Ghost Plates und ihre gefährlichen Folgen: Warum Großbritannien dringend handeln muss

Warum Großbritannien dringend handeln muss
Ghost Plates und ihre gefährlichen Folgen

ArtikeldatumVeröffentlicht am 08.01.2026
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Kennzeichen Großbritannien
Foto: jamesjames2541 via Getty Images

In Großbritannien floriert der Handel mit "Ghost Plates", Nummernschildern, die für die meisten Überwachungskameras unsichtbar sind. Diese Schilder ermöglichen es Autofahrern, aber auch Kriminellen und kriminellen Organisationen, die Überwachung durch automatische Kennzeichenerkennungssysteme (ANPR) zu umgehen. Es scheint, als ob das Zulassungssystem den Anforderungen der modernen Technologie nicht gewachsen ist, was zu einem wachsenden illegalen Markt führt. Dieser Markt ist nicht nur lukrativ, sondern auch gefährlich, da er Kriminalität begünstigt und das Vertrauen der Bevölkerung in die Sicherheitsbehörden untergräbt.

Eine unzureichende Kontrolle der Anbieter

Die britische Zulassungsbehörde DVLA scheint in Bezug auf die Kontrolle der Kennzeichenanbieter hinterherzuhinken. Laut Recherchen der "Daily Mail" genügt eine einmalige Gebühr von 40 Pfund (46 Euro), um als offizieller Kennzeichenlieferant registriert zu werden, ohne dass eine umfassende Sicherheitsprüfung erfolgt. Tausende Händler sind im System eingetragen, aber nur eine geringe Zahl von ihnen wird tatsächlich überprüft. Einige Anbieter werben sogar mit Begriffen wie "Ghost Plates" und liefern die Schilder ohne die sonst üblichen Identitätsnachweise. Dieses Schlupfloch sorgt für ein großes Vertrauen in die Möglichkeit, illegale Schilder zu erwerben – und das ganz legal.

Warum "Ghost Plates" die Kriminalitätsbekämpfung erschweren

Die Auswirkungen des "Ghost Plates"-Phänomens sind nicht nur theoretischer Natur. Kriminelle nutzen diese Schilder, um Verkehrskontrollen zu umgehen, was die Arbeit der Polizei erheblich erschwert. Ob es um Diebstahl, Drogenhandel oder andere illegale Aktivitäten geht – "Ghost Plates" bieten den Tätern einen gewaltigen Vorteil, da sie praktisch unsichtbar für die Technologie sind, die zur Überwachung des Verkehrs eingesetzt wird. Es wird immer schwieriger für die Behörden, eine Verbindung zwischen einem Fahrzeug und seiner tatsächlichen Nutzung zu ziehen.

Ein schwerwiegender Vertrauensverlust in das System

Der wachsende Markt für "Ghost Plates" hat nicht nur sicherheitspolitische Auswirkungen, sondern führt auch zu einem massiven Vertrauensverlust in das britische Zulassungssystem. Wenn Bürger und Unternehmen feststellen, dass es so einfach ist, das System zu manipulieren, untergräbt dies das Vertrauen in staatliche Institutionen und die Ordnungsmacht insgesamt. Für viele stellt sich die Frage, wie ein System, das solche Lücken aufweist, überhaupt noch als vertrauenswürdig angesehen werden kann.

Die politischen Reaktionen und notwendige Maßnahmen

Politiker und Ermittlungsbehörden haben inzwischen auf den Skandal reagiert. Forderungen nach strengeren Kontrollen und einer stärkeren Überwachung der Anbieter sind laut geworden. Ein Bericht von Abgeordneten wies auf die vielen Sicherheitslücken hin, die durch das fehlende Kontrollsystem bei der Zulassung der Händler entstehen. Während die britische Regierung nun ernsthaft in Erwägung zieht, "Ghost Plates" und ähnliche Produkte zu verbieten, bleibt abzuwarten, wie schnell solche Maßnahmen umgesetzt werden können. In Anbetracht der wachsenden Gefahr, die von diesen illegalen Schildern ausgeht, dürfte es höchste Zeit für konkrete Veränderungen sein.

Fazit