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Daimler-Bilanz

Dramatischer Gewinneinbruch

Zum zweiten Mal in Folge bricht der Gewinn von Daimler massiv ein. Wie der Autobauer aus Stuttgart am Dienstag (11.2.2020) mitteilt, liegt der Gewinn bei nur noch 4,3 Milliarden Euro, im Jahr 2018 war der EBIT mit 11,1 Milliarden Euro fast dreimal so hoch. Schon damals verbuchte das Unternehmen einen Rückgang von 3,2 Milliarden Euro.

Das Konzernergebnis sank im Geschäftsjahr auf 2,7 (Vorjahr: 7,6) Milliarden Euro. Das auf die Aktionäre entfallende Konzernergebnis betrug 2,4 (Vorjahr: 7,2) Milliarden Euro. Entsprechend sank das Ergebnis je Aktie von 6,78 auf 2,22 Euro. Als Dividende schlagen Vorstand und Aufsichtsrat auf der Hauptversammlung am 1. April 2020 0,90 Euro pro Aktie vor, 2018 waren es 3,25 Euro. Die Ausschüttungssumme beträgt damit 1,0 Milliarden Euro – im Vorjahr: 3,5 Milliarden Euro.

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Dividende sind auf 90 Cent – Mitarbeiter-Beteiligung knapp 1.000 Euro

Auch die Mitarbeiter müssen mit kräftigen Einbußen rechnen. Die Ergebnisbeteiligung, die 2018 noch bei insgesamt 4.965 Euro lag, fällt in diesem Jahr mit 1.097 Euro sehr gering aus. Zum Ende des Geschäftsjahres 2019 waren im Daimler-Konzern weltweit 298.655 (2018: 298.683) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt – davon 173.813 (2018: 174.663) in Deutschland. In den USA arbeiteten 25.788 Beschäftigte (2018: 26.310) und bei den Tochtergesellschaften in China waren 4.439 Mitarbeiter (2018: 4.424) tätig.

Mercedes Cars: Trotz Rekord-Absatz miese Umsatzrendite

Wenngleich im Geschäftsfeld Mercedes Cars 2019 das Rekordniveau nochmals leicht übertroffen wurde – 2.385.400 zu 2.382.800 Einheiten – sank der EBIT um satte 53 % auf 3.350 Millionen Euro. Die Umsatzrendite fiel von 7,8 auf 3,6 Prozent. Als große Belastung sieht das Unternehmen die „behördlichen und gerichtlichen Verfahren und Maßnahmen bei Mercedes-Benz Dieselfahrzeugen sowie die Aufwendungen für einen Rückruf von Takata-Airbags“. Sie schlagen mit 2,323 Milliarden Euro auf den EBIT.

Das EBIT und die Umsatz- bzw. Eigenkapitalrenditen (RoS; Return of Sales/RoE; Return of Equity) der Geschäftsfelder belaufen sich auf:

  • Mercedes-Benz Cars EBIT: 3,359 Milliarden Euro (2018: 7,216) minus 53 %, RoS: 3,6 (2018: 7,8) %
  • Daimler Trucks EBIT: 2,463 Milliarden Euro (2018: 2,753) minus 11 %, RoS: 6,1 (2018: 7,2) %
  • Mercedes-Benz Vans EBIT: minus 3,085 Milliarden Euro (2018: 0,312), RoS: minus 20,8 (2018: 2,3) %
  • Daimler Buses EBIT: 0,283 Milliarden Euro (2018: 0,265), plus 7 %, RoS: 6,0 (2018: 5,9) %
  • Daimler Mobility EBIT: 2,140 Milliarden Euro , RoE: 15,3 (2018: 11,1) %
  • Überleitung EBIT: minus 0,831 Milliarden Euro (2018: 0,798)

Job-Abbau und Modellstreichungen

Bis Ende 2022 will Daimler-Chef Ola Källenius mehr als die bisher genannten 1,4 Milliarden Euro einsparen. So will der Zetsche-Nachfolger Personalkosten reduzieren – „Ziel ist ein weltweiter sozialverträglicher Abbau von Arbeitsplätzen inklusive der Reduzierung von Führungspositionen“, heißt es bei Daimler. Statt der bisher genannten 10.000 Stellen, die abgebaut werden müssen, nannte das Handelsblatt unlängst 15.000 Jobs, die wegfallen könnten. Auch bei den Materialkosten wird der Rotstift angesetzt, Investitionen werden gedeckelt und die Modellpalette ausgedünnt. Neben der Mercedes X-Klasse, werden vermutlich die Cabrio- und Coupé-Versionen der S-Klasse sowie die Mercedes B-Klasse eingestellt.

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