KBA meldet Rekordzahlen: Zwei Millionen Elektroautos in Deutschland und jede Menge SUV

Neue KBA-Zahlen zum Autobestand in Deutschland
Zwei Millionen Elektroautos und jede Menge SUV

ArtikeldatumVeröffentlicht am 05.03.2026
Als Favorit speichern

Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat spannende Zahlen zum Pkw-Bestand in Deutschland veröffentlicht. Die Statistik zeigt, wie sich die Struktur der fast 50 Millionen Pkw auf unseren Straßen verändert. Am 1. Januar 2026 waren in Deutschland exakt 49,49 Millionen Pkw zugelassen, ein Anstieg von lediglich 0,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Doch hinter dieser stabilen Zahl verbirgt sich ein Wandel, vor allem bei Antriebsarten und Fahrzeugsegmenten. Zwei Entwicklungen stechen hervor: Der Bestand an batterieelektrischen Pkw überschreitet erstmals zwei Millionen, und SUVs wachsen stärker als andere Klassen.

Mehr als zwei Millionen Stromer

Der größte Schub zeigt sich bei alternativen Antrieben. Reine Elektro-Pkw (BEV) stiegen um 23,2 Prozent auf 2,03 Millionen Fahrzeuge, was 4,1 Prozent des Gesamtbestands ausmacht. Hybridfahrzeuge sind mit 4,36 Millionen registrierten Pkw noch zahlreicher, ein Zuwachs von 22,6 Prozent. Auch Plug-in-Hybride wachsen weiter und erreichen 1,12 Millionen Fahrzeuge. Diese Dynamik fällt auf, da der Gesamtbestand kaum wächst. Die Veränderung erfolgt weniger durch "mehr Pkw", sondern durch eine Verschiebung innerhalb des Bestands.

Gleichzeitig schrumpfen klassische Antriebsarten. Benziner bleiben die größte Gruppe, sinken aber um 1,9 Prozent auf 29,34 Millionen Pkw. Diesel-Pkw verlieren 3,2 Prozent und liegen bei 13,39 Millionen Fahrzeugen.

Immer mehr SUV

Ähnliche Verschiebungen gibt es bei den Fahrzeugsegmenten. Die Kompaktklasse bleibt mit 10,77 Millionen Pkw das größte Segment, schrumpft jedoch. Der SUV-Bestand wächst um 9,7 Prozent auf 7,19 Millionen Fahrzeuge und erreicht 14,5 Prozent des Bestands, das drittstärkste Segment hinter Kompaktklasse und Kleinwagen. Hier muss allerdings berücksichtigt werden, dass das KBA unter SUV alle Fahrzeuggrößen dieser Bauart führt, also auch Modelle, die ohne Hochbau den Kleinwagen oder der Kompaktklasse zugeordnet werden könnten.

Neben den Pkw sticht außerdem eine Fahrzeugart in der Statistik heraus, die eine besondere Dynamik entwickelt: Der Wohnmobil-Bestand wächst um 6,7 Prozent und liegt nun bei 1,05 Millionen Fahrzeugen. Das ist gemessen am Gesamtbestand zwar ein kleiner Anteil, aber die jetzt überschrittene Schwelle von über einer Million registrierter Freizeitfahrzeuge spiegelt einen seit Corona anhaltenden Trend wider.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das Alter der Fahrzeuge. Das Durchschnittsalter der zugelassenen Pkw liegt bei 10,9 Jahren, ein Anstieg von 10,6 Jahren im Vorjahr. 88,3 Prozent der Pkw sind privat zugelassen, 11,6 Prozent gewerblich, beide Gruppen ändern im sich im Jahresvergleich kaum.

VW regiert

Bei den Marken bleibt die Rangfolge stabil. VW führt mit 20,8 Prozent, gefolgt von Mercedes, Opel, BMW, Audi und Ford. Bei Importmarken führt Skoda, gefolgt von Seat, Hyundai, Renault und Toyota. Tesla wächst auf 200.976 Fahrzeuge. Die markenbezogene Dynamik zeigt sich vor allem bei kleinen oder jüngeren Marken.

Besonders chinesische Hersteller verändern sich stark. BYD verzeichnet den größten Zuwachs, von 4.553 auf 18.536 Pkw. MG Roewe wächst ebenfalls deutlich auf 73.708 Fahrzeuge. Leapmotor und XPENG vergrößern ihren Bestand auf mehrere tausend Fahrzeuge. Ausnahmen gibt es auch: Lynk & Co fällt von 6.523 auf 3.316 Pkw zurück. Der starke Verlust an zugelassenen Fahrzeugen könnte auf das Abo-Modell der Marke mit anschließenden Exporten oder Abmeldungen zurückzuführen sein.

In der Bildergalerie zeigen wir die meistverkauften Autos in Deutschland 2025 nach Segmenten.

Fazit