Im Mittelpunkt steht zwischen dem 24.4. und dem 26.4.2026 die Übung "HETHEX 2026" ("Hesse-Thuringia-Exercise"). Dabei werden militärische Verbände gezielt im öffentlichen Straßenverkehr bewegt. Beteiligt sind rund 900 Soldaten sowie bis zu 400 Fahrzeuge. Die Fahrten finden auf Abschnitten der Autobahnen A4, A5, A7 und A38 statt. Hier ist besonders ist mit verstärktem Kolonnenverkehr zu rechnen.
Ein Sprecher der Bundeswehr sagte der dpa, es gehe um die "Überprüfung von Verfahren und Abläufen der Drehscheibe Deutschland über Ressort- und Bundesländergrenzen hinweg". Gemeint ist damit die Fähigkeit, Truppen und Material im Ernstfall schnell und abgestimmt durch Deutschland zu verlegen.
Kolonnen fahren als geschlossener Verband
Militärische Fahrzeugkolonnen bewegen sich als geschlossener Verband. Die Fahrzeuge fahren mit geringem Abstand und bleiben als Einheit zusammen. Für den übrigen Verkehr bedeutet das, dass ein Einscheren zwischen einzelne Fahrzeuge nicht vorgesehen ist.
Überholvorgänge sind grundsätzlich möglich, erfordern aber ausreichend Platz und eine klare Verkehrssituation. Verzögerungen können vor allem dann entstehen, wenn Kolonnen auf Autobahnen auffahren, Fahrstreifen wechseln oder Anschlussstellen passieren.
Nach Angaben der Bundeswehr werden die Fahrten möglichst außerhalb der Hauptverkehrszeiten geplant. Verkehrsbehörden sind in die Abstimmung eingebunden, um Auswirkungen auf den zivilen Verkehr gering zu halten.
Parallel dazu Übung im Südwesten
Seit Montag (20.4.2026) läuft im Südwesten Deutschlands die Bundeswehrübung "ORANGE ROAD 2026". Im Raum Bruchsal, Speyer, Heidelberg, Mannheim, Karlsruhe und Kehl sind rund 850 Soldaten der Militärpolizei im Einsatz.

Die Militärpolizei probt mit rund 850 Soldaten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz "Marschbegleitung, Verkehrslenkung und den Umgang mit modernen Bedrohungen wie etwa Drohnen".
Im Mittelpunkt stehen typische Aufgaben der Feldjäger. Dazu gehören Verkehrslenkung, die Begleitung militärischer Märsche sowie Sicherungsaufgaben im Umfeld kritischer Infrastruktur. Auch der Einsatz von Drohnen wird trainiert. Neben der Bundeswehr sind Polizei, Behörden und Hilfsorganisationen eingebunden, um Abläufe unter realen Bedingungen zu erproben. Nach Angaben der Bundeswehr besteht keine Gefährdung für die Bevölkerung. Geübt wird mit sogenannter Manövermunition ohne Projektil. Ziel ist es, Abläufe unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren, ohne den zivilen Verkehr grundsätzlich einzuschränken.
Gerüchte über Einschränkungen nicht bestätigt
In sozialen Netzwerken kursieren vereinzelt Hinweise auf angebliche Sperrungen oder weitreichende Einschränkungen für Autofahrer. Dafür gibt es nach den vorliegenden Informationen keine Grundlage.
Die Übungen finden im regulären Straßenverkehr statt. Es handelt sich nicht um militärisch abgesperrte Bereiche, sondern um koordinierte Fahrbewegungen innerhalb der bestehenden Infrastruktur.





