FC Bayern München und die Dienst-Audis: Diese "Regeln" gelten für die Bayern-Stars

FC Bayern München und die Dienst-Audis
Diese „Regeln“ gelten für die Bayern-Stars

ArtikeldatumVeröffentlicht am 24.02.2026
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Audi ist seit 2002 Partner des Rekordmeisters und hält seit 2010 8,33 Prozent an der FC Bayern München AG. Der Einstieg wurde damals mit 90 Millionen Euro beziffert. Der Klub sprach damals von einer "langfristig angelegten strategischen Partnerschaft". Und zu dieser Partnerschaft gehört auch, dass die Spieler öffentlichkeitswirksam im Sponsoren-Audi vorfahren – auch wenn sie privat andere Marken bevorzugen.

Wer welches Modell fährt

Im aktuellen Kader zeigt sich eine klare PS-Logik, wie die "Bild" berichtet. Mehrere Führungsspieler fahren den RS E-Tron GT Performance. Das vollelektrische Topmodell leistet bis zu 925 PS, der Listenpreis beginnt bei rund 160.500 Euro. Michael Olise, Jamal Musiala und Alphonso Davies fahren dieses Modell.

Manuel Neuer und Leon Goretzka entschieden sich für den Q8 SUV TFSI E Quattro. Der Plug-in-Hybrid kommt auf bis zu 490 PS, Einstiegspreis rund 96.200 Euro. Joshua Kimmich fährt laut Bericht den Q7 SUV S-Line TFSI E mit 462 PS und sieben Sitzen, Basispreis rund 88.800 Euro.

Für jüngere Profis gilt eine andere Linie. Lennart Karl, der gerade volljährig wurde, fährt einen Q4 Sportback E-Tron 55 Quattro mit nur 340 PS und einem kleineren Preisschild von rund 59.000 Euro. Auch Tom Bischof gehört zu den Rookie-Fahrern mit Einstiegs-Audi.

Eine offiziell veröffentlichte Hierarchie existiert natürlich nicht. Mit Blick auf die Vorfahrt an der Säbener Straße ist diese Praxis jedoch einfach erkennbar: Jüngere Spieler erhalten zunächst kompaktere Modelle, während etablierte Stammkräfte zu leistungsstärkeren Varianten greifen.

Ein neues Auto pro Saison

Jeder Profi erhält in der Regel einmal pro Saison einen neuen Audi-Dienstwagen. Die Übergaben erfolgen öffentlichkeitswirksam. Gewählt wird ausschließlich aus dem aktuellen Portfolio des Herstellers. Die Fahrzeuge laufen über ein zentrales Flottenmodell. Versicherung, Wartung und organisatorische Abläufe werden koordiniert. Reifenwechsel inklusive Einlagerung gehört ebenso dazu wie die Betreuung bei Schäden oder Unfällen.

Am Trainingsgelände an der Säbener Straße wurden zum Beginn der Audi-Kooperation 38 Ladepunkte eingerichtet. Auch an der Allianz-Arena stehen mehr als 50 Lademöglichkeiten zur Verfügung. Größere SUV-Modelle werden teilweise weiterhin als Plug-in-Hybride genutzt. Die elektrische Ausrichtung bleibt jedoch das offizielle Leitbild von Club und Hersteller.

Audi only bei offiziellen Terminen

Seit einigen Jahren wird bei offiziellen Terminen konsequent darauf geachtet, dass die Profis mit ihrem Audi-Dienstwagen erscheinen. Nach "Bild"-Informationen war das nicht immer so strikt. In früheren Jahren kamen Spieler vereinzelt auch mit Mercedes-SUV zu Veranstaltungen, darunter etwa Thiago, Jérôme Boateng oder Lucas Hernández, was intern beanstandet worden sei.

Auch Konzernmarken aus dem Volkswagen-Umfeld wurden lange toleriert. So fuhr Robert Lewandowski im Bentley vor, Franck Ribéry im Lamborghini und Leroy Sané im Porsche. Erst unter dem damaligen Sportvorstand Hasan Salihamidzic, der von 2020 bis 2023 im Amt war, sei das Prinzip "Audi only" klar festgelegt und strenger umgesetzt worden. Privat können Spieler andere Fahrzeuge besitzen, bei offiziellen Anlässen greift jedoch die Markenbindung.

Besonderheit am Spieltag

Zu Heimspielen reist die Mannschaft geschlossen mit dem Team-Bus an, entweder von der Säbener Straße oder vom Teamhotel "Infinity" in Unterschleißheim. Die Dienstwagen werden separat zur Arena gebracht.

Nach Abpfiff stehen die Fahrzeuge auf dem VIP-Parkplatz direkt am Kabinentrakt bereit. Laut Medienberichten gehören Reinigung, Laden und organisatorische Betreuung zum Service. Für die Profis bedeutet das, nach dem Spiel direkt mit Familie oder Freunden im eigenen Dienstwagen nach Hause fahren zu können.

Die Auto-Policy ist Teil einer größeren Struktur. Audi hält 8,33 Prozent der FC Bayern München AG. Der Einstieg 2010 wurde mit 90 Millionen Euro beziffert. Neben Audi sind auch Adidas und Allianz jeweils mit 8,33 Prozent beteiligt, 75 Prozent verbleiben beim Mutterverein.

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