Die Verkaufszahlen des VW Bulli, insbesondere der T-Baureihe, sind 2025 um 15,2 Prozent auf 125.700 Einheiten gesunken. Dieser Rückgang ist vor allem auf den Modellwechsel zurückzuführen. Die Produktion des T6.1, der über zwei Jahrzehnte ein Verkaufsschlager war, wurde im Sommer 2024 eingestellt. Die Nachfolgegeneration, die auf der technischen Basis des Ford Transit Custom basiert, kam erst im Frühjahr 2025 auf den Markt. Diese Verzögerung führte zu einem Übergangsjahr mit geringeren Verkaufszahlen.
Der Modellwechsel und seine Auswirkungen
Der neue Transporter markiert einen Wendepunkt in der Geschichte des Bulli. Er wird in einem Ford-Werk in der Türkei produziert und teilt sich viele technische Komponenten mit dem Ford Transit Custom. Diese Zusammenarbeit ermöglicht es Volkswagen, Kosten zu senken und moderne Technologien wie Plug-in-Hybrid- und Elektroantriebe anzubieten. Dennoch sehen einige Kritiker die Abkehr von einer rein VW-eigenen Plattform skeptisch.
Technische Innovationen und Variantenvielfalt
Der neue Transporter bietet eine beeindruckende Vielfalt an Varianten. Mit 13 Karosserievarianten und drei verschiedenen Antriebssystemen – Diesel, Plug-in-Hybrid und Elektro – deckt er ein breites Spektrum an Kundenbedürfnissen ab. Besonders die Einführung der Pritsche mit Doppelkabine im Jahr 2026 wird als wichtiger Schritt gesehen, um die Attraktivität des Modells zu steigern. Die elektrischen Varianten profitieren von der steigenden Nachfrage nach umweltfreundlichen Fahrzeugen, insbesondere in Europa.
Die Rolle des Multivan und des ID. Buzz
Ein Lichtblick in den Verkaufszahlen der T-Baureihe ist der Multivan, der 2025 mit 38.700 Neuzulassungen das beste Jahr seiner Geschichte verzeichnete. Auch der ID. Buzz, ein rein elektrischer Van, konnte seine Verkaufszahlen mehr als verdoppeln. Diese Modelle tragen dazu bei, die Gesamtbilanz der T-Baureihe zu stabilisieren und zeigen das Potenzial von elektrifizierten Nutzfahrzeugen.
Herausforderungen und Zukunftsperspektiven
Trotz der positiven Entwicklungen bei den elektrischen Modellen steht Volkswagen vor Herausforderungen. Die Konkurrenz im Segment der Nutzfahrzeuge ist stark, und die Abhängigkeit von einer gemeinsamen Plattform mit Ford könnte langfristig zu Einschränkungen führen. Dennoch zeigt sich Volkswagen optimistisch. Der Ausbau der Modellvarianten und die Einführung neuer digitaler Services sollen dazu beitragen, die Marktposition zu stärken und die Verkaufszahlen in den kommenden Jahren zu steigern.












