Neue Regeln für 2026: Wo Autofahren teurer wird, wo Sie sparen können

Neue Regeln für 2026
Wo das Auto teurer wird, wo Sie sparen können

ArtikeldatumVeröffentlicht am 01.01.2026
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Änderungen 2026
Foto: 10/2026, Änderungen 2026

Kfz-Steuer, steigende Spritkosten durch den CO₂-Preis sowie Anpassungen bei Versicherung oder Führerscheinausbildung – das Jahr 2026 macht das Autofahren und den Autobesitz teuer – in einigen Fällen aber auch günstiger.

Steigende Kraftstoffpreise durch CO₂-Preis

Zum 1. Januar 2026 tritt die nächste Stufe der nationalen CO₂-Bepreisung in Kraft. Der Preis pro Tonne Kohlendioxid soll zwischen 55 und 65 Euro liegen, der konkrete Wert steht noch nicht fest. In den genannten Beträgen ist die Mehrwertsteuer von 19 Prozent noch nicht enthalten.

Bei einem CO₂-Preis von 65 Euro pro Tonne würde sich der Benzinpreis rechnerisch um rund 18,6 Cent pro Liter erhöhen, der Aufschlag für Diesel läge bei etwa 20,5 Cent pro Liter mehr. Grundlage ist der Vergleich mit dem Preisniveau von 2021.

Pendlerpauschale ab dem ersten Kilometer

Ebenfalls zum Jahresbeginn 2026 wird die Entfernungspauschale neu geregelt. Berufspendler können dann für jeden gefahrenen Kilometer 38 Cent steuerlich geltend machen. Die bisherige Staffelung entfällt, nach der für die ersten 20 Kilometer nur 30 Cent angesetzt wurden.

Die Pauschale gilt weiterhin unabhängig vom genutzten Verkehrsmittel. Sie kann sowohl für Fahrten mit dem Auto als auch für Wege mit Bus, Bahn oder Fahrrad angesetzt werden und wird wie bisher über die Steuererklärung berücksichtigt.

Änderungen bei der Kfz-Steuer

Für Elektroautos bleibt die Steuerbefreiung bestehen. Reine Elektrofahrzeuge, die bis zum 31. Dezember 2030 erstmals zugelassen werden, sind weiterhin bis zu zehn Jahre von der Kfz-Steuer befreit. Spätestens zum 31. Dezember 2035 endet die Vergünstigung für alle Fahrzeuge.

Unabhängig vom Antrieb entfällt ab 2026 jedoch die Möglichkeit, die Kfz-Steuer in Raten zu zahlen. Der Steuerbetrag wird künftig ausschließlich als Jahresbetrag erhoben und in einer Summe fällig. Für Fahrzeughalter bedeutet das eine höhere einmalige Belastung im jeweiligen Zahlungsmonat.

Kfz-Versicherung mit neuen Einstufungen

Zum Jahreswechsel ändern sich die Typ- und Regionalklassen in der Kfz-Versicherung. Rund zehn Millionen Autofahrer sind davon betroffen. Für etwa 5,9 Millionen Versicherte gelten höhere Typklassen, während rund 4,5 Millionen von besseren Einstufungen profitieren.

Auch bei den Regionalklassen gibt es Verschiebungen. In mehreren Zulassungsbezirken steigen die Einstufungen, in anderen sinken sie. Die Auswirkungen auf den Beitrag hängen vom jeweiligen Versicherungsvertrag und dem gewählten Tarif ab.

Dienstwagen und steuerliche Abschreibung

Bei der privaten Nutzung von vollelektrischen Dienstwagen bleibt die begünstigte Besteuerung bestehen. Für Fahrzeuge mit einem Bruttolistenpreis bis 100.000 Euro gilt weiterhin die 0,25-Prozent-Regelung. Liegt der Listenpreis darüber, wird ein Satz von 0,5 Prozent angesetzt. Für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor bleibt es bei einem Prozent.

Zusätzlich können Unternehmen Elektrofahrzeuge, die zwischen dem 30. Juni 2025 und dem 1. Januar 2028 neu angeschafft werden, degressiv abschreiben. Die Regelung soll Investitionen in elektrische Flotten erleichtern.

Führerscheinausbildung und Kosten

Für den Führerscheinerwerb sind ab 2026 strukturelle Änderungen geplant, die die Ausbildung flexibler und günstiger machen sollen. Vorgesehen ist unter anderem eine stärkere Digitalisierung der Theorieausbildung, etwa durch Online-Formate oder digitale Lernangebote.

Darüber hinaus wird über Anpassungen bei Prüfungsinhalten und -abläufen beraten, darunter ein reduzierter Fragenkatalog und der verstärkte Einsatz von Fahrsimulatoren. Konkrete Umsetzungen befinden sich noch in Abstimmung zwischen Bund, Ländern und Fahrschulverbänden.

Fazit