Der Fahrer verständigte Bekannte, die zunächst jedoch ohne Diesel eintrafen und dann erst zur Tankstelle geschickt wurden. Das nächste Problem: Wegen der Luft in der Kraftstoffleitung sprang der Lkw nach der Notbetankung nicht an. Um den Havaristen und andere Verkehrsteilnehmer zu schützen, rückt die Autobahnmeisterei zur Absicherung an. Just in dem Moment ließ sich der Motor wieder starten.
Die Polizei führte den Sattelzug anschließend von der Autobahn und legte ihn still. Nach Angaben der Beamten wurde das Fahrzeug mit einer Kette gegen eine Weiterfahrt gesichert. Außerdem stellten die Einsatzkräfte erhebliche Mängel an der Zugmaschine fest, insbesondere an den Reifen. Gegen den Fahrer wurde ein Bußgeld von 600 Euro verhängt. Das Gespann durfte seine Fahrt erst nach Beseitigung der Mängel fortsetzen und musste dafür abgeschleppt werden. Der Einsatz dauerte rund vier Stunden.

Von hinten sah der Pannen-Lkw unverdächtig aus.
Auflieger auf der A6 nur noch wenige Zentimeter über der Fahrbahn
Bereits am Dienstag (21.7.2026) musste die Polizei auf der A6 bei Kaiserslautern einen weiteren Lkw aus dem Verkehr ziehen. Gegen 13:15 Uhr meldeten Verkehrsteilnehmer einen Sattelzug, dessen Auflieger ungewöhnlich tief hing und beinahe die Fahrbahn berührte.
Ein Schwerverkehr-Kontrolltrupp überprüfte das Fahrzeug auf dem Parkplatz "Schweinsdell". Dabei stellten die Beamten fest, dass der Rahmen des Aufliegers infolge starker Rostschäden gebrochen war. Dadurch war das Heck des Aufliegers abgesackt.

Das Heck des Lkw hängt auffallend tief.
Der 59-jährige Fahrer hatte nach Angaben der Polizei versucht, den Schaden mit Spanngurten und einer veränderten Einstellung der Luftfederung provisorisch auszugleichen. Die Maßnahmen blieben jedoch wirkungslos. Zwischen Aufbau und Fahrbahn verblieben nur noch etwa drei Zentimeter Abstand.
Die Polizei untersagte daraufhin die Weiterfahrt. Sowohl gegen den Fahrer als auch gegen das Halterunternehmen wurden Bußgeldverfahren eingeleitet.





