Erlaubt sind dann nur noch 17.668 Fahrzeuge insgesamt, davon 14.000 Mietwagen. Das sind rund 2.000 weniger als 2025 – und das war bereits das erste Jahr mit einer solchen Obergrenze. Die Regelung gilt vom 1. Juni bis 30. September.
Wer das Mietwagen bekommt – und wer leer ausgeht
Die Rechnung ist simpel: Zu viele Autos, zu wenige Straßen. In der Hochsaison verwandeln sich Küstenstraßen, Strandzufahrten und Ortszentren regelmäßig in Dauerstaus – die Infrastruktur der Insel ist auf den Ansturm von Millionen Urlaubern schlicht nicht ausgelegt. Die Fahrzeugobergrenze ist die Antwort der Inselverwaltung darauf: erst 2025 eingeführt, 2026 bereits weiter verschärft. Ähnliche Modelle gibt es inzwischen auf mehreren Mittelmeerinseln – Ibiza gehört damit zu den konsequenteren Beispielen.
Die 14.000 täglich erlaubten Mietwagen werden nicht einfach gleichmäßig auf alle Anbieter verteilt. Die Inselverwaltung arbeitet mit einem Quotensystem, wer eine moderne, emissionsarme Flotte nachweist, bekommt mehr Fahrzeuge zugeteilt. Neu in der Saison 2026 ist ein zusätzlicher Bonus für Elektroautos – Anbieter, die E-Fahrzeuge im Portfolio haben, werden bei der Vergabe bevorzugt. Je nachdem, bei welchem Anbieter man bucht, kann die Verfügbarkeit stark variieren – auch innerhalb derselben Fahrzeugklasse. Wer auf einen bestimmten Anbieter fixiert ist, könnte dort schneller vor einem leeren Kontingent stehen als anderswo.
Was müssen Urlauber jetzt tun?
Frühzeitig buchen ist keine Empfehlung mehr, sondern Pflicht. Wer seinen Ibiza-Urlaub für Juli oder August plant, sollte den Mietwagen nicht zusammen mit dem Koffer packen, sondern so früh wie möglich reservieren – idealerweise Monate im Voraus. Besonders knapp werden SUV und Vans: Diese Fahrzeugklassen sind bei vielen Anbietern ohnehin in geringer Stückzahl vorhanden und dürften als erstes vergriffen sein.
Wer auf ein Auto verzichten kann oder will, findet Alternativen: Busse verbinden die wichtigsten Orte und touristische Ziele auf der Insel, Taxis stehen ebenfalls zur Verfügung. Aber auch hier gilt: In der Hauptsaison ist beides stark ausgelastet, spontane Verfügbarkeit ist keine Selbstverständlichkeit. Wer entspannt ankommen will, plant auch das im Voraus.












