Ferrari 360 Spider für 30.000 Euro: Preis ruft Polizei auf den Plan

Ferrari 360 Spider für 30.000 Euro
Preis ruft Polizei auf den Plan

ArtikeldatumVeröffentlicht am 07.06.2026
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Nach Angaben der spanischen Nationalpolizei fiel das Angebot für den Ferrari zunächst wegen des ungewöhnlich niedrigen Preises auf. Der Verkäufer wollte über ein Online-Inserat weniger als 30.000 Euro für den Sportwagen haben, ein Schnäppchen, denn für einen originalen Ferrari 360 Spider werden auf dem Gebrauchtwagenmarkt je nach Zustand und Laufleistung meist zwischen 70.000 und mehr als 120.000 Euro verlangt.

Die Cybercrime-Einheit der Polizei in Murcia nahm daraufhin Ermittlungen auf. Über die Angaben im Inserat konnten die Beamten den Verkäufer identifizieren. Wenig später wurde das Fahrzeug im Ort El Altet nahe dem Flughafen Alicante-Elche entdeckt.

Kontrolle bringt die Unterschiede ans Licht

Auf den ersten Blick sprach vieles für einen echten Ferrari. Das Modell trug die typische rote Lackierung, Ferrari-Embleme und -Schriftzüge sowie die charakteristische Linienführung des Ferrari 360 Spider.

Bei einer genaueren Untersuchung stellten die Ermittler jedoch fest, dass es sich nicht um ein Original handelte. Nach Angaben der Polizei war die Karosserie aus Glasfaser gefertigt und auf einem Stahl-Monocoque eines anderen Fahrzeugherstellers aufgebaut worden – vermutlich auf Basis eines Toyota MR-2. Spanische Medien berichten, dass die Nachbildung in einer Werkstatt in der Provinz Alicante entstanden sein soll.

Fahrzeug war zugelassen

Besonders bemerkenswert ist, dass das Fahrzeug über eine gültige Zulassung verfügte und grundsätzlich am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen durfte. Nach Angaben der Polizei erfüllte der Umbau offenbar die technischen Anforderungen hinsichtlich Gewicht, Abmessungen und Verkehrssicherheit. Die Ermittlungen richten sich deshalb nicht gegen die Replika, sondern gegen die Verwendung geschützter Markenzeichen und Designelemente.

Die Behörden werfen dem Besitzer einen möglichen Verstoß gegen gewerbliche Schutzrechte und das Markenrecht vor. Die Polizei spricht von einem mutmaßlichen Delikt gegen das geistige Eigentum.

Besitzer vorläufig festgenommen

Der Fake-Ferrari wurde beschlagnahmt. Der Besitzer wurde vorübergehend festgenommen und anschließend wieder auf freien Fuß gesetzt. Über eine mögliche Anklage oder gerichtliche Schritte sind bisher nichts bekannt.

Die Ermittlungen dauern an. Dabei soll geklärt werden, ob die Nutzung der Ferrari-Logos, Schriftzüge und weiterer markengeschützter Elemente rechtswidrig war.

Anm. d. Red.: Bei den Bilder handelt es sich um Originale-Polizei-Fotos. Die Redaktion hat per KI lediglich das Format verändert.

Fazit