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Evergrande Group mit neuer Automarke

Hengchi soll 2021 starten

Die Evergrande Group aus China ist eigentlich ein Immobilienkonzern, will jetzt aber unter der Marke Hengchi sechs Elektroauto-Modelle auf den Markt bringen. Das erste Modell mit Namen 1 soll 2021 an den Start gehen.

Der Immobilien-Gigant Evergrande aus China macht Ernst. Gleich sechs Modelle seiner Automarke Hengchi sollen ab kommenden Jahr auf die Straße kommen. Bei der Namensgebung ihrer rein elektrisch angetriebenen Fahrzeuge haben sich die Chinesen auf keinerlei länderspezifische Feinheiten oder gar Sprachbarrieren eingelassen. Sie haben sie schlicht von 1 bis 6 durchnummeriert.

In den kommenden drei bis fünf Jahren will Evergrande zur weltweit führenden Elektroauto-Gruppe werden. Ein großer Schritt in Richtung dieses Ziels sind die strategischen Kooperationsvereinbarungen mit rund 60 Zulieferern wie Bosch, TyssenKrupp, ZF, BASF und Continental. Bereits im Januar 2019 arbeitete Evergrande mit dem schwedischen Supersportwagen-Hersteller Koenigsegg zusammen. Gleichzeitig hat das Unternehmen 51 Prozent der Anteile am E-Auto-Hersteller NEVS (Saab) übernommen. Ein Hersteller, der wiederum an Faraday Future beteiligt ist.

In den beiden Produktionsstandorten Guangdong und Shanghai, die noch in diesem Jahr fertiggestellt sein sollen, erwartet das Unternehmen eine Produktion von 200.000 Fahrzeugen pro Jahr. Umgerechnet rund drei Milliarden Euro fließen in den kommenden fünf Jahren allein in die Entwicklung von E-Autos. Ganze 6,42 Milliarden Euro investiert Evergrande in den gesamten Sektor der New Energy Vehicles, kurz NEV. Zusätzlich zu den angekündigten sechs E-Autos seien 13 weitere in der Planung.

Sechs Modelle und große Pläne

Das erste Modell, die Nummer 1, soll bereits 2021 in die Massenproduktion starten. Mit einem Radstand von 3,15 Metern soll es das D-Segment, also die obere Mittelklasse, aufmischen. Seine Zweifarben-Außenlackierung ist oben schwarz und unten bronze. Die Premierenfahrzeuge stehen auf 22 Zoll großen Rädern und setzen auf Kameras, statt auf Außenspiegel. Die Türgriffe verschwinden in den Türen.

Hengchi 1
Hengchi
Der Hengchi 1 greift im Segment der Oberen Mittelklasse an.

Ebenfalls auf 22-Zöllern unterwegs ist der Hengchi 2. Das zweite Modell soll im Mittelklasse-Segment für Aufruhr sorgen. Die LED-Frontscheinwerfer wirken ähnlich schlank wie die seitlich montierten Kameras, die auch hier die Außenspiegel ersetzen.

Hengchi 2
Hengchi
Der Hengchi 2 greift im Segment der Mittelklasse an.

Der erste SUV aus dem Hause Hengchi soll der 3 werden. Auffällig sind seine echten Außenspiegel und seine, im Vergleich zum 1er und 2er, groß wirkenden Vier-Augen-Frontscheinwerfer. Auch der Frontgrill wirkt aufrechter und somit großvolumiger. Am Heck des auf 22 Zoll großen Rädern fahrenden SUVs soll ein Heckspoiler installiert sein. Die Blinker- und Rückfahrleuchten sollen sich zudem im hinteren Stoßfänger befinden.

Hengchi 3
Hengchi
Der Hengchi 3 greift im Segment der SUV an.

Als E-MPV mit sieben Sitzen rollt der Hengchi 4 an. Schon von vorn wirkt der mit Kameras statt Außenspiegeln ausgestattete Chinese rundlich gemütlich. Der Frontgrill ist noch breiter als beim 3er SUV angedeutet.

Hengchi 4
Hengchi
Der Hengchi 4 greift im Segment der MPV an.

An Position 5 zeigt die Evergrande Group einen Kompakt-SUV aus der Design-Feder von Maruyama Gonggu. Auch hier haben die Entwickler Kameras an die Position der Außenspiegel gesetzt. Der von vorn kompakter wirkende 5er fährt auf 21 Zoll großen Rädern.

Hengchi 5
Hengchi
Der Hengchi 5 greift im Segment der Kompakt-SUV an.

Das erste kompakte Crossover-SUV-Modell der Marke Hengchi hört auf den Namen 6. Seine sichelförmigen Frontscheinwerfer in LED-Technik und der schmale Grill, der sich jedoch fast über die gesamte Fahrzeugbreite zieht, lassen das Modell sportlich wirken. Die Außenspiegel wurden auch hier durch Kameras ersetzt.

Hengchi 6
Hengchi
Der Hengchi 6 greift im Segment der kompakten Crossover-SUV an.

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Fazit

Die nächste E-Auto-Offensive aus China rollt an. Evergrande bringt seine Marke Hengchi an den Start. Und mit ihr gleich sechs heiße Stromer für nahezu jedes Segment. Allein die Tatsache, dass diese Modelle keine für Nicht-Chinesen unverständlichen Namen haben, könnte für eine Welt-Offensive sprechen.

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