A44-Tunnel bleibt 16 Tage länger zu: Ringeltaube verhindert Tunneleröffnung

A44-Tunnel bleibt 16 Tage länger zu
Ringeltaube verhindert Tunneleröffnung

ArtikeldatumVeröffentlicht am 26.06.2026
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Birth-Tunnel A44 Ringeltaube
Foto: Autobahn GmbH / KI; Collage Wittich

Denn brütende Ringeltauben, die nach den Vorgaben des Tierschutzes während der Brutzeit nicht gestört werden durften, verhindern die Freigabe des Tunnels in Richtungsfahrbahn Essen um mehr als zwei Wochen.

Entsprechend wird laut Autobahn GmbH die A44 zwischen der Anschlussstelle Hetterscheid und dem Autobahndreieck Velbert-Nord nun erst am 20.7.2026 um 10:00 Uhr wieder freigegeben. Ursprünglich sollte die Sperrung bereits am 3.7.2026 um 18:00 Uhr enden. Damit verlängert sich die Vollsperrung um rund 16 Tage, also gut zwei Wochen.

Geschützte Ringeltauben stoppten einzelne Bauarbeiten

Nach Angaben der Autobahn GmbH konnten verschiedene Arbeiten nicht wie vorgesehen durchgeführt werden, weil sich Tauben im Tunnel angesiedelt hatten. Während Stadttauben im südlichen Bereich des Tunnels umgesiedelt beziehungsweise deren Eier gegen Attrappen ausgetauscht werden durften, galt dies für ein brütendes Paar Ringeltauben nicht.

Die geschützten Vögel hatten ihr Nest am nördlichen Tunnelportal gebaut. Erst nachdem die Jungvögel flügge geworden waren und das Nest dauerhaft verlassen hatten, konnten die Arbeiten an dieser Stelle fortgesetzt werden. Bis dahin mussten einzelne Bauabschnitte warten.

Tauben sind ein Risko

Damit sich die Situation nicht wiederholt, werden im Tunnel nun zusätzliche Vorrichtungen installiert, die eine erneute Ansiedlung von Tauben verhindern sollen.

Der Hintergrund zu dieser Maßnahme ist, dass Taubenkot Bauwerke und technische Einrichtungen angreift und für die Beschäftigten bei Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten ein Gesundheitsrisiko darstellt.

Andere Arbeiten wurden vorgezogen

Stillstand herrschte auf der Baustelle dennoch nicht. Die Baukolonnen nutzten die Zeit, um andere Maßnahmen vorzuziehen, die ursprünglich erst später vorgesehen waren.

Dazu gehörten unter anderem:

  • Fahrbahnsanierungen
  • Verpressung von Rissen in den Tunnelwänden
  • Betoninstandsetzungsarbeiten
  • Korrosionsschutzarbeiten
  • Arbeiten der Autobahnmeisterei wie Grünschnitt und weitere Instandsetzungen

Dadurch konnten trotz der Verzögerung verschiedene Bauleistungen bereits abgeschlossen werden.

Umfang der Sanierung wuchs während der Planung

Ursprünglich beschränkte sich das Projekt auf die Erneuerung der Lärmschutzelemente im Tunnel Birth. Im Verlauf der Planungen kamen jedoch weitere Arbeiten hinzu.

Dazu zählen unter anderem Arbeiten an der Stahlkonstruktion, Verbesserungen der Tunnelsicherheit sowie Modifikationen an der Beleuchtung.

Fazit