Die US-Regierung unter Donald Trump will, dass Autohersteller eine größere Rolle bei der Waffenproduktion spielen. Das berichtet das Manager Magazin mit Bezug auf das Wall Street Journal.
Teile für Waffensysteme werden gebraucht
Laut WSJ hätten hochrangige Verteidigungsbeamte Gespräche über die Produktion von Waffen und anderen militärischen Gütern mit Topmanagern mehrerer Unternehmen geführt, darunter Mary Barra von GM und Jim Farley von Ford. Ferner sollen auch der Turbinenhersteller GE Aerospace und der Fahrzeug- und Maschinenhersteller Oshkosh an den Gesprächen beteiligt gewesen sein.
Die Gespräche sollen zwar vorläufig, jedoch relativ umfassend gewesen sein. Dabei sei es unter anderem darum gegangen, wie die Unternehmen bei der Produktion von Komponenten oder Teilen für verschiedene Waffensysteme helfen könnten – unter anderem durch den Einsatz fortschrittlicher Fertigungstechniken wie 3D-Druck.
Die Beamten des Pentagons hätten die Führungskräfte der Industrieunternehmen auch darum gebeten, Hindernisse für die Übernahme von Verteidigungsaufträgen zu benennen – etwa mögliche Hürden im Ausschreibungsverfahren.
Hegseth fordert Kriegsmodus
Wie das Manager Magazin weiter berichtet, sei US-Kriegsminister Peter Hegseth um die nationale Sicherheit besorgt, da die Kriege in der Ukraine und im Iran die Lagerbestände der US-Streitkräfte aufzehrten. Deshalb dränge er die Unternehmen dazu, in einen "Kriegsmodus" umzuschalten und die Regierung dabei zu unterstützen, die Waffenproduktion auszuweiten. Zuletzt hatte das Pentagon einen Antrag auf ein Budget von 1,5 Billionen Dollar gestellt. Der Antrag sieht massive Investitionen in die Munitions- und Drohnenherstellung vor.
GM ist mit seiner Defense-Sparte bereits im Rüstungsbereich aktiv, Ford hingegen bislang nicht. Oshkosh baut ebenfalls bereits Militär-Fahrzeuge, erwirtschaftet den größten Teil seines Umsatzes aber mit nicht-militärischen Aktivitäten.





