Bis zum 13.4.2026 ist nun die Produktion im Werk an der Grenze zwischen Detroit und Hamtramck gestoppt. 1.300 Beschäftigte wurden in eine befristete Freistellung geschickt. Betroffen ist die Produktion von Modellen wie dem elektrischen Chevrolet Silverado und dem Hummer EV (Fotoshow).
Bereits zuvor hatte GM die Fertigung in dem Werk reduziert. Im Januar wurde die Produktion laut Unternehmensangaben bereits um rund die Hälfte gesenkt.
Nachfrage nach Elektroautos schwächer als erwartet
Hintergrund der Entscheidung ist eine rückläufige Nachfrage nach Elektroautos in den USA. Ein zentraler Faktor ist der Wegfall der staatlichen Förderung. Die bisherige Steuervergünstigung von 7.500 Dollar für Käufer wurde im vergangenen Jahr gestrichen.
Gleichzeitig steigen die Kosten für die Produktion von Elektrofahrzeugen. Branchenanalysten weisen darauf hin, dass sich damit die Kalkulation der Hersteller verändert. Die Folge sind Anpassungen bei Produktionsmengen und Investitionen.
Hersteller passen Strategie an
Neben General Motors reagiert auch Ford Motor Company auf die Entwicklung. Beide Hersteller setzen wieder stärker auf Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, insbesondere große Pick-ups und SUVs, die weiterhin hohe Margen erzielen.
Bei GM zeigt sich das auch in weiteren Entscheidungen. Geplante Elektroprojekte wurden gestoppt oder verschoben. Dazu zählen unter anderem elektrische Lieferfahrzeuge sowie Anpassungen in bestehenden Werken.
Energiepreise sorgen für zusätzliche Unsicherheit
Ein weiterer Faktor ist die Entwicklung der Energiepreise. Der Konflikt im Nahen Osten hat zuletzt zu steigenden Ölpreisen geführt. Damit verändern sich auch die Betriebskosten für Fahrzeuge. Für Käufer entsteht dadurch eine schwer kalkulierbare Situation. Unsichere Kosten für Kraftstoffe und Strom führen dazu, dass Anschaffungen häufiger aufgeschoben werden.
Branchenbeobachter erwarten, dass sich diese Zurückhaltung kurzfristig fortsetzt.












