BYD Australien liefert falsche Autos aus: Nur ein Tippfehler oder Betrug?

BYD Australien liefert falsche Autos aus
Nur ein Tippfehler oder Betrug?

ArtikeldatumVeröffentlicht am 13.07.2026
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BYD Atto 3 Australien
Foto: Hersteller/Collage von ams

Mehr als 1.200 Käufer haben ein Fahrzeug mit einem falschen Baujahr erhalten. Wie der australische Sender ABC News berichtet, wurde ihnen statt des bestellten 2026er-Modells ein Fahrzeug aus dem Jahr 2025 geliefert. Laut ABC News sei vorrangig der Atto 3 betroffen, andere Medienberichte nennen außerdem den Sealion 8 und den Pick-up Shark 6. Der Fehler flog durch einen Kunden auf, der versuchte, eine Versicherung für das Fahrzeug abzuschließen. Er richtete sich daraufhin direkt an BYD und der Hersteller informierte – nach internen Prüfungen – die anderen Halter der betroffenen Autos.

BYD bietet Liefergebühr als Ausgleich

Die erste Reaktion von BYD sorgte für zusätzlichen Unmut. Der Hersteller bot den jeweiligen Kunden eine Entschädigung von 1.100 Australischen Dollar an (670 Euro) – eine Summe, die der Händler-Liefergebühr entspricht. Für die Käufer war dies unzureichend. Ihre Sorge galt vor allem dem Wertverlust, der durch ein älteres Baujahr beim späteren Wiederverkauf entstehen könnte. In sozialen Netzwerken äußerten hunderte BYD-Fahrer ihren Unmut, und der Fall rief Verbraucherschützer auf den Plan. Erin Turner vom Consumer Policy Research Centre sprach gegenüber ABC News von einem möglichen Verstoß gegen das Verbraucherschutzgesetz. Der Vorwurf: irreführendes Verhalten, da das gelieferte Produkt nicht der Beschreibung im Kaufvertrag entsprach.

Ein Verwaltungsfehler sei der Grund

Nachdem Medien über den Fall berichteten und der öffentliche Druck wuchs, lenkte BYD ein. Der Hersteller entschuldigte sich offiziell und legte ein neues Angebot vor. Alle Betroffenen haben die Wahl: Sie können den vollen Kaufpreis zurückerhalten, ihr Fahrzeug gegen ein korrektes 2026er-Modell tauschen oder das Auto behalten und die ursprüngliche Entschädigung von 1.100 Dollar annehmen. Als Grund für die Falschlieferungen nannte ein BYD-Sprecher einen "Verwaltungsfehler". Man habe versehentlich das Datum des Verlassens des Werks statt des tatsächlichen Produktionsdatums verwendet. Er versicherte, es habe "keine Täuschungsabsicht" gegeben. Technisch seien die Fahrzeuge identisch.

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