Fans vs Ferrari Luce-Cockpit: "Ist das ein Ferrari 17 Pro Max?"

Fans vs Ferrari Luce-Cockpit
„Ist das ein Ferrari 17 Pro Max?“

ArtikeldatumVeröffentlicht am 11.02.2026
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Noch bevor das Exterieur des Supersportlers präsentiert wurde, zeigte der Hersteller das Cockpit. Entstanden ist es in Zusammenarbeit mit dem Designstudio LoveFrom um Jony Ive, der unter anderem für iPhone und iPad verantwortlich war.

In sozialen Netzwerken folgte innerhalb weniger Stunden eine Flut an Kommentaren. Neben vereinzeltem Lob dominieren kritische und spöttische Reaktionen. Vor allem die Displays stehen im Mittelpunkt. Viele Nutzer sehen eine zu starke Nähe zu Unterhaltungselektronik und stellen die Frage, ob dieses Interieur noch dem bisherigen Markenbild entspricht.

Spott zwischen Apple, Fiat und Spielkonsole

Ein häufiger Vorwurf lautet sinngemäß "zu viel Apple, zu wenig Ferrari". Mehrfach wird das Cockpit als "Ferrari 17 Pro Max" oder "Ipherrari" bezeichnet. Andere schreiben, man kaufe künftig keinen Motor mehr, sondern eine "teure Mikrowelle". Ein Nutzer vergleicht das Auto mit "alkoholfreiem Bier".

Auch der Gaming-Vergleich taucht mehrfach auf. Kommentare wie "Nintendo Ferrari noch vor GTA 6" oder "Ist das nur für die Switch 2?" spielen auf eine vermeintlich spielzeughafte Anmutung an. Ein anderer Nutzer schreibt ironisch, Ferrari liefere "ein Logitech-Lenkrad und ein Tablet mit SIM-Hub-Dash".

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Zahlreiche Kommentare greifen zu Vergleichen mit anderen Marken. Genannt werden unter anderem Fiat 500, Fiat Multipla, Mini Cooper, Toyota, Alfa Romeo 33 oder sogar ein koreanischer Van. Ein besonders zugespitzter Kommentar lautet sinngemäß "Ersetzt das Ferrari-Logo durch Toyota, keiner würde es merken". Andere sprechen von "Ferrari #Temu" oder "Made in Chinataly".

Auch Anspielungen auf Haushaltsgeräte fehlen nicht. Mehrfach ist von "Kaffeemaschine", "Haushaltsgerät" oder "Familien-Van" die Rede. Ein Nutzer fragt, ob Ferrari nun "Low-Budget-Autos" baue. Ein anderer kommentiert schlicht "Ist das ein Minivan?".

April-Scherz und Grabes-Metaphern

Mehrere Kommentare unterstellen einen Scherz. "Ist schon der erste April?" oder "April ist doch erst in zwei Monaten" heißt es dort. Andere fordern ironisch, Ferrari solle "jetzt bitte die echten Innenräume zeigen".

Auffällig ist zudem die wiederkehrende Bezugnahme auf Enzo Ferrari. Kommentare wie "Enzo würde sich im Grab umdrehen", "R.I.P. Ferrari 1947 bis 2026" oder "Ihr grabt euch euer eigenes Grab" verdeutlichen die emotionale Aufladung der Debatte. Ein Nutzer schreibt, Lamborghini übernehme nun den Thron. Ein anderer meint, man ende "wie Jaguar".

Ablehnung des Elektro-Antriebs

Neben dem Design steht auch der elektrische Antrieb im Fokus. "Wir wollen kein Elektro", "Warum elektrisch?" oder "Eine elektrische Ferrari ist ein Verbrechen" lauten einige der pointierten Aussagen. Mehrfach wird der fehlende Motorensound als zentraler Kritikpunkt genannt. Ein Kommentar fasst diese Haltung zusammen: 90 Prozent des Ferrari-Gefühls bestünden aus Klang, Schaltvorgängen und Vibrationen.

Trotz der Vielzahl an kritischen und spöttischen Beiträgen gibt es auch differenzierte Stimmen. Einige Nutzer loben das Lenkrad ausdrücklich. Andere erkennen an, dass Ferrari physische Schalter und Kipptaster integriert hat und nicht ausschließlich auf Touchbedienung setzt. Einzelne Kommentare sprechen von einem mutigen oder frischen Ansatz.

Technisch kombiniert das Cockpit einen zentralen Bildschirm mit Kippschaltern im Flugzeugstil und einem physischen Lautstärkeregler. Die Instrumenteneinheit besteht aus zwei überlappenden OLED-Displays mit retroinspirierten Grafiken. Auch der Startvorgang ist inszeniert, unter anderem mit einem Schlüssel samt E-Ink-Display.

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