Das Fahrzeug trägt die Bezeichnung "Fast Armored Backhoe Loader", kurz FABHL, und soll vor allem für Arbeiten in gefährlichen Einsatzgebieten gedacht sein. Dazu gehören etwa Räumarbeiten, das Anlegen von Stellungen oder Einsätze in verminten Bereichen.
Technisch basiert das Fahrzeug auf einem klassischen Baggerlader, wurde aber um verschiedene Schutzsysteme erweitert. Laut Hersteller verfügt der FABHL über eine gepanzerte Kabine mit Schutz nach BR7-Standard. Zusätzlich nennt Çukurova einen Minenschutz nach STANAG 4569 Level 2a/2b. Damit soll die Besatzung besser gegen Explosionen unter dem Fahrzeug oder unter den Rädern geschützt werden.
Auch wichtige Fahrzeugbereiche wie Motorraum, Kraftstofftank, Batteriebox und Hydraulikzylinder sind laut Datenblatt geschützt ausgeführt.
Fernsteuerung für Einsätze in Gefahrenbereichen
Ein wesentlicher Unterschied zu normalen Baumaschinen ist die Fernsteuerung. Der FABHL kann laut Hersteller vollständig aus der Distanz bedient werden. Auf Bildern des Unternehmens ist dafür ein mobiles Steuerungssystem mit Monitor und Joysticks zu sehen.
Gerade bei Einsätzen in gefährlichen Bereichen soll das Risiko für die Besatzung reduzieren. Der Fahrer muss sich dann nicht mehr direkt im Fahrzeug befinden. Zusätzlich nennt Çukurova verschiedene weitere Systeme, darunter Kameras für Rundumsicht, Kommunikationslösungen, automatische Feuerlöschanlagen sowie optionale Aktivkohlefiltersysteme.
220 PS und bis zu 80 km/h
Angetrieben wird der rund 17 Tonnen schwere Baggerlader von einem 6,7-Liter-Dieselmotor von Cummins mit 220 PS. Das maximale Drehmoment gibt der Hersteller mit 949 Nm an. Die Kraftübertragung übernimmt ein ZF-Getriebe mit sechs Vorwärts- und drei Rückwärtsgängen.
Laut technischen Angaben erreicht das Fahrzeug eine Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h. Verbaut sind außerdem Allradantrieb und verschiedene Lenkmodi, darunter eine Allradlenkung sowie ein sogenannter Crab-Modus für seitliche Fahrbewegungen. Die Bereifung ist als Run-Flat-System ausgeführt. Selbst nach Beschädigungen sollen Fahrten mit reduzierter Geschwindigkeit noch möglich sein. Çukurova nennt bis zu 15 km/h.
Weitere technische Details
Der FABHL ist rund 9,07 Meter lang, 2,50 Meter breit und je nach Ausstattung bis zu 18 Tonnen schwer. Der Radstand beträgt 3,10 Meter. Die maximale Grabtiefe liegt laut Hersteller bei 4.159 Millimetern, die Frontschaufel fasst 1,1 Kubikmeter Material. Die Hydraulikanlage arbeitet mit bis zu 250 bar Druck und einer Förderleistung von 176 Litern pro Minute. Zudem verfügt das Fahrzeug über ein hydropneumatisches Fahrwerkssystem für Straßen- und Geländeeinsätze. Der Kraftstofftank fasst 200 Liter, optional sind 300 Liter möglich.
Çukurova stammt ursprünglich aus dem zivilen Baumaschinenbereich. Das Unternehmen produziert nach eigenen Angaben seit Jahrzehnten Radlader und Baggerlader und exportiert seine Maschinen in zahlreiche Länder. Die militärische Sparte wurde erst in den vergangenen Jahren ausgebaut.





