Wie das Handelsblatt berichtet, prüft Porsche derzeit eine deutliche Ausweitung des laufenden Stellenabbaus. Im Fokus stünden dabei vor allem die Management- und Verwaltungsbereiche des Unternehmens. Zudem könnten am Entwicklungsstandort Weissach – dem Herz der Porsche-Entwicklung – rund 30 Prozent der Kapazitäten betroffen sein.
Ein Sprecher des Unternehmens bestätigte die Zahl noch nicht. Er verwies jedoch auf ein umfassendes Zukunftspaket, das derzeit erarbeitet wird, um die Unternehmensstrukturen zu verschlanken. Aktuell laufen die Verhandlungen über ein weiteres Sparpaket zwischen der Geschäftsführung und den Arbeitnehmervertretern. Bis Ende Juli will Porsche die Ergebnisse und das finale Konzept vorstellen.
Die neue Zahl von 4.000 Stellen kommt zu einem Bündel bereits laufender oder beschlossener Maßnahmen hinzu. So befindet sich der sozialverträgliche Abbau von rund 1.900 Stellen in der Region Stuttgart bis 2029 bereits in der Umsetzung. Zudem sind die Verträge von etwa 2.000 befristet angestellten Mitarbeitern ausgelaufen. Die im Mai angekündigte Schließung von drei Tochterfirmen betrifft weitere 500 Beschäftigte.
Der Porsche-Chef hatte bereits im März einen umfassenden weiteren Stellenabbau angekündigt, der nun offenbar konkretere Formen annimmt. Welche Einschnitte das Zukunftspaket also vorsieht und welche Bereiche es am stärksten trifft, wird sich erst Ende Juli zeigen, wenn das Management seine Pläne offiziell vorlegt.
Absatzkrise in China
Hintergrund für den harten Sparkurs ist der zunehmende Druck auf das Geschäft. Insbesondere im wichtigsten Einzelmarkt China kämpft Porsche mit Problemen. So sanken die Auslieferungen dort im Gesamtjahr 2025 um 26,3 Prozent; ein Trend, der sich im ersten Quartal 2026 mit einem weiteren Minus von 21 Prozent fortsetzte. Als Konsequenz verkleinert Porsche sein Händlernetz im Land bereits deutlich. Berichten zufolge verlieren die Handelspartner pro verkauftem Fahrzeug bis zu 4.100 Euro.





