Irre Kraft, hohes Tempo, Monster-Motor: Neue Büffel für die Bundeswehr

Irre Kraft, hohes Tempo, Monster-Antrieb
Neue Büffel für die Bundeswehr

ArtikeldatumVeröffentlicht am 24.06.2026
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Bergepanzer 3 Büffel
Foto: Bundeswehr/Mario Bähr

Während Kampfpanzer wie der Leopard 2 meist im Mittelpunkt stehen, gehört der Büffel zu den wichtigsten Fahrzeugen der Panzertruppe. Wenn also ein Leopard 2 mit mehr als 60 Tonnen Gewicht im Schlamm versinkt, nach einem technischen Defekt liegen bleibt oder unter Gefechtsbedingungen geborgen werden muss, kommt der Büffel zum Einsatz. Seine Aufgabe ähnelt der eines Abschleppwagens, allerdings in einer Gewichtsklasse, die weit über zivile Bergefahrzeuge hinausgeht.

Der stärkste Abschleppwagen der Panzertruppe

Der Bergepanzer 3 basiert auf dem Fahrgestell des Leopard 2. Wanne, Laufwerk und große Teile der Antriebstechnik stammen direkt vom Kampfpanzer. Dadurch kann der Büffel denselben Verbänden folgen und auch dort arbeiten, wo normale Bergefahrzeuge längst an ihre Grenzen stoßen.

Angetrieben wird das Fahrzeug von einem MTU-Zwölfzylinder-Dieselmotor mit 47,6 Litern Hubraum und 1.500 PS Leistung. Trotz seines Gefechtsgewichts von 55,3 Tonnen erreicht der Bergepanzer Geschwindigkeiten von bis zu 68 km/h. Die Reichweite liegt bei rund 470 Kilometern.

Die dreiköpfige Besatzung arbeitet dabei unter demselben Panzerschutz wie die Truppe, die sie unterstützt. Das ist entscheidend, wenn beschädigte Fahrzeuge unter Gefechtsbedingungen geborgen werden müssen.

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Bis zu 100 Tonnen Zugkraft

Das wichtigste Werkzeug des Büffels ist seine Hauptwinde. Zusammen mit Umlenkrollen entwickelt sie Zugkräfte von rund 100 Tonnen. Damit lassen sich selbst festgefahrene Kampfpanzer oder andere schwere Kettenfahrzeuge aus schwierigem Gelände ziehen. Die Bergung kann vielfach erfolgen, ohne dass die Besatzung das geschützte Fahrzeug verlassen muss.

Zusätzlich verfügt der Bergepanzer über eine Hilfswinde, die das Verlegen der schweren Bergeseile unterstützt und die Arbeit im Gelände erleichtert.

Der Kran hebt komplette Triebwerke

Mindestens ebenso beeindruckend wie die Winde ist die Krananlage des Büffels. Sie kann Lasten von bis zu 30 Tonnen bewegen.

Das reicht aus, um komplette Leopard-2-Triebwerke oder andere schwere Baugruppen auszubauen und zu ersetzen. Viele Reparaturen können dadurch direkt im Feld durchgeführt werden. Der Bergepanzer wird so zur mobilen Werkstatt der Panzertruppe.

Bergepanzer 3 Büffel
Bundeswehr/Marco Dorow

An der Fahrzeugfront befindet sich außerdem ein großes Räumschild. Es dient nicht nur zum Bewegen von Erdreich oder Hindernissen. Gleichzeitig stabilisiert es den Panzer bei schweren Kranarbeiten.

Fahrzeuge bis 70 Tonnen unter Panzerschutz bergen

Die moderneren Varianten des Büffels verfügen über spezielle Bergeeinrichtungen am Heck. Damit können beschädigte Fahrzeuge mit einem Gewicht von bis zu 70 Tonnen unter Panzerschutz aus Gefahrenbereichen gezogen werden.

Gerade mit Blick auf die immer schwerer werdenden Leopard-2-Versionen gewinnt diese Fähigkeit an Bedeutung. Moderne Kampfpanzer überschreiten inzwischen teilweise deutlich die Marke von 60 Tonnen.

Technische Daten des Bergepanzers 3 Büffel

Seit Jahrzehnten bei NATO-Staaten im Einsatz

Der Bergepanzer 3 wurde in den 1990er Jahren entwickelt und wird heute von mehreren NATO-Staaten genutzt. Neben Deutschland setzen unter anderem die Niederlande, Kanada, Schweden, die Schweiz, Spanien und Ungarn auf das System. Die jetzt vom Haushaltsausschuss freigegebene Beschaffung umfasst 23 Bergepanzer 3 A2 Büffel, einschließlich Zubehör und Vorratsteilen. Die Fahrzeuge ersetzen Bergepanzer, die Deutschland im Rahmen der militärischen Unterstützung an die Ukraine abgegeben hatte.

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