Nach Informationen der Welt sollen die Preise ab dem Jahr 2027 steigen. Im Basistarif für Einzelpersonen würde der Jahresbeitrag von 54 auf 64 Euro steigen. Das entspricht einem Plus von rund 18 Prozent. Auch in den höherwertigen Tarifen sowie bei Familien- und Partnermodellen sind Aufschläge vorgesehen.
Beschlossen werden soll die Anpassung auf der Hauptversammlung am 23.05.2026. Offiziell bestätigt ist der Schritt bisher nicht. Der ADAC reagiert gegenüber www.auto-motor-und.de mit einer Stellungnahme:
Auch der ADAC ist – wie die Gesellschaft und Wirtschaft insgesamt – von der außergewöhnlichen Kostenentwicklung der letzten Jahre betroffen. Das gilt vor allem für hohe Energiekosten sowie für die Aufwände für Personal, Ersatzteile, Abschlepp- und Werkstattleistungen. Seit 2020 sind die Lebenshaltungskosten um rund 23 Prozent gestiegen, der Autokostenindex um über 30 Prozent. Der ADAC hat dennoch seine Beiträge – anders als andere Dienstleistungsunternehmen – in insgesamt sechs Jahren nicht erhöht. Dabei wurden keinerlei Leistungen eingeschränkt oder Qualitätsansprüche verringert. Im Gegenteil: Um etwa die Pannenhilfe für immer mehr Menschen in der gewohnten Zuverlässigkeit zu leisten, wurden allein bei der Pannenhilfe in 2025 rund 180 neue Straßenwachtfahrer eingestellt, zusätzlich steigen die Anforderungen an Technik und Qualifikation. Leistungen wurden darüber hinaus erweitert (Schlüsselnotdienst, Fahrradpannenhilfe u.v.m.) und an veränderte und neue Bedürfnisse von Mitgliedern angepasst.
Nach sechs Jahren mit stetig steigenden Kosten, muss jetzt auch der ADAC über eine Beitragsanpassung nachdenken, um Leistungen für Mitglieder in dieser hohen Zahl und mit der gewohnten hohen Qualität zu erbringen. Dabei ist nicht zu vergessen, dass der Jahresbeitrag für eine Mitgliedschaft (Einzelperson) aktuell je nach Mitgliedschaft zwischen 54 und 139 Euro liegt. Das sind 4,5 bzw. rund 11,6 Euro im Monat – für die Sicherheit, jederzeit und überall die Unterstützungsleistungen des ADAC in Anspruch nehmen zu können.
Der ADAC arbeitet als Verein nicht gewinnorientiert. Es muss aber sichergestellt sein, dass Aufwände und Kosten getragen, Leistungen für Mitglieder erbracht sowie Satzungszwecke erfüllt werden können. Die Entscheidung über die Beitragsanpassung obliegt mit der ADAC Hauptversammlung dem obersten Organ des ADAC. Diese tagt am 23. Mai.
Beitragserhöhung nach mehreren Jahren stabiler Preise
Der ADAC hatte seine Preise zuletzt über einen längeren Zeitraum stabil gehalten. In dieser Zeit sind laut Verein die operativen Kosten kontinuierlich gestiegen. Der Club zählt mit mehr als 22 Millionen Mitgliedern zu den größten Vereinen in Deutschland. Damit ist rechnerisch etwa jeder vierte Einwohner Mitglied. Entsprechend groß ist die Wirkung einer Beitragsanpassung.
Die geplanten Änderungen betreffen nicht nur Neukunden, sondern perspektivisch die gesamte Mitgliederstruktur. Details zur konkreten Umsetzung und möglichen Übergangsregelungen sind bislang nicht öffentlich.
Überblick über die geplanten neuen Beiträge
Die Erhöhungen bewegen sich je nach Tarif in einem ähnlichen prozentualen Bereich. Besonders deutlich fällt der absolute Aufschlag in den Premiumvarianten aus.
Kostenstruktur und wirtschaftlicher Druck
Als Begründung werden vor allem gestiegene Betriebskosten genannt. Dazu zählen höhere Preise für Energie und Ersatzteile sowie steigende Personalkosten. Auch externe Leistungen wie Abschleppdienste und Werkstattpartnerschaften sind teurer geworden.
Der ADAC betreibt ein dichtes Netz an Pannenhilfe. Rund 1.700 eigene Helfer sowie etwa 750 Partnerunternehmen mit insgesamt rund 5.000 Fahrzeugen sind im Einsatz. Diese Infrastruktur verursacht laufende Kosten, die stark von Preisentwicklungen im Verkehrs- und Energiesektor abhängen.
Hinzu kommt, dass moderne Fahrzeuge zunehmend komplexer werden. Das kann Reparaturen und Einsätze aufwendiger machen, was sich ebenfalls auf die Kostenstruktur auswirkt.





