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BMW-Hochhaus wird 50: Größter Vierzylinder steht in München

BMW-Hochhaus wird 50 Der größte Vierzylinder steht in München

BMW ist bekannt für seine Sechszylinder, verwaltet den Konzern aber aus einem Vierzylinder heraus. Jetzt wird das Hochhaus in München 50 Jahre alt. Der Bau wurde 1972 zu den Olympischen Spielen fertiggestellt.

In den 1960er-Jahren platze die BMW-Verwaltung in München aus allen Nähten. Daher entschied der BMW-Vorstand 1966, eine neue Hauptverwaltung muss her. Eine passende Fläche fand dich am Rande des BMW-Werks München Gefordert wurde ein repräsentativer, aber auch flexibler Bürokomplex. Zum Architekten-Wettbewerb traten acht Planer an. Die Wahl fiel auf die fast 100 Meter hohe, futuristische "Hängekonstruktion" mit vier zylinderförmigen Hauptelementen des Wiener Architekten Professor Karl Schwanzer. Im Dezember 1968 erteilte die BMW Unternehmensführung den Auftrag zum Bau einer neuen Konzernzentrale.

Das BMW-Hochhaus und der angrenzende Museumskomplex markieren nicht nur den Höhepunkt im Lebenswerk des Wiener Architekten Karl Schwanzers, sondern setzten in den frühen 1970er-Jahren auch bislang unerreichte Maßstäbe im Bereich der modernen Büroarchitektur.

Unglaublich: Pünktlich und zum Fixpreis fertig

Der liebevoll "Vierzylinder" genannte Hochhauskomplex entstand zwischen 1970 und 1972 in nur 26 Monaten. Am 7. Dezember 1971 wurde das Richtfest gefeiert. Im Juli 1972, zwei Jahre nach Baubeginn, waren schließlich das äußere Erscheinungsbild des gesamten Gebäudekomplexes, die Außenanlage und die Bepflanzungen fertiggestellt. Rechtzeitig, um sich zum Start der Olympischen Sommerspiele im August 1972 zu präsentieren. Die am 18. Mai 1973 offiziell eingeweihte BMW Konzernzentrale ist aus dem Stadtbild Münchens nicht mehr wegzudenken. Seit 1999 stehen Konzernzentrale und Museum unter Denkmalschutz.

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Aus heutiger Sicht fast unvorstellbar. Der Vierzylinder wurde pünktlich und zum vereinbarten Preis fertiggestellt.

Der Bau verschlang 3,5 Millionen Arbeitsstunden von 500 Bauarbeiter sowie 200 Architekten, Ingenieure und Zeichner aus damals zwölf Nationen. Heute arbeiten im Schatten des Vierzylinders in den BMW-Werken Mitarbeiter aus über 104 Ländern. Als Teil des Neubauensembles bildet das im Grundriss kleeblattförmige Hochhaus den Höhepunkt und das Zentrum. Es erreicht eine Höhe von 99,50 m und somit die 1968 vorgegebene maximale Gebäudehöhe in der Münchener Innenstadt, die sich an der Höhe der Türme der Münchener Frauenkirche von 98,60 Meter orientierte und 100 Meter nicht überschreiten durfte. Die Einteilung der 22 Geschosse setzt sich aus 18 Bürogeschossen mit zwei Vorstandsetagen, vier Technikgeschossen, dem Erdgeschoss und einem Kellergeschoss zusammen. Besonders markant machen den Vierzylinder die im japanischen Aluguss-Verfahren hergestellte Fassadenelemente – seinerzeit ein Novum in Europa. Aus heutiger Sicht kaum zu glauben ist auch, dass der Vierzylinder keine Mark über dem Fixpreis von 109 Millionen D-Mark und pünktlich zu den Olympischen Sommerspielen 1972 fertiggestellt wurde.

Logo-Streit mit der Stadt München

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Die Stadt München wollte zunächst keine Logos auf dem Dach des Vierzylinders erlauben.

Das Konzept Schwanzers sah für das Dach des Hochhauses die Montage von Firmenelementen am Trägerkreuz vor. Nach Ansicht der Stadt München wurde dies in seiner Wirkung jedoch als zu plakativ angesehen, weshalb sich die Stadt generell mit der Anbringung eines Firmenlogos nicht einverstanden erklärte und ein Rechtsstreit ins Rollen kam. Der damalige Vorstandsvorsitzende Eberhard von Kuenheim ließ zu Beginn der Olympischen Spiele jedoch dennoch aus "Versuchszwecken" an der Ost- und Westseite der Gebäudeattika in knapp 100 m Höhe BMW Embleme aus Leinwandstoff befestigen. Die Anbringung an der Westseite war aus Gründen der Werbewirksamkeit besonders wichtig, da sie vom Olympiastadion aus zu sehen war und somit die Aufmerksamkeit der Besucher der Sommerspiele erregen sollte. Die Befestigung des Firmenlogos entgegen der Vorschriften der Stadt brachte BMW einen Bußgeldbescheid von über 110.000 DM ein. Nach längeren Verhandlungen mit der Stadt München wurde der Konzernleitung dann letztlich im Herbst 1973 die Genehmigung erteilt, die BMW Logos dauerhaft an allen vier Seiten der Attika anzubringen.

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Fast 17.000 Tonnen hängende Büros

Ungewöhnlich wie die Optik war auch das Bauverfahren. Die vier Zylinder des BMW-Hochhauses stehen nicht auf einem Fundament, sondern hängen an einer kreuzförmigen Stahlkonstruktion auf dem Dach. Für die Errichtung des Baus hatte dies zur Folge, dass das Gebäude nicht wie allgemein üblich von unten nach oben wuchs, sondern die oberen Etagen zuerst gefertigt wurden. Die vier zylinderförmigen Teile entstanden am Boden, wurden hydraulisch nach oben bewegt und in mehreren Segmenten vervollständigt. Am zentralen Kern, dem "Hochhausschaft" aus Stahlbeton auf einem massiven Fundament, hängen die vier Zylinder mit jeweils 19 Stockwerken – darunter ein Technikgeschoss (der schlanke Einzug in der Gebäudemitte) – an vier riesigen "Kragarmen", die kreuzweise oben auf dem Schaft ruhen. Die gewaltige Zug- und Druckkräfte werden über Fachwerkträger aus Stahlbeton in einem Zwischengeschoss im oberen Drittel des Hauses und über vertikale Druck- und Zugstützen entlang der äußeren Fassaden abgeleitet – wodurch die Gesamtkonstruktion in sich stabil wird. Diese Konstruktions- und Bauart verleiht dem BMW Hochhaus, trotz der beeindruckenden Größe des Gebäudes und des Gewichts der Hängekonstruktion von 16.800 Tonnen, eine leichte und unverwechselbare Silhouette.

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An der zentralen Säule hängen 22 Stockwerke und rund 16.800 Tonnen.

Jedes Stockwerk besteht aus vier Kreissegmenten in einer kleeblattförmigen Anordnung. Die meisten Flächen werden als Großraumbüros genutzt. Zwei Gänge führen kreuzförmig durch den Stockwerkskern und verbinden die einzelnen Abteilungen miteinander.

Von 2004 bis 2006 wurde der Vierzylinder dann technisch umfangreich modernisiert, ohne die Optik des Gebäudes zu verändern. Neue Fenster, neue Aufzüge, verbesserter Brandschutz und eine optimierte Belüftung gehörten zu den Kernelementen. Heute arbeiten rund 1.500 Menschen im Vierzylinder.

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Fazit

Die BMW-Zentrale in München wird 50 Jahre alt. Mit seiner revolutionären Architektur gehört er zu den absoluten Markenzeichen der bayerischen Metropole.

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