Der Ferienbeginn in Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, der Steiermark, Tirol und Vorarlberg sorgt gemeinsam mit dem Start der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen sowie Teilen der Niederlande für eine neue Reisewelle Richtung Süden. Entsprechend erwarten die österreichischen Automobilclubs auf zahlreichen Autobahnen und Bundesstraßen lange Staus.
Neben dem Urlaubsverkehr führen mehrere Veranstaltungen wie das Electric Love Festival am Salzburgring, Konzerte in Wien, Klagenfurt und Eisenstadt sowie zahlreiche Baustellen entlang wichtiger Nord-Süd-Verbindungen zu weiteren Verzögerungen.
Hohe Staugefahr auf A10, A12 und A13
Besonders betroffen sind erneut die wichtigsten Alpenautobahnen. Nach Einschätzung von ÖAMTC und ARBÖ müssen Autofahrer vor allem am Freitagnachmittag, Freitagabend sowie am Samstagvormittag deutlich mehr Zeit einplanen. Vor Tunneln, Baustellen, Mautstellen und Grenzübergängen dürfte sich der Verkehr zeitweise kilometerweit zurückstauen.
Zu den größten Stauschwerpunkten zählen:
- Tauern Autobahn (A10) zwischen Salzburg und Golling, auf der Scheitelstrecke sowie im Raum Villach
- Inntal Autobahn (A12) zwischen Kufstein und Innsbruck
- Brenner Autobahn (A13) vor der Mautstelle Schönberg und im Baustellenbereich an der Luegbrücke
- West Autobahn (A1) zwischen Walserberg und Thalgau sowie im Großraum Salzburg und Linz
- Pyhrn Autobahn (A9) vor der Tunnelkette Klaus sowie Bosruck- und Gleinalmtunnel
- Süd Autobahn (A2) bei Wiener Neustadt, Klagenfurt, Villach und im Packabschnitt
- Fernpassstraße (B179) zwischen Reutte und Nassereith
- Rheintal Autobahn (A14) zwischen Dornbirn und Hohenems
- Karawanken Autobahn (A11) vor dem Karawankentunnel
Auch an den Grenzübergängen Kufstein, Walserberg, Karawankentunnel und Spielfeld rechnen die Automobilclubs mit längeren Wartezeiten.
Fernpass bleibt einer der größten Engpässe
Die Fernpassstraße (B179) gehört auch an diesem Wochenende wieder zu den am stärksten belasteten Straßen Österreichs. Anders als Ende Juni ist zwar keine demonstrationsbedingte Vollsperrung geplant, dennoch kommt es über den gesamten Reisezeitraum zu erheblichen Verkehrsbehinderungen.
Vor allem zwischen Reutte und Nassereith ist mit stockendem Verkehr zu rechnen. Zusätzlich rechnen die Verkehrsexperten mit Blockabfertigungen vor dem Lermooser Tunnel sowie dem Grenztunnel Vils/Füssen. Bereits auf deutscher Seite dürfte sich der Verkehr zeitweise bis auf die A7 zurückstauen.
Als Ausweichstrecken kommen grundsätzlich die Inntalautobahn (A12), die Brennerautobahn (A13) sowie die Rheintalautobahn (A14) infrage. Allerdings warnen die Automobilclubs auch dort vor erhöhtem Verkehrsaufkommen und längeren Fahrzeiten.
Tirol und Salzburg setzen weiter auf Fahrverbote
Unverändert gelten in Tirol die bekannten Fahrverbote für den Ausweichverkehr. Betroffen sind die Bezirke Innsbruck, Innsbruck-Land, Imst, Kufstein und Reutte. Die Regelungen gelten bis einschließlich 1.11.2026 jeweils an Samstagen, Sonntagen, Feiertagen sowie an bestimmten Festtagen zwischen 7:00 Uhr und 19:00 Uhr. Ziel-, Quell- und Anrainerverkehr bleiben in der Regel von den Beschränkungen ausgenommen.
Auch im Bundesland Salzburg greifen wieder Abfahrtssperren entlang der Tauern Autobahn (A10). Sie gelten vom 11.7. bis 13.9.2026 zwischen Puch-Urstein und Zederhaus und sollen verhindern, dass Navigationsgeräte den Transitverkehr durch kleinere Orte leiten.
Festivals und Konzerte sorgen zusätzlich für Verkehrsbehinderungen
Neben dem Ferienreiseverkehr rechnen ÖAMTC und ARBÖ an mehreren Veranstaltungsorten mit erheblichem Zusatzverkehr. Besonders rund um Salzburg, Wien, Klagenfurt und Eisenstadt sollten Autofahrer mehr Zeit einplanen.
Zu den größten Veranstaltungen zählen das Electric Love Festival am Salzburgring, das Helene-Fischer-Konzert im Wiener Ernst-Happel-Stadion, die Starnacht am Wörthersee in Klagenfurt sowie das Butterfly Dance Festival und das Forestglade Festival in Eisenstadt.
Auch die Tour of Austria 2026 führt entlang der jeweiligen Etappen zeitweise zu Straßensperrungen und Verkehrsbehinderungen. Am Sonntag kommt außerdem der Wachau Radmarathon hinzu, für den in der Region Wachau mit Sperrungen und Anhaltungen gerechnet werden muss.
Nassfeldpass für Pkw wieder geöffnet
Für Reisende nach Italien gibt es dagegen eine Entspannung am Nassfeldpass. Die Sperre auf italienischer Seite wurde für Pkw aufgehoben.
Weiterhin gesperrt bleibt die Strecke allerdings für Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von mehr als 3,5 Tonnen sowie für Fahrzeuge mit einer Breite von mehr als 2,30 Metern. Diese Beschränkung soll nach aktueller Planung bis 31.7.2026 um 12:00 Uhr gelten.





