Getriebe-Trendwende: Nismo-Chef kündigt Rückkehr des Handschalters an

Getriebe-Trendwende?
Nismo-Chef kündigt Rückkehr des Handschalters an

ArtikeldatumVeröffentlicht am 28.05.2026
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Nissan 400Z Nismo Handschalter
Foto: Nissan

Gegenüber dem australischen Magazin CarExpert stellte Yutaka Sanada, weltweiter CEO von Nismo, fest: "Die Kundennachfrage nach dem Dreipedal-Getriebe kehrt zurück." Sanada ordnete ein, dass es bei der Entwicklung von Nismo-Fahrzeugen nicht primär um die Wahl des Getriebes gehe, sondern um das "Gesamtpaket". Der Fokus liege darauf, wie der Fahrer Beschleunigung und Kurvenverhalten erlebt, eine Abstimmung, bei der die professionellen Rennfahrer der Marke eine wesentliche Rolle spielen.

Der Nissan Z Nismo mit Handschaltung

Nissan untermauerte diese Haltung bereits vor einigen Monaten mit einer konkreten Entscheidung. Nachdem der Hersteller den 420 PS starken Z Nismo anfangs ausschließlich mit einer Neungang-Automatik angeboten hatte, reagierte der Hersteller auf die Nachfrage der Kunden: Im Zuge der Modellpflege 2026 stattet Nissan das Topmodell optional mit einem manuellen Sechsgang-Getriebe aus. Dieser Schritt erfolgt zu einem strategisch günstigen Zeitpunkt, da Konkurrent Toyota die Produktion des ebenfalls manuell schaltbaren Supra pausiert.

Die Betonung der manuellen Schaltung nährt Spekulationen rund um den angekündigten Nachfolger des Nissan Skyline. Nissan hat das Fahrzeug als Limousine bestätigt und als "Herzschlag-Modell für Japan" mit Fokus auf "Leistung, Präzision und fahrerorientierten Charakter" beschrieben. Es wird erwartet, dass der bekannte Dreiliter-Twin-Turbo-V6 aus dem Nissan Z zum Einsatz kommt. In Kombination mit Nismos aktueller Ausrichtung scheinen ein manuelles Getriebe und Hinterradantrieb gesetzt zu sein.

Die Gegenthese von BMW M

Die BMW M GmbH verfolgt einen gegensätzlichen Kurs. Deren Chef, Frank van Meel, formulierte es deutlich: "Aus technischer Sicht ergibt ein Schaltgetriebe eigentlich keinen Sinn." Die Argumentation basiert auf der Überlegenheit moderner Automatikgetriebe in Bezug auf Schaltgeschwindigkeit und Effizienz. Zudem sei die Integration in komplexe Assistenzsysteme sowie hybridisierte und elektrische Antriebsstränge einfacher.

Obwohl die Nachfrage nach Handschaltern bei M-Modellen im Jahr 2025 bei rund 40 Prozent lag, wird es, Stand jetzt, keine Neuentwicklungen mehr geben. Die manuelle Option für M2, M3 und M4 soll bis circa 2030 im Programm bleiben, bevor das Kapitel geschlossen wird.

Fazit